FORBA: Neue Formen der Dienstleistungsarbeit

Call Center: nicht ganz global, aber hochflexibel. Ein internationaler Überblick

Die Veranstaltung geht der Frage nach, in welchem Masse es sich bei Call Center um eine globale Form der Organisation von Dienstleistungsarbeit handelt, und in welchem Masse nationale Institutionen oder varieties of capitalism ihren Einsatz prägen.

Wann: Dienstag, 8. April 2008, 16.30 – 18.00 Uhr
Wo: Seminarraum FORBA, Aspernbrückengasse 4/5, 1020 Wien (Nähe Urania)

Aus den Befunden des Global Call Center Industry Project wird deutlich, dass die Qualität der Arbeit in Call Center zwar institutionell geprägt ist, dass aber die Möglichkeiten des Outsourcing die vergleichsweise besseren Arbeitsbedingungen in koordinierten Marktwirtschaften gefährden.

Auch die Daten des European Restructuring Monitor zeigen, dass sich das meiste Outsourcing innerhalb von Ländern und Regionen abspielt. Das globale Offshoring etwa nach Indien erweist sich als spezifisch englischsprachiges Phänomen bestimmter Branchen. Aber auch die Verlagerung der Callcenterarbeit zu unabhängigen Dienstleistungsfirmen innerhalb eines Landes hat weit reichende Folgen für Arbeitsbedingungen und gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten.

Vortragende:

  • Dr. Ursula Holtgrewe, seit Mai 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Teamleiterin für Arbeit, Organisation, Internationalisierung bei FORBA. Privatdozentin für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen.
  • Mag. Annika Schönauer, Studium der Soziologie und Ethnologie an der Universität Wien, seit März 2005 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für FORBA tätig.

Die GPA-DJP legte im Juli 2006 einen Bericht zum Zukunftsprojekt – Callcenter vor.
Unter dem Motto – „Was zählt ist der direkte Kontakt“ werden die Erfahrungen der Projektgruppe von Sandra Stern und Alexandra Steffl zusammen gefasst.

Der Bericht zum Herunterladen (PDF).

Auf der Hompage des FWF – der Wissenschaftsfonds steht in einer Presseaussendung:

Global oder national? Callcenter im internationalen Vergleich
Trotz Globalisierung bleiben weltweit Arbeitsbedingungen in Callcentern den nationalen Regelungen verhaftet. Dies ist das Ergebnis einer gross angelegten Untersuchung in 2400 Callcentern in 17 Ländern, die vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützt wird. Dieser fördert nun im Rahmen eines Folgeprojektes weitere international vergleichende Analysen sowie Fallstudien, welche besonders die Bedingungen in österreichischen Callcentern im internationalen Vergleich darstellen werden.

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Diskussion, Veranstaltung und verschlagwortet mit , von Werner Drizhal. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf „Elektromechaniker für Starkstrom“ in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte.
1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert.
2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung – Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

44 − = 40