Die Betriebsratswahl (SE)

BR-WahlDie Betriebsratswahl ist gerade dreieinhalb Jahre her, und schon steht die nächste an.
Die letzte Wahl hatte zwar ihre Höhen und Tiefen, aber alles ist gutgegangen, niemand hat die Wahl angefochten. Zwischenzeitlich hat jedoch das Management gewechselt und der Wahlvorstandsvorsitzende der letzten fünf Betriebsratswahlen ist in Pension gegangen. Aus der Gerüchteküche hört man, dass es eine zweite Liste für den Wahlvorstand geben soll. Plötzlich werden alle erfolgreich erarbeiteten Routinen hinterfragt. Die Fragen, die sich jetzt stellen, hatte man über die Jahre aus dem Blick verloren, obwohl sie den Kern der Betriebsratswahl ausmachen: Weiterlesen

Überwinde die Flut! (ETUI-SE)

Ein ETUI-Seminar zu  den Einschränkungen der Gewerkschafts- und ArbeitnehmerInnenrechte in Europa. Hier hast du die Möglichkeit, dich mit den Verletzungen der Gewerkschafts- und ArbeitnehmerInnenrechte zu befassen:

  • Länderfälle und Ursachen zu  analysieren,
  • EGB-Kampagnen kennen zu  lernen,
  • Aktionen auf europäischer Ebene zu  entwickeln
  • und sich mit anderen GewerkschafterInnen zu vernetzen

Termin: 06. – 09. Februar 2018
Ort: Esher, UK
Arbeitssprachen: Englisch, Griechisch, Spanisch
Zielgruppe: GewerkschaftsfunktionärInnen und -sekretärInnen, die sich mit Organisierungs- und/oder Rechtsschutzfragen beschäftigen und WirtschaftsbereichsfunktionärInnen der GPA-djp.
Anmeldungen: bitte an  das ÖGB-Referat Bildung, Freizeit, Kultur bis spätestens 8. Jänner 2018 zu Handen von Koll. Isabell Ourny Tel.: 01/534 44-39247, E-Mail: isabelle.ourny@oegb.at – TN-Innen, die Mitglied der GPA-djp sind benötigen eine Bestätigung der Bildungsabteilung wegen der Übernahme der Kosten.

Weiter Informationen unter diesem Link
Anmeldeformular: ENROLMENT FORM 035

Jetzt bin ich Betriebsrat (Doku)

 

Begleitet von den TrainerInnen Sandra Steiner, BRV ATOS IT Solutions & Services, und Michael Schediwy-Klusek, Sekretär der Bundesgeschäftsführung der GPA-djp fand von 23. – 24.Okotber 2017 das Seminar „Jetzt bin ich Betriebsrat – Praktische Bausteine für die innerbetriebliche Interessensvertretung“ statt.

An Hand der eigenen Situation als BetriebsrätIn und der aktuellen Lage im Betrieb wurden die Möglichkeiten der Einflussnahme beginnend mit dem Abschluss eines Dienstvertrages bis zur möglichen Lösung des Dienstverhältnisses bearbeitet. Neben den Rechten und Pflichten von einzelnen BR-Mitgliedern und der BR-Körperschaft, wurden auch die in der Arbeitsverfassung geregelten Mitspracherechte und Gestaltungsmöglichkeiten behandelt. Der praktische Zugang und die Handlungsfelder, auch abseits der gesetzlichen Vorschriften, wurden in einer Mischung aus Theorie und praxisnahen Beispielen vermittelt. Hier wurden auch die verschiedenen Formen von Betriebsvereinbarungen und die allgemeinen, sozialen und personellen Befugnisse des Betriebsrates behandelt. Die BetriebsrätInnen setzten sich mit den Unterschiedlichkeiten von Kollektivverträgen, sozialpartnerschaftlichen Zusammenhängen und der Rolle ihrer Gewerkschaft GPA-djp auseinander.

