Über thomas kreiml

Soziologe und Gewerkschafter in der GPA-djp Bildungsabteilung | Arbeitsbereiche: Gewerkschaftliche Bildungsarbeit, Bildungspolitik, Netzpolitik (Internet/Social Media) | about.me/kreimlink

Wie geht’s unserem Betrieb? Wirtschaftliche Mitbestimmung in der Praxis (WS)

Betriebsräte in Österreich haben die Möglichkeit, sich im Rahmen von Wirtschaftsgesprächen mit der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Situation im Unternehmen zu informieren und zu beraten. Nur ein Betriebsrat mit wirtschaftlichem Verständnis der Zusammenhänge im Unternehmen und Kennzahlen kann gegenüber der Geschäftsführung gut, genau und „auf gleicher Augenhöhe“ argumentieren und verhandeln. Entscheidungen im Unternehmen wie Investitionen, Umstrukturierungen, Sanierungsmaßnahmen, Kosteneinsparungen und Personalkürzungen werden vielfach unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen. Dabei werden von der Geschäftsführung oft Begriffe benutzt, die schwierig einzuordnen sind. Als Betriebsrat hat man dann die wichtige und anspruchsvolle Aufgabe, die wirtschaftliche Lage auch selbst richtig einschätzen zu können.

In diesem Seminar möchten wir anhand der Bilanzen der eigenen Unternehmen und der Berechnung von wichtigen Kennzahlen wie EBIT, Personalaufwandstangente etc. die wirtschaftliche Situation analysieren und interpretieren. Weiters sollen die rechtlichen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Mitbestimmung dargestellt und Best Practice Modelle aus der Praxis aufgezeigt und diskutiert werden.

Termin: 22.-24.11.2017, Workshopzeiten: 1. Tag: 9.30 – 17.00 Uhr, 2. Tag: 9.00 – 17.00 Uhr, 3. Tag: 9.00 – 13.00 Uhr
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, 1040 Wien, Theresianumgasse 16-18, Seminarraum 11
Zielgruppe: Betiebsratsmitglieder, die Mitglied der GPA-djp sind und die einen Basiskurs I (Grundkurs) oder die Gewerkschaftsschule absolviert haben.

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Was denken die Angestellten? (8/10)

Eine Befragung von Handels- und Bankenbeschäftigten zu Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Entwicklungen

7. SOZIALE VERUNSICHERUNG

Bild: GPA-djp, fotolia.com

Johannes Buggelsheim, Monika Pock, Bernhard Silberbauer

Verunsicherung ist ein Schlagwort, das immer wieder in österreichische Medien vorkommt, sei es in Bezug auf die Entwicklung der Wirtschaftslage, am Arbeitsmarkt oder in Zusammenhang mit politischen Entwicklungen und Entscheidungen. Doch was ist eigentlich unter Verunsicherung zu verstehen? Man kann Verunsicherung als einen Zustand verstehen, der durch eine andere Person oder durch einen Umstand herbeigeführt wird. Zwar kann man sich selbst auch verunsichern, doch sind es meist äußerer Umstände, die diesen Zustand beeinflussen. Des Weiteren kann eine Person nur verunsichert sein, wenn sie schon einmal Sicherheit verspürt hat. Erst danach können Umstände dazu führen, dass man sich verunsichert fühlt (vgl. Humar 2016, S.23-24). Weiterlesen

Was denken die Angestellten? (7/10)

Eine Befragung von Handels- und Bankenbeschäftigten zu Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Entwicklungen

7. HERAUSFORDERUNG DIGITALISIERUNG

Bild: GPA-djp, fotolia.com

Laura Gabriel, Caryne Madonna Müller

Die heutige Arbeitswelt ist von tiefgreifenden Veränderungen und permanenten Forderungen nach zunehmender individuelle Anpassungsfähigkeit von ArbeitnehmerInnen geprägt. In den letzten Jahren ist ein verstärkter Schub technologischen Wandels hin zu einer digitalisierten Arbeitsumgebung zu beobachten. Die Digitalisierung bietet Chancen für ArbeitnehmerInnen – die Bedürfnisse in der Arbeit könnten mit den Bedürfnissen außerhalb der Arbeit besser in Einklang gebracht werden. Sie kann jedoch auch den Druck auf ArbeitnehmerInnen, vor allem in Zusammenhang mit der Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes, erhöhen. Weiterlesen

Betrieblicher Datenschutz und Datenschutzgrundverordnung Neu (SE)

Datenschutz im Betrieb praktisch leben / Datenschutzgrundverordnung neu

Unser Arbeitsumfeld ist in hohem Maße mit der Nutzung verschiedenster technischer Systeme verbunden. Das führt auch dazu, dass immer mehr Daten von ArbeitnehmerInnen in immer mehr und komplexeren Systemen verglichen, verknüpft, versendet, kurzum verarbeitet werden. Voranschreitende Innovationen begünstigen daher nicht nur den Technikeinsatz im Betrieb, sie machen auch den Schutz von ArbeitnehmerInnendaten zu einem zentralen Betätigungsfeld für den Betriebsrat.

Neben komplexen technischen Fragen spielen dabei natürlich auch rechtliche Aspekte eine wichtige Rolle – und hier stehen den betrieblichen Datenschutz betreffend einige Änderungen vor der Tür. Mit Mai 2018 wird die neue europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft treten und damit auch (teils neue) Vorgaben für Unternehmen, Behörden und Datenschutzbeauftragte gelten. In diesem Seminar widmen wir uns einführenden Auseinandersetzung mit technischen, betrieblichen und rechtlichen Grundlagen des betrieblichen Datenschutzes.

Termin: 12.-13.10.2017 (1. Tag: 09:00-17:00 Uhr, 2. Tag: 09:00–12:00 Uhr, anschl. Mittagessen)
Ort: AK-Bildungshaus Seehof, Innsbruck/Hungerburg, Gramartstraße 10
Zielgruppe: BetriebsrätInnen, die Mitglied der GPA-djp sind, und die einen Basiskurs I (Grundkurs) oder die Gewerkschaftsschule absolviert haben.

Seminarziele: Weiterlesen

Was denken die Angestellten? (6/10)

Eine Befragung von Handels- und Bankenbeschäftigten zu Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Entwicklungen

6. PHYSISCHE UND PSYCHISCHE BELASTUNGEN AM ARBEITSPLATZ

Bild: GPA-djp, fotolia.com

Vera Doppelreiter, Isabelle Kaiser, Emilia Schmid

Psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz stellen eine immer größer werdende Gesundheitsgefährdung dar. Diese werden in unserer heutigen Gesellschaft verstärkt wahrgenommen. Die folgenden Ausführungen bieten einen kurzen Einblick in die Thematik der empfundenen Belastungen am Arbeitsplatz in der Bankenbranche sowie im Einzelhandel.

Der Großteil der Befragten hat in den vergangenen 12 Monaten eine durch die Arbeit verursachte psychische Belastung wahrgenommen. 33 Prozent der Befragten haben der Aussage zugestimmt, eine dauernde Zunahme an psychischen Belastungen zu empfinden; für 43 Prozent trifft dies „manchmal“ zu. Nur 24 Prozent geben an, keine Zunahme an psychischen Belastungen im letzten Jahr zu empfinden. Ein interessantes Nebenergebnis ist, dass knapp 50 Prozent der Befragten angegeben haben in den letzten 12 Monaten psychische Belastungen wahrgenommen zu haben, wenn sie mehr als 36 Stunden gearbeitet haben. Weiterlesen