Schreiben für die Menschen im Betrieb

Die Bildungsabteilung der GPA-djp hat 2017 zwei Workshops mit ZeitungsmacherInnen veranstaltet. BetriebsrätInnen sind der Garant für Demokratie im Betrieb. Ein ganz wesentliches Merkmal für Demokratie ist das Recht seine Meinung zu äußern und dazu gehört seine/ihre Ideen, Gedanken und Überlegungen niederzuschreiben und zu veröffentlichen.
Lucia Bauer, Nina Dirnweber und Sandra Strobach ein Gewerkschaftsskriptum zum Thema Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben.

Auf den Punkt gebracht
Schreiben für die Gewerkschaftsarbeit

Download: Oeffentlichkeitsarbeit 02 – auf den Punkt gebracht

Die Arbeiterkammern – der verlängerte Arm der Gewerkschaften

In seinem kürzlichen Kommentar auf derStandard.at kritisiert Eric Frey, dass die Arbeiterkammer „in ihrer politischen Arbeit als ein verlängerter Arm der Gewerkschaft“ agiert. Das ist einigermaßen irritierend, denn genau das ist ein, wenn nicht der zentrale Zweck der Arbeiterkammer. Und dass dem so ist, erklärt sich auch aus der Entstehung der Arbeiterkammer, die gewissermaßen ein Kind der Gewerkschaften ist. Denn es waren die bereits in Gewerkschaften organisierten ArbeiterInnen, die die Arbeiterkammern als gesetzliche Vertretung der ArbeitnehmerInnen über lange Jahre gefordert – und schließlich auch erreicht – haben. (Eine kurze Chronik der Forderungen bis hin zur Gründung der Arbeiterkammern: 1848-1919: Die Vor­ge­schich­te, 1918-1933: Grün­dung & erste Erfolge.)

„Es sind die Gewerkschaften, die 1920 die Gründung der Arbeiterkammern erreichen, als Gegengewicht zur gesetzlichen Vertretung der Wirtschaft. Vieles, was in den ersten Jahren erkämpft wird, ist heute selbstverständlich.“ (Unsere Arbeiterkammer. Eine Reise durch das letzte Jahrhundert.)

„’Die Kammern für Arbeiter und Angestellte und die Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte sind berufen, die sozialen, wirtschaftlichen, beruflichen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu vertreten und zu fördern.‘ So lautet der § 1 des „Bundesgesetzes über die Kammern für Arbeiter und Angestellte und die Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte (Arbeiterkammergesetz 1992 — AKG)“. (Klaus-Dieter Mulley: Die Kammern für Arbeiter und Angestellte. AK/VÖGB-Skriptum, Wien 2016: ÖGB Verlag, Seite 8.)

Diese Fakten sind sowohl im Gesetz („Arbeiterkammergesetz“) als auch online, zum Beispiel auf der Webseite der Arbeiterkammer, für jede und jeden leicht nachzulesen. Wer also – wissentlich oder unwissentlich – die Zusammenarbeit von Arbeiterkammern und Gewerkschaften angreift, greift die Arbeiterkammer in ihrer ureigensten gesellschaftspolitischen Aufgabe an. Da hilft es wenig, wenn der Kommentator zuvor einige wichtige und richtige Darstellungen zu den Leistungen und zur gesellschaftlichen Rolle der Kammern (nicht nur der Arbeiterkammer) formuliert, um letztlich unter dem uninformierten Vorwand eines Reformbedarfs erst recht wieder die Arbeiterkammer ins Visier zu nehmen.

Wie hängen AK und Gewerkschaft aber eigentlich zusammen? Weiterlesen

99. Gründungstag der Republik Österreich

Anläßlich des Gründungstages der Republik Österreich ein Beitrag über Friedrich Hillegeist, wie die Gewerkschaftsbewegung 1938 die Republik vor den Nazis retten wollte.Link zur TV-Thek des ORF

Der kaufmännische Angestellte Friedrich Hillegeist (1895–1973) war einer der führenden Funktionäre der sozialdemokratischen Angestelltengewerkschaft in der Ersten Republik. Er schildert die Versuche des Schuschnigg-Regimes, in letzter Minute eine Annäherung an die bis dahin unterdrückte Arbeiterbewegung zu erreichen und die Bereitschaft der illegalen Linken gegen den Nationalsozialismus zu kämpfen. Nach 1945 war Hillegeist erster Obmann der Gewerkschaft der Angestellten und SPÖ-Nationalratsabgeordneter. Er gilt als Vater des „Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes“ (ASVG).

Sendung: Die Ideen des März. Eine Dokumentation von Helmut Andics

 

Internet und Digitalisierung – simulierte Demokratie?

Demokratie lebt von Beteiligung. Gleichzeitig stützen und nähren nicht alle Beteiligungsformen die Qualität und Funktionssicherheit von Demokratie. Neue Räume und Technologien, wie das Internet und die Digitalisierung, brauchen besondere Aufmerksamkeit und differenzierte Kritik. Dafür gibt diese Veranstaltung mit Fachinputs und Diskussionsmöglichkeiten Raum.

Datum: Freitag, 20. Oktober 2017, 16:00 – 20:00 Uhr

Ort: AK Niederösterreich, AK-Platz 1, 3100 St. Pölten

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Mutterschutz, Karenz, Elternteilzeit und Kinderbetreuungsgeld (Doku)

Im Seminar der GPA-djp Bildungsabteilung „Mutterschutz, Karenz, Elternteilzeit und Kinderbetreuungsgeld“ nehmen Birgit Isepp, Regional- & Frauensekretärin der GPA-djp Wien, sowie Mag. Ilona Amann, Rechtschutzsekretärin der GPA-djp Wien, das Mutterschutz- und Väterkarenzgesetz sowie das Kinderbetreuungsgeldgesetz unter die Lupe.

Alle Aspekte rund um die Fragen, welche Herausforderungen und Pflichten sich für (werdende) Mütter und Väter – vor und nach der Geburt – ergeben, werden beleuchtet. BetriebsrätInnen bekommen wertvolle Kenntnisse vermittelt, um im Rahmen ihres betrieblichen Alltags gut beraten zu können. Ziel des Seminars ist es vor allem, mit den TeilnehmerInnen einen Blick für das „große Ganze“ zu entwickeln. Denn in ihren jeweiligen Betrieben sind BetriebsrätInnen die erste Anlaufstelle für werdende Mütter und Väter.

Inhalte

Es wurden die gesetzlichen Regelungen zum Thema Mutterschutz, Karenz, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld und Elternteilzeit behandelt. Außerdem wurde die Checkliste für die wichtigsten Termine und Fristen, nötige Behördengänge, zuständige Beratungsstellen und Möglichkeiten der Informationsbeschaffung für werdende Mütter und Väter vorgestellt.

Weitere Informationen zum Thema:

– Materialien der GPA-djp zum Thema Kind und Beruf finden Sie hier!

– Informationen rund um Geburt und Kind der WGKK finden Sie hier!

– Weitere Informationen, Broschüren und nützliche Links zum Thema Karenz und Elternteilzeit finden Sie hier, auf der Webseite des Sozialministeriums.

Kinderbetreuungsgeld-Online-Rechner des Bundesministeriums für Familien und Jugend

Von der Vortragenden empfohlene Literatur:

Burger-Ehrnhofer/ Schrittwieser/ Thomasberger: „Mutterschutzgesetz und Väter-Karenzgesetz: Gesetze und Kommentare„. ÖGB-Verlag, 2013.
ISBN: 978-3-7035-1601-6

Marek Erika, Dr.: „Kinderbetreuungsgeld bis 28.2.2017 und ab 1.3.2017 mit Familienzeitbonus“. Weiss Verlag, ISBN: 978-3-902770-54-7