BRAK-Wien: BR-Innen im Spannungsfeld betrieblicher und ausserbetrieblicher Erwartungen

Am Montag, den 8. September setzen sich die TeilnehmerInnen der BRAK-Wien mit der obigen Fragestellung auseinander. Folgende Ziele werden bearbeitet:

  • Die BRAK-TeilnehmerInnen haben eine Übersicht mit welchen Erwartungen sie im Betrieb konfrontiert sind.
  • Sie haben die Tätigkeiten und Anforderungen, die mit den Erwartungen verknüpft sind, erarbeitet.
  • Die BRAK-TeilnehmerInnen kennen die sieben Aufgabenfelder von Führung
  • Sie haben Führungsinstrumente zur Führung von Kollegialorganen kennen gelernt.

Bei der Bearbeitung der Erwartungen gehen wir von diesem Bild aus. Weitere Infos können unter erwartungen-an-br heruntergeladen werden.

An diesem Tag werden diese Inhalte abgearbeitet:

  • Einstiegssequenz
  • Funktion und Rolle von BR-Mitgliedern
  • Erwartung – Tätigkeiten – Anforderungen
  • Führen von Kollegialorganen speziell von Teams
  • Die Bedeutung von BR-Teams
  • Zwei Perspektiven von Führung
  • Führungsinstrumente zur Führung von Kollegialorganen
  • Gegenmacht im Betrieb

Hier gehts zu den Fotos vom Studientag 

Das Design für diesen Tag – design-erwartungen-2008

Die weiteren Präsentationen – brak-führungsaufgaben und brak-instrumente-für-br-vo

Die Spannungsfelder von BR-Innen in der derzeitigen Arbeitswelt

Auf die Frage „In welchen betrieblichen und außerbetrieblichen Spannungsfeldern derzeit die BR-Innen agieren?“ gaben die KollegInnen folgende Erfahrungen wider:
Spannungen im Betrieb (2x) – Umstrukturierung/Zusammenlegung (6x) – BR-In hat immer Schuld, den sie/er ist verantwortlich – BR-Job ist nicht sehr beliebt, teilweise stehe ich alleine da – den Fuß in der Tür bei/m ChefIn haben – Betreuung von AN-Innen im Unternehmen – mit groben Managementfehlern umgehen – Sozialplan verhandeln – unterschiedliche AN-Innen-Gruppen (Beamte, Vertragsbedienstete, KV-Angestellte) im Betrieb vertreten – Probleme mit den Leihfirmen – mit Machtkämpfen umgehen – wenn ich vom Chef zuviel verlange, werde ich woanders hin versetzt – Streitereien untereinander als BR-Mitglieder – Schwierigkeiten mit prekären Arbeitsverhältnissen – Personalabbau (2x) – zu Hause abschalten können – Entsolidarisierung

In einem der ersten Arbeitsschritte wurden die wichtigsten Erwartungen an die BR-Innen, die sie bisher in ihrem BR-Alltag erlebten, gesammelt.

Die Erwartungen der ArbeitgeberInnen an die BR-Innen:
Zustimmung bei Entscheidungen – unangenehme Informationen an die ArbeitnehmerInnen weitergeben – delegieren von Serviceleistungen – Uneinigkeit innerhalb der Körperschaft (z.B. die AG gehen mit unterschiedlichen Fraktionen verschieden um) – keine Informationen über den Betrieb an die AN-Innen weitergeben – wenig Zeit als BR-In aufwenden – bei Bedarf arbeitsrechtliche Mitarbeit – unternehmerisches Denken – Diskretion – Veränderung mittragen – Flexibilität – Vereinbarung abschließen

Erwartungen der ArbeitnehmerInnen an die BR-Innen:
Kompetente Beratung – Unterstützung / Sprachrohr gegenüber AG – Erreichbarkeit, ständige Bereitschaft – Serviceleistungen – gute Arbeitsbedingungen aushandeln – sozialpolitische Kompetenz – Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen – Verhandlungsgeschick – aktuelle Information und Entscheidungen – Vertrauen – offene und ehrliche Information – Sprachrohr der AN-Innen gegenüber der AG-Innen (Interessenvertretung) – AnsprechpartnerInnen – Hilfe

Erwartungen der BR-KollegInnen:
Einigkeit nach außen – Mitarbeit – Aufgabenteilung – Flexibilität – Konsensfindung – Teamfähigkeit – Information – Weiterbildung, hoher Wissensstand – Feedback – Mitbestimmung – Gefühl bei Verhandlungen belastbar zu sein – Diskretion – Verhandlungsgeschick – Informationen über das Unternehmen.

Erwartungen der Gewerkschaft:
Mitgliederwerbung – Mitarbeit (z.B. bei Verhandlungen) – Organisationsgrad, Solidarität der Belegschaft, Weitergabe und Bewerbung von Serviceleistungen – Zusammenarbeit – Organisation der AN – Beratung und Unterstützung – KV-Verhandlungen – Aus- und Weiterbildung – voller Einsatz bei Sitzungen und Aktionen – Mitglieder halten und werben – Beratung, Schutz, Rechtsvertretung

Zum Fotoprotokoll des Tages: fotoprotokoll-brak-wien-br-innen-und-erwartungen

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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