Der Einsatz des Werkzeugs „Weblog“

Das Seminarprogramm für das Sommersemester ’08 weist einen neuen Bildungsschwerpunkt aus:

Der Einsatz des Werkzeugs „Weblog“ für die Öffentlichkeitsarbeit von BR-Körperschaften

Im Zuge dieses GPA-DJP Schwerpunkts geht es gerade mit einem Feldversuch bzw. Mehrzahl: Feldversuchen zu Betriebsrats- und Gewerkschaftsblogs los, einer Schulungsoffensive mit Workshop-, Seminar- und Fernlehrgangselementen.

Von diesem Feldversuch-Konzept soll hier berichtet und zur Teilnahme eingeladen werden.

Wann: ab sofort bis Ende 2008
Wo: ganz Österreich und im WorldWideWeb


Thema des „Feldversuchs“ (Lehrgang-Seminar-Workshop)

Unter dem Titel „das Betriebsratsmitglied verwendet neue Kommunikationsmethoden“ wenden wir uns den Blogs zu. Was früher das Schwarze Brett oder das Flugblatt für die Belegschaft war, wird in manchen Betrieben immer mehr das Weblog. Welche Chancen bietet das Web2.0.? Welche Möglichkeiten eigener Öffentlichkeiten und gemeinsamer Gegenöffentlichkeiten entstehen hier für Betriebsrat und ArbeitnehmerIn?

… heißt es dazu in der Einleitung des Seminarprogrammes SS08.

Was ein Weblog (kurz: Blog) ist und wie das funktionieren kann ist gerade am Beispiel dieses Blogs der GPA-DJP Bildung erkennbar. [Update: Mittlerweile gibt es einen weiteren Eintrag zu den ersten startenden BlogProjekten.]

Ein Blog ermöglicht das Kommunizieren, Dokumentieren und Archivieren von Informationen auf eine Art und Weise, so dass Interessierte diese Informationen abonnieren, jederzeit übersichtlich abrufen und auffinden können. Dabei lassen sich viele Elemente wie Bilder, Dateien, PPT-Präsentation, verweisende Links und sogar Videos leicht einbinden.
Die Arbeit des Betreibens eines Blogs können sich verschiedene BenutzerInnen (auch über räumliche Distanzen hinweg) leicht teilen. Interessierte können über die Kommentarfunktion jederzeit aktiv an Debatten teilnehmen. Inhalte müssen nicht in jedem Fall selbst produziert werden, man kann auch „Content“ (Inhalte) aus anderen Quellen einbetten.

Wichtig dabei: Die Ressourcen, die dazu aufgewandt werden müssen sind bemerkenswert gering.

  1. Ein Blog anzumelden ist gratis.
  2. Der organisatorische Aufwand liegt deutlich unter jenem einer Betriebszeitung.
  3. Das Mindestlevel an Know-How lässt sich mit jenem der Textverarbeitung MS Word vergleichen.

Methodischer Aufbau des „Feldversuchs“
Die methodische Ausgestaltung ist, wie der Titel „Feldversuch“ schon verrät, der besondere Aspekt dieser Schulungsoffensive.

1. Eine BR-Körperschaft meldet bei Werner Drizhal (GPA-DJP Bildung) ihr Interesse an.
2. Es kommt zu einem ersten Gespräch, in dem die Umrisse des Blogprojekts besprochen werden. Ein Termin mit dem Trainer und Referenten wird vereinbart.

3. Mit dem ersten Termin mit dem Trainer und Referenten Christian Voigt fängt der Feldversuch für die teilnehmende BR-Körperschaft an. Der BR wird vom ersten Termin an vom Trainer unterstützt, mit ihm wird der weitere Ablauf individuell ausgemacht.
4. Das Blog wird vom Trainer aufgesetzt, die TeilnehmerInnen angemeldet. (Am Ende des Feldversuchs werden sie das Blog vollkommen selbst übernehmen.)

5. Zu einem vereinbarten Termin zwischen BR und Trainer kommt es zum ersten praktischen Training in beim BR (5 bis 6 Schulungsstunden).
6. Neben den praktischen Trainingseinheiten vor Ort gibt es eine laufende Zusammenarbeit, Betreuung und Support durch den Trainer. Dazu gibt es ein BlogHandbuch und ein eigenes Blog für den Feldversuch.
7. Zu einem zweiten späteren, flexibel vereinbarten Termin kommt es noch einmal zu praktischem Training in der BR (5 bis 6 Schulungsstunden). Zwischen dem ersten und dem zweiten Schulungstermin vor Ort liegt ein variabel wählbarer Zeitraum, in dem das Blogprojekt bereits betrieben wird.

