Grundlagen des Sozialstaates – Argumentationstraining (Doku)

Der Sozialstaat kann enorm viel: wenn man ihn lässt

Obwohl den meisten klar ist, dass der Sozialstaat in seiner heutigen Form wohl eine der größten demokratischen Errungenschaften ist, ist er laufend undifferenzierten Angriffen ausgesetzt: Unfinanzierbarkeit, Überbürokratisierung, vermeintliche Lücken und Ungerechtigkeiten im System – das und noch mehr wird zunehmend in der politischen Debatte strapaziert, um sozialstaatliche Leistungen zu diffamieren.  

Knapp 20 Betriebsräte/innen folgten dem Angebot, hier gegenzuhalten. In diesem politischen Gesprächstraining arbeiteten sie daran, ihre Schlagfertigkeit und Überzeugungskraft beim Widerlegen dieser Angriffe zu stärken, mit guten Argumenten für einen aktiven und solidarischen Sozialstaat.

  • Adi Buxbaum aus der Sozialpolitischen Abteilung der AK Wien lieferte schlagende sozial- und wirtschaftspolitische Argumente für „mehr Sozial- und Wohlfahrtsstaat, unterlegt mit Zahlen und Fakten.
  • Christian Kraxner als politischem Gesprächstrainer lieferte kommunikatives Rüstzeug, um im Betrieb wie auch in Stammtischrunden Angriffen auf Leistungen und bewährte Institutionen des Sozialstaates gut begegnen zu können.

Der Sozialstaat verfolgt ein primäres Ziel: den solidarischen Ausgleich in Wirtschaft und Gesellschaft

Der Ausgangspunkt aller Überlegungen: Wäre ein Leben in Würde überhaupt denkbar, wenn es beispielsweise kein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem gäbe, wenn die öffentlichen Pensionen nicht pünktlich ausbezahlt würden, wenn das Bildungssystem nicht weitgehend kostenlos im Zugang wäre?

Auch in schwierigen Wirtschafts- und Lebenslagen Zeiten hält er seine Versprechen: er bietet Sicherheit für die nächsten Schritte und macht so den Wirtschaftsstandort insgesamt krisenfester. Wie schafft er all das?

Einige der wichtigsten Argumente ‚pro Sozialstaat‘ in diesem Seminar:

  • Soziale Sicherheit wirkt gegen Polarisierung und Ausgrenzung. Das trägt zu einem Mehr an Chancengleichheit bei.
  • Das führt auch auch zu größerem Sicherheitsgefühl und gegenseitigem Vertrauen bei, das für das Funktionieren der Wirtschaft unumgänglich ist.
  • Der Sozialstaat glättet durch Arbeitsmarkt- und Konjunkturpakete konjunkturelle Schwankungen.
  • Stabilisierend wirkt er dabei auch durch die Lebensstandardsicherung in schwierigen Lebenslagen.
  • Das öffentliche Angebot bzw. die öffentliche Finanzierung von Dienstleistungen für Gesundheit, Pflege, Kinderbetreuung und Bildung schafft außerdem direkt Arbeitsplätze.
  • Sozial-, arbeitsmarkt-, bildungs- und familienpolitische Maßnahmen erhöhen die Arbeitsmarktchancen zahlreicher Bevölkerungsgruppen.
  • Sozialstaatliche Investitionen sichern über einen hohen Beschäftigungsstand wiederum die Finanzierungsgrundlage des Sozialstaats.

Diese und zahlreiche weitere gute Argumente und Fakten für en Sozialstaat finden sich aufbereitet – mit zahlreichen Möglichkeiten zu Downloads – auf der neuen Online-Plattform „Sozialstaat und Sozialleistungen im Überblick“ der AK Wien.


Weiterführende Information:

www.sozialleistungen.at
AK Wien, Online Plattform: Sozialstaat und Sozialleistungen im Überblick

Sozialstaat in Österreich: Ziele, Funktionen, Geschichte, Finanzierung

Ansprüche: Eltern/Kinder, Menschen in Ausbildung, bei Arbeitslosigkeit, im Krankheitsfall

Sozialleistungen im Überblick

Workshop „ZeitungsmacherInnen“ (Doku)

20 BetriebsrätInnen der GPA-djp tüftelten von 2. – 3. April 2019 an Ideen für eine Betriebsratszeitung. Das Ergebnis nach zwei Tagen: vier Seminarzeitungen und viele Tipps, um das Projekt Zeitung im eigenen Betrieb anzupacken.

Das sagen die TeilnehmerInnen nach dem Seminar:

„Ich weiß jetzt: Wir schaffen das auch bei uns im Betrieb!“

„Der Austausch untereinander war großartig.“

„Es braucht vor allem drei Dinge: Struktur, Vorbereitung und Disziplin.“

„Im Prozess findet man einen guten Flow. Man muss einfach damit starten!“

„Eine Zeitung machen ist learning by doing. Das Üben im Seminar war super für die eigene Praxis.“

ReferentInnen:
Irene Steindl, Schreibtrainerin und freie Redakteurin
Gertraud Wiesinger, Sekretärin der GPA-djp Bildungsabteilung

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Die Zentralbetriebsratswahl (Doku)

Am 28.03. fand im Rahmen des GPA-djp Bildungsangebots das Seminar zum Thema „Die Zentralbetriebsratswahl“ statt.

Seltener als die Betriebsratswahl finden die Wahlen für einen Zentralbetriebsrat statt. Daher taucht oft vor Ablauf der Funktionsperiode die Frage auf, was zu tun und zu beachten ist. Mag. Karin Koller, Rechtschützerin der Region Wien, hat in diesem Seminar Antworten auf die Fragen der „Betroffenen“ parat. Sie klärt auf, wann ein ZBR gewählt werden und wer überhaupt kandidieren kann, was es mit dem Wahlvorstand auf sich hat, was vor und bei der Abwicklung der Wahl beachtet werden muss und Vieles mehr.

Unterlagen & Informationen zum Thema:

Die ZBR-Wahl und die Konzerndelegierung
Gesetzestext: Zentralbetriebsratswahl Konzernvertretung
ZBR-Rechner 11.6.2018

Weitere Infos auf der Betriebsräte-Plattform

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Mutterschutz, Karenz, Elternteilzeit und Kinderbetreuungsgeld (Doku)

Im Seminar der GPA-djp Bildungsabteilung „Mutterschutz, Karenz, Elternteilzeit und Kinderbetreuungsgeld“ nimmt Birgit Isepp, Regional- & Frauensekretärin der GPA-djp Wien, das Mutterschutz- und Väterkarenzgesetz sowie das Kinderbetreuungsgeldgesetz unter die Lupe.

Alle Aspekte rund um die Fragen, welche Herausforderungen und Pflichten sich für (werdende) Mütter und Väter – vor und nach der Geburt – ergeben, werden beleuchtet. BetriebsrätInnen bekommen wertvolle Kenntnisse vermittelt, um im Rahmen ihres betrieblichen Alltags gut beraten zu können. Ziel des Seminars ist es vor allem, mit den TeilnehmerInnen einen Blick für das „große Ganze“ zu entwickeln. Denn in ihren jeweiligen Betrieben sind BetriebsrätInnen die erste Anlaufstelle für werdende Mütter und Väter.

Es wurden die gesetzlichen Regelungen zum Thema Mutterschutz, Karenz, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld und Elternteilzeit behandelt. Außerdem wurde die Checkliste für die wichtigsten Termine und Fristen, nötige Behördengänge, zuständige Beratungsstellen und Möglichkeiten der Informationsbeschaffung für werdende Mütter und Väter vorgestellt.

Unterlagen und Links zum Thema:

Präsentationen aus dem Seminar:

Empfohlene Literatur:

Datenschutz im Betrieb regeln (Doku)

Seminarmaterialien, Flipchartprotokoll und weiterführende Hinweise/Links zum Seminar „Datenschutz im Betrieb regeln – Grundlagen des betrieblichen Datenschutzes“

In diesem dreitägigen Seminar widmen wir uns einer einführenden und umfassenden Auseinandersetzung mit dem betrieblichen Datenschutz. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei auf technischen, rechtlichen, betrieblichen und (betriebs-)politischen Aspekten dieses Themenfelds. Mit der Beschäftigung mit diesen Schwerpunkten verfolgen wir das Ziel Mitbestimmungserfordernisse beim Einsatz technischer Systeme im Betrieb zu klären und die Durchsetzungsfähigkeit für gute Regelungen im Sinne der Beschäftigten zu stärken.

Präsentationen (PDF-Download)
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Der gläserne Mensch – unsere Daten als Macht- und Wirtschaftsfaktor (Doku)

Das Seminar zu unseren Daten als Macht- und Wirtschaftsfaktor ist mittlerweile nicht mehr aus dem Bildungsprogramm der GPA-djp Bildungsabteilung wegzudenken. Es ist erklärtes Ziel der GPA-djp, die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung mitzugestalten. Der Untertitel dieses Seminars gibt diesbezüglich die Richtung vor, worum es geht: Datenschutz und Mitbestimmung in Zeiten von Facebook und Digitalisierung – im Seminar, als Betriebsrat und sowieso generell immer und überall. Bildung ist hier ein wichtiger Schlüssel, um zu sensibilisieren, aufzuklären und Wissen und Handlungskompetenz in einer zunehmen von Algorithmen und Datenverarbeitsungssystemen geprägten Welt zu erweitern – kurz, um den Alltagsverstand kritisch zu erneuern.

In der breiten Palette der Bildungsabteilung zu den Themen Datenschutz und Digitalisierung – mit dem Grundlagenseminar zu betrieblichem Datenschutz, dem praktischen Datenschutz am PC-Workshop, den spezialisierten Angebot z.B. zu SAP oder der EU-DSGVO – übernimmt das „Gläserner Mensch“-Seminar die Rolle, in der Tradition politischer Bildung das große Ganze in den Blick zu nehmen.

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Nach dem Krankenstand: Wiedereingliedern statt ausmustern (Doku)

Seit über einem Jahr ist das Gesetz zur Wiedereingliederungsteilzeit in Kraft.

Ziel dieser Maßnahme ist eine schrittweise Rückkehr in den Arbeitsprozess für Personen, die krankheitsbedingt länger ausgefallen sind. Durch die Wiedereingliederungsteilzeit soll die Arbeitsfähigkeit nach Rekonvaleszenz gestärkt und der längere Verbleib im aktiven Erwerbsleben sichergestellt werden.

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„Gewalt geht gar nicht“ (Doku)

„Gewalt am Arbeitsplatz ist eine Handlung, eine Begebenheit oder ein von angemessenem Benehmen abweichendes Verhalten, wodurch eine Person im Verlauf oder in direkter Folge ihrer Arbeit schwer beleidigt, bedroht, verletzt, verwundet wird“ (ILO)

 

Am 13. März 2019 lud die GPA-djp Bildungsabteilung zu einer Veranstaltung für BetriebsrätInnen und Mitglieder der GPA-djp ein. Das Thema der Veranstaltung lautete: „Gewalt geht gar nicht. Beschäftigte verdienen Respekt und Wertschätzung am Arbeitsplatz“.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, welche Reichweite und Brisanz dieses Thema in unserer Gesellschaft und der heutigen Arbeitswelt hat.

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