„Arbeit ist unsichtbar“

Picus Verlag

„Über die Macht der Kooperation, über weinende Arbeiter, übers Ausgebranntsein, über Arbeitsfreude und das Heimwerken: Ein Kompendium über gesellschaftliche, politische und psychosoziale Aspekte der Arbeit und des Arbeitens.
Das Wesentliche an der Arbeit ist unsichtbar: Die informellen Regeln am Arbeitsplatz sind ebenso unsichtbar wie die mit der Arbeit verbundenen Gefühle – und auch die Herkunft der Produkte ist unsichtbar geworden.
Diese Sammlung erzählt über die Welt der Arbeit: über Arbeitsstolz und emotionale Kompetenz, über Kooperation und Solidarität. Über Hierarchien und Effizienz, über Respekt und Identität und über die politische Geschichte der Arbeiterbewegung.
»Arbeit ist unsichtbar« ist das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Museum Arbeitswelt in Steyr.“ (Robert Misik / Christine Schörkhuber / Harald Welzer: Arbeit ist unsichtbar. Die bisher nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit. Wien 2018: Picus, Klappentext.)

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Arbeitszeitrecht – inkl. Arbeitszeitgesetz NEU (SE)

Bild: ÖGB Verlag

Neben der Straßenverkehrsordnung gehört das Arbeitszeitrecht vermutlich zu jenen Rechtsnormen, denen eine sehr breite Öffentlichkeit unterliegt. Und neben dem Straßenverkehrsrecht ist das Arbeitszeitrecht wohl gleichzeitig eine der am häufigsten übertretenen Rechtsnormen ohne dass der Übertreter Sanktionen zu befürchten hat. Gleichwohl ist das Arbeitszeitrecht ungleich komplexer als die StVO, insbesondere aufgrund der ab 1. September 2018 in Kraft tretenden gesetzlichen Änderungen.

Aus dem Arbeitszeitrecht erschließt sich grundsätzlich, welches Entgelt AN für ihre Arbeit zu erhalten haben.  Im betrieblichen Alltag kommt es nahezu täglich zu für den fachunkundigen Rechtsanwender nahezu unbeantwortbar erscheinenden Fragestellungen im Zusammenhang mit Arbeitszeit, sowohl für Arbeitnehmer als auch Betriebsräte aber auch Betriebsinhaber. Diesen Fragestellungen immanent ist fast immer, welchen Weisungen des Arbeitgebers müssen AN Folge leisten? Welche Arbeitszeitleistung ist wie zu entlohnen? Innerhalb welcher Frist muss die Entlohnung geltend gemacht werden? Welche Möglichkeiten zum Abschluss von Arbeitszeitvereinbarungen hat der Betriebsrat?

Datum: 22.-23.10.2018, Seminarzeiten: 1. Tag von 9:00-16:30 Uhr, 2 Tag von 9:00-16:30 Uhr
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien
Zielgruppe: Betriebsratsmitglieder, die Mitglied der GPA-djp sind und den Basiskurs I absolviert haben.

Seminarziele: Weiterlesen

Gleitzeit (SE)

Gleitende Arbeitszeit ist im Bereich der Angestellten wohl mittlerweile die gebräuchlichste Arbeitszeitvariante in Österreich. In der Rechtspraxis ist in diesem Zusammenhang regelmäßig festzustellen, dass sowohl beim Abschluss als auch in weiterer Folge bei der Anwendung von GLAZ ein nicht unbeträchtliches Ausmaß an rechtlicher Unkenntnis vorherrscht.

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FAQs zur „Arbeitszeitflexibilisierung“

Die Organisationen der Arbeitgeber, Wirtschaftskammer (WKO) und Industriellenvereinigung IV), nehmen derzeit viel Geld in Hand, um die „Flexibilisierung“ der Arbeitszeit zu bewerben. Mit den Werbekampagnen, sollen die Vorhaben der Regierung zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes, die im Wesentlichen die Umsetzung der Programme von WKO und IV, bedeuten unter Titeln wie „moderne Arbeitswelt“, „schöne neue Arbeitswelt“ schön reden. „Flexibilisierung“ setzen die Wirtschaftslobbys dabei schnell „mehr Freiheit“ gleich und behaupten „Freiwilligkeit“ bei Mehrarbeit der Beschäftigten oder auch, dass mit der Ausweitung der Arbeitszeit ein besseres Einkommen zu erwarten wäre. Alleine die Wirtschaftkammer hat sich ihre Kamapagne dazu laut Zeitungsberichten rund 500.000 Euro kosten lassen, um jede Menge Fakenews zu verbreiten – unter anderem per Video (54.000 Euro netto), das in kürzester Zeit so viel Spott von allen Seiten geerntet hat, sodass die Kampagne mittlerweile gestoppt wurde.

Bild: Kontrast.at

Zwar hat es die Regierung vermieden, den Initiativantrag zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes in den üblichen parlamentarischen Begutachtungsprozess zu schicken, dennoch gibt es bereits eine Vielzahl an Analysen, die die Behauptungen von Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Regierung über die Auswirkungen des Gesetzesvorhabens auf Herz und Nieren prüfen. ExpertInnen der GPA-djp haben das natürlich genauso getan – die Ergebnisse stellen wir im Folgenden als FAQs zu den wichtigsten Punkten zur Verfügung: Weiterlesen

NEIN zum 12-Stunden-Tag

Zurück ins 19. Jahrhundert? Nein zum 12-Stunden-Tag!

Wer über Zeit verfügt, herrscht! Wer an den Schrauben der Arbeitszeit dreht bestimmt über Gesundheit, Freizeit und Einkommen der arbeitenden Menschen. Der überwiegende Großteil der Menschen ist auf Erwerbsarbeit angewiesen, um sein Leben absichern und gestalten zu können. Entsprechend wird Arbeitszeit für Geld eingetauscht. Deshalb war es immer das Bestreben der Arbeitnehmerinnen, Arbeitszeit möglichst zu begrenzen, um Zeit für Familie, Sport, Vereinstätigkeiten, Kultur usw. oder einfach nur Muße zu haben. Und gleichzeitig war es den Arbeiterinnen und Arbeitern immer ein Anliegen, für die Zeit, die sie in der Arbeit verbringen, gute Entlohnung zu erhalten. Immer wieder ist es gelungen, Arbeitszeitregelungen und auch Arbeitszeitverkürzungen politisch zu erkämpfen und damit gesetzlich zu verankