ÖGB/AK Konferenz zu 100 Jahre Betriebsrätegesetz

Erfolgsmodell Mitbestimmung

Am 15. Mai 2019 jährt sich zum hundertsten Mal die Beschlussfassung zum Betriebsrätegesetz. Das feiern der ÖGB, die Gewerkschaften und die Arbeiterkammer mit dieser Konferenz.

Gemeinsam mit internationalen Expert/innen werden in einer Reihe hochkarätiger Workshops folgende Fragen angegangen:

  • Welche Erfolge hat die betriebliche Mitbestimmung in der Vergangenheit erreicht? Welche Strategien waren und sind erfolgreich?
  • Wie sieht es mit der betrieblichen Mitbestimmung in der Gegenwart aus?
  • Welche aktuellen Herausforderungen stellen sich angesichts der dramatisch geänderten politischen Rahmenbedingungen?
  • Welchen Herausforderungen muss sich die betriebliche Mitbestimmung in Zukunft stellen? Wie sehen neue Aktions- und Vertretungsformen aus?
  • Wie steht es um die betriebliche Mitbestimmung als wichtiger Bestandteil der demokratischen und politischen Kultur in Österreich?

In 10 Workshops, geleitet von Experten/innen aus dem In- und Ausland, haben die Teilnehmer/innen Raum zur Reflexion über unterschiedliche Themen der Betriebsratsrealität und erproben neue Werkzeuge für erfolgreiche Betriebsratsarbeit.

Wann
Mittwoch, 15.05.2019 von 09:00 – 17:30 Uhr

Wo
ÖGB Catamaran (1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1)

  • Eröffnung mit ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und
    AK Präsidentin Renate Anderl
  • Ausstellung „100 Jahre Betriebsrätegesetz“
  • Musikalische Umrahmung: Beatrix Neundlinger, Peter Marnul, Iris Stern, Geschichten im Ernst

Programm

Vormittagsworkshops

1. 100 Jahre Betriebsräte-Gesetz und ich geh in Pension 
Julia Massolle und Claudia Niewerth, Sozialwissenschafterinnen vom Helex-Institut in Bochum / Forschungsschwerpunkte u.a. in den Arbeitsfeldern Beschäftigung und Mitbestimmung, neuen Formen von Arbeitsorganisation, betrieblichen Entgeltgestaltung sowie demografischen Umbruchbruchprozessen in Betriebsratsgremien.

Der Generationenwechsel steht im Betriebsrat vor der Tür? Senioritätsprinzip vs. Nachwuchskräfte, wie kann die Betriebsratsnachfolge am besten organisiert werden? Anhand mehrerer Beispiele werden Übergangsmöglichkeiten präsentiert und diskutiert, um auch die Attraktivität von Betriebs- und Personalratsarbeit zu erhöhen und Nachwuchskräfte zu gewinnen.

2. ALLE Beschäftigten vertreten 
Osman Osmani (Gewerkschaft Unia, CH) ist Politischer Gewerkschaftssekretär in der Schweizer Gewerkschaft Unia, Bereich Migration, und zuständig für die Mitglieder aus Südosteuropa.

Ständige Unsicherheit am Arbeitsplatz, Ungleichverteilung von Wohlstand, Rechtspopulismus, Extremismus und Autoritarismus in Europa auf dem Vormarsch. Ist die Demokratie in Europa in Gefahr? Gerade am Arbeitsplatz brauchen wir mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten. Für den Europäischen Gewerkschaftsbund steht deshalb die Demokratie am Arbeitsplatz ganz hoch auf der politischen Agenda. Kämpfen wir dafür, dass dies auch die EU-Institutionen gilt!

3. Mehr Demokratie am Arbeitsplatz – Europäische Perspektive 
Peter Scherrer ist stv. Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes und war zuvor u.a. Generalsekretär des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes.

