Zwangsarbeit im Nationalsozialismus (WS)

Bild: Andreas Buchberger

Bild: Andreas Buchberger

Lernen aus der Geschichte – im Stollen der Erinnerung in Steyr

Mehr als 20 Millionen Menschen aus fast ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder den besetzten Ländern leisten. Auch in Österreich wurden Frauen, Männer und Kinder eingesetzt – in Rüstungsbetrieben wie der Steyr-Daimler-Puch AG ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk oder in Privathaushalten. Zwangsarbeit war kein Geheimnis, sie war ein weitgehend öffentlich stattfindendes Verbrechen.

Mit diesem Workshop widmen wir uns einem dunklen Kapitel der Zeitgeschichte allgemein und der Geschichte der Arbeit im Besonderen. Sowohl im „Stollen der Erinnerung“ als auch in der aktuellen internationalen Wanderausstellung „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ begegnen wir den persönlichen Erinnerungen und Fotografien ehemaliger ZwangsarbeiterInnen. Prominent thematisiert werden zudem die Geschichte des Widerstands in Steyr und der Umgang mit der NS-Vergangenheit in den Jahren von 1945 bis zur Gegenwart.

Termin: 18.05.2016, 10:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Museum Arbeitswelt Steyr, Wehrgrabengasse 7, 4400 Steyr
Zielgruppe: ÖGB-Mitglieder

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Workshopziele:

Die TeilnehmerInnen

  • lernen über das NS-Zwangsarbeitssystems am Beispiel des damaligen Rüstungszentrums Steyr;
  • erfahren mehr über die Zustände der Lebens- und Arbeitsbedingungen von ZwangsarbeiterInnen und KZ-Häftlingen mittels persönlicher Schilderungen;
  • begreifen historische Prozesse als Folge von Entscheidungen, die von handelnden AkteurInnen in konkreten Situationen getroffen werden (Handlungsspielräume sehen lernen!);
  • setzen sich kritisch mit Bildern von bösen TäterInnen, guten Opfern und hilflosen ZuschauerInnen auseinander;
  • befassen sich mit sozialpsychologischen und moralischen Fragen und Prozessen, die Menschen zu ZuschauerInnen, MitläuferInnen, GegnerInnen oder TäterInnen werden lassen;
  • erkennen Mechanismen der Stigmatisierung und Ausgrenzung in einer vermeintlich demokratische verfassten Gesellschaft;
  • lernen über die Bedeutung von Menschenrechten, die Rechte von Minderheiten sowie die Wichtigkeit der Aufklärung gegen Rassismus und Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und Autoritätsgläubigkeit;
  • reflektieren die Geschehnisse der Vergangenheit, um Schlussfolgerungen für aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen zu ziehen (aus der Geschichte lernen und entsprechend handeln).

Trainer:

  • Stephan Rosinger (Museum Arbeitswelt Steyr)
  • Helmut Ruß (GPA-djp Oberösterreich)
  • Thomas Kreiml (GPA-djp Bildungsabteilung)

Anmeldung online unter diesem Link möglich!

Hinweis: Da im Stollen das ganze Jahr über Temperaturen um die 10 Grad herrschen, bitte auf entsprechende Kleidung achten.

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