Infos zu unserer Gesundheitsseminarserie – Burnout-Prophylaxe im Sommer

Persönliche „Landkarte“ zeigt Gefahrenquellen 

 Wien (APA) – Zunehmende Belastung am Arbeitsplatz, private Probleme – das Gefühl, ausgebrannt zu sein, kennen immer mehr Menschen. Jeder fünfte bis jeder dritte Österreicher ist von Burn-out betroffenen, so das Institut für Burn-out und Stressmanagement. „Dann etwas dagegen zu unternehmen, wenn man schon mitten drin steckt, ist zu spät“, so der Autor des Buches „Coaching am Rande des Burn-out“, Thomas Nagy. Der Sommerurlaub sollte zur Vorsorge genutzt werden.

   Die Ferienzeit eignet sich besonders für die Burn-out-Prophylaxe: Einerseits würde der Sonnenschein die Stimmung heben und sich positiv gegen depressive Verstimmungen auswirken; andererseits würden Urlaubstage eine gute Auszeit bieten, die zur Vorsorge genutzt werden könnten, ohne zusätzlichen Freizeitstress zu produzieren. Je bewusster die Planung der freien Zeit, desto stressfreier: „Sorgen Sie dafür, dass Sie zumindest drei Tage Zeit für sich selbst haben und Körper, Geist und Seele pflegen“, riet der Autor und systemische Coach. Gesunder Egoismus zahle sich aus.

   Einige Tipps des Coachs:

  • Zeichnen Sie Ihre persönliche Burn-out-Landkarte: In der horizontalen Achse tragen Sie die Belastungen ein, in der vertikalen die Intensität. So werden Gefahrenquellen sichtbar.
  • Teilen Sie die Belastungen zur besseren Übersicht in „vorübergehend hohe“, „langanhaltende“, „selbst veränderbare“ und „nicht direkt veränderbare“ ein.
  • Überlegen Sie, woher der Druck kommt: von außen (Arbeitsplatz, Privatleben…) oder von innen (Perfektionismus, Glaubenssätze…)
  • Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn Sie den eigenen inneren Druck los würden: Was würde sich ändern?
  • Loben Sie sich für Ihre Fähigkeiten, mit den Schwierigkeiten bisher so gut umgegangen zu sein und gönnen Sie sich eine Belohnung.
  • Seien Sie selbstkritisch und achten Sie darauf, ob Sie nicht zusätzlichen Druck durch Ersatzhandlungen (neue Sportart, aufwendiges Hobby, Geliebte/n…) erzeugen.
  • Auch falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Zweifel an der Sinnhaftigkeit, gesundheitliche Probleme oder emotionale Erschöpfung führen zum Burn-out – wo sollten Sie besser auf sich schauen?
  • Wichtig ist die Gelegenheit, über Belastendes offen zu sprechen. Das sollte nicht der Partner, sondern ein Experte sein.
  • Im fortgeschrittenen Stadium des Burn-outs ist eine Psychotherapie notwendig, zur Prophylaxe eignet sich Coachings.
Print Friendly, PDF & Email
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Hintergrundinfos und verschlagwortet mit , von Werner Drizhal. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

94 − 84 =