Projektplan

(Klick zum Vergrößern)

8. Hat das Blogprojekt die Punkte 1 bis 7 durchlaufen, so kann der BR ein funktionierendes Blog arbeitsteilig führen und bereits einschätzen, welchen Nutzen das BetriebsratsBlog der einerseits der Körperschaft und andererseits den MitarbeiterInnen bringen kann.
Es kommt zu einem zweiten Gespräch zwischen dem BR und der GPA-DJP Bildung, in dem geklärt wird, ob der zweite Teil des Feldversuchs angegangen wird.

Wenn ja:
9. Im zweiten Teil des Feldversuchs ist ein ein- bis zweitägiges Seminar vorgesehen, an dem TeilnehmerInnen aus allen Blogprojekten zusammenkommen. Zu diesem Termin (voraussichtlich September 08) gibt es diverse vorbereitete Inputs und Raum für Erfahrungsaustausch und moderierte weitere Strategie- und Projektplanung.

10. Für die teilnehmenden BRs des zweiten Teils steht ein drittes praktisches Training vor Ort in der BR zur Verfügung, das wieder individuell mit dem Trainer vorbereitet werden kann (5 bis 6 Schulungsstunden).

11. In einer Abschlussveranstaltung des gesamten Feldversuchs wird gemeinsames Resümee gezogen, über die Erfahrungen und Perspektiven der konkreten Projekte und allgemein von Betriebsrats- und GewerkschaftsBlogs diskutiert.

Zielgruppe
BR-Körperschaften. Für den Feldversuch suchen wir die Zusammenarbeit mit Teams, die als Team und mit Unterstützung der GPA-DJP Bildung praktische Blogprojekte angehen wollen.

Teams können und werden in der Praxis Betriebsräte einer Körperschaft sein. Es können sich aber auch Teams aus verschiedenen Körperschaften und Abteilungen zusammenschließen, um themen- oder branchenspezifische Blogprojekte zu lancieren.

Ziele
Die zentrale und übergeordnete Zielsetzung ist zweiteilig:

  1. aus dem Feldversuch entstehen funktionierende und lebendige Betriebsrats- und/oder GewerkschaftsBlogs.
  2. die Erfahrungen aller am Feldversuch beteiligten Personen, Körperschaften und Organisationseinheiten verpuffen nicht bei den TeilnehmerInnen sondern werden ausgetauscht, diskutiert und im Sinne einer lernenden Organisation für die Zukunft gewonnen.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Ziele für die TeilnehmerInnen:

  • Die TeilnehmerInnen bedienen sich des Werkzeugs Weblog und nutzen gekonnt das gesamte edv-technische, kommunikationstechnologische und organisatorische Potential dieses Werkzeugs.
  • Die TeilnehmerInnen haben ein Netzwerk mehrerer lebendiger, unabhängiger aber vernetzter Blogs.
  • Die Vernetzung der neu entstandenen Blogs mit der Gewerkschaft und ihren Werkzeugen (z.B. Newslettern) funktioniert beispielhaft und wirft praktischen Nutzen für die Betriebsratsarbeit ab.
  • Sie sind in der BR-Körperschaft und/oder in der Gewerkschaft die „BlogspezialistInnen“, die auch für andere beurteilen können, wofür sich dieses Werkzeug einsetzen lässt und wie.
  • Sie haben Blogs aufgebaut, die von BesucherInnen und NutzerInnen angenommen werden, weil dem Zielpublikum das Abonnieren und das Besuchen des Blogs praktischen Nutzen bringt.
  • Sie haben neue Kanäle der Kommunikation etabliert, die gerade in Krisensituationen wertvolle Dienste leisten können.
  • Sie haben dem Bild, wie ihre Körperschaft wahrgenommen wird, eine weitere dynamische und fachliche Dimension hinzugefügt, die als nützliche Kompetenz erfahren wird.

Weiterführende Informationen:

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10 Gedanken zu „Der Einsatz des Werkzeugs „Weblog“

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