Befugnisse Gesetzestext Gruppe 1
Befugnisse Gesetzestext Gruppe 2

Befugnisse Gesetzestext Gruppe 3

Befugnisse Gesetzestext Gruppe 4

BV Gesetzestext

FlipProtSemJetztBr17
ppt1Stufenbau17

ppt2 Mitwirkung BR Beginn DV

ppt3 BV

ppt4 Befugnisse

ppt5 KV Sozialpartnerschaft

Die Arbeiterkammern – der verlängerte Arm der Gewerkschaften

In seinem kürzlichen Kommentar auf derStandard.at kritisiert Eric Frey, dass die Arbeiterkammer „in ihrer politischen Arbeit als ein verlängerter Arm der Gewerkschaft“ agiert. Das ist einigermaßen irritierend, denn genau das ist ein, wenn nicht der zentrale Zweck der Arbeiterkammer. Und dass dem so ist, erklärt sich auch aus der Entstehung der Arbeiterkammer, die gewissermaßen ein Kind der Gewerkschaften ist. Denn es waren die bereits in Gewerkschaften organisierten ArbeiterInnen, die die Arbeiterkammern als gesetzliche Vertretung der ArbeitnehmerInnen über lange Jahre gefordert – und schließlich auch erreicht – haben. (Eine kurze Chronik der Forderungen bis hin zur Gründung der Arbeiterkammern: 1848-1919: Die Vor­ge­schich­te, 1918-1933: Grün­dung & erste Erfolge.)

„Es sind die Gewerkschaften, die 1920 die Gründung der Arbeiterkammern erreichen, als Gegengewicht zur gesetzlichen Vertretung der Wirtschaft. Vieles, was in den ersten Jahren erkämpft wird, ist heute selbstverständlich.“ (Unsere Arbeiterkammer. Eine Reise durch das letzte Jahrhundert.)

„’Die Kammern für Arbeiter und Angestellte und die Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte sind berufen, die sozialen, wirtschaftlichen, beruflichen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu vertreten und zu fördern.‘ So lautet der § 1 des „Bundesgesetzes über die Kammern für Arbeiter und Angestellte und die Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte (Arbeiterkammergesetz 1992 — AKG)“. (Klaus-Dieter Mulley: Die Kammern für Arbeiter und Angestellte. AK/VÖGB-Skriptum, Wien 2016: ÖGB Verlag, Seite 8.)

Diese Fakten sind sowohl im Gesetz („Arbeiterkammergesetz“) als auch online, zum Beispiel auf der Webseite der Arbeiterkammer, für jede und jeden leicht nachzulesen. Wer also – wissentlich oder unwissentlich – die Zusammenarbeit von Arbeiterkammern und Gewerkschaften angreift, greift die Arbeiterkammer in ihrer ureigensten gesellschaftspolitischen Aufgabe an. Da hilft es wenig, wenn der Kommentator zuvor einige wichtige und richtige Darstellungen zu den Leistungen und zur gesellschaftlichen Rolle der Kammern (nicht nur der Arbeiterkammer) formuliert, um letztlich unter dem uninformierten Vorwand eines Reformbedarfs erst recht wieder die Arbeiterkammer ins Visier zu nehmen.

Wie hängen AK und Gewerkschaft aber eigentlich zusammen? Weiterlesen

Die Betriebsratswahl (SE)

BR-WahlDie Betriebsratswahl ist gerade dreieinhalb Jahre her, und schon steht die nächste an.
Die letzte Wahl hatte zwar ihre Höhen und Tiefen, aber alles ist gutgegangen, niemand hat die Wahl angefochten. Zwischenzeitlich hat jedoch das Management gewechselt und der Wahlvorstandsvorsitzende der letzten fünf Betriebsratswahlen ist in Pension gegangen. Aus der Gerüchteküche hört man, dass es eine zweite Liste für den Wahlvorstand geben soll. Plötzlich werden alle erfolgreich erarbeiteten Routinen hinterfragt. Die Fragen, die sich jetzt stellen, hatte man über die Jahre aus dem Blick verloren, obwohl sie den Kern der Betriebsratswahl ausmachen: Weiterlesen