Ständige Unsicherheit am Arbeitsplatz, Ungleichverteilung von Wohlstand, Rechtspopulismus, Extremismus und Autoritarismus in Europa auf dem Vormarsch. Ist die Demokratie in Europa in Gefahr? Gerade am Arbeitsplatz brauchen wir mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten. Für den Europäischen Gewerkschaftsbund steht deshalb die Demokratie am Arbeitsplatz ganz hoch auf der politischen Agenda. Kämpfen wir dafür, dass dies auch die EU-Institutionen gilt!

4. Erfolge der Mitbestimmung – von der Längsschnittstudie zur Entwicklung neuer Modelle für die betriebliche Mitbestimmung 
Georg Michenthaler (IFES) ist wissenschaftlicher Projektleiter beim Institut für empirische Sozialforschung (IFES).

Diskutiert wird der Wert der betrieblichen Mitbestimmung als zentraler Faktor unserer demokratischen Gesellschaft. Gemeinsam werden Fälle erörtert, inwieweit die Tätigkeit in Betriebsräten für Arbeitswelt und demokratische Kultur in Österreich stetig verbessert und vertieft werden kann.

5. Betriebliche Mitbestimmung, Demokratie und Arbeitswelt
Eva Zeglovits, Geschäftsführerin Institut für empirische Sozialforschung (IFES)

Diskutiert wird der Wert der betrieblichen Mitbestimmung als zentraler Faktor unserer demokratischen Gesellschaft. Gemeinsam werden Fälle erörtert, inwieweit die Tätigkeit in Betriebsräten für Arbeitswelt und demokratische Kultur in Österreich stetig verbessert und vertieft werden kann.

Nachmittagsworkshops

1. Aktion: Video 
Rolandde Roo (ÖGB Presse)

Aktionismus lebt auch vom Widerhall im Internet. Bei diesem Video-Workshop lernst du in wenigen Stunden, wie man mit dem eigenen Smartphone einen kurzen Clip drehen und schneiden kann.

2. Protestsong
Beatrix Neundlinger und Peter Marnul (9dlinger)

„Protestsongs“ waren seit jeher ein Ausdrucksmittel der ArbeiterInnenbewegung. Wie aktuelle und kreative Herangehensweise an dieses Thema aussehen kann, zeigen politisch seit Jahrzehnten aktive MusikerInnen und AktivistInnen Beatrix Neundlinger und Peter Marnul. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen wird ein eigener kleiner Protestsong entwickelt.

3. E-Aktionismus
Yussi Pick (Pick & Barth) ist Kampagnen- und Kommunikationsberater

Diskutiert wird über Online-Plattformen als zentralen Schauplatz für politischen Aktionismus. Möglichkeiten zum Einsatz von Social Media und der kompetenten Gestaltung der politischen Arbeit in und mit dem Internet für die betriebliche Mitbestimmung werden erarbeitet.

4. Aktionismus! Von der Idee auf die Straße in wenigen Stunden 
Mihael Zulj (ÖGB Organisation) ist Mitarbeiter im ÖGB-Referat für Organisation, Koordination, Service.

Ziel des Workshops ist es, innerhalb kürzester Zeit sofort ausführbare Aktionsformen zu entwickeln. Methoden zur Ideensammlung und Weiterentwicklung zu einer konkreten Aktion werden präsentiert und ausprobiert.

5. Mitbestimmung 2035 – Szenarien für die Zukunft 
Lisa Sinowatz von der Arbeiterkammer Wien stellt Zukunftsszenarien der digitalisierten Arbeitswelt vor.

Chancen und Herausforderungen für die Zukunft der Mitbestimmung werden mit den TeilnehmerInnen definiert und erörtert. Die Szenarien bieten einen Orientierungsrahmen, um aktuelle Entwicklungen sowie bestehende Handlungsstrategien zu bewerten und neue Gestaltungsspielräume für eine wirksame Mitbestimmung zu erschließen.

Hier direkt beim VÖGB geht’s zur Anmeldung

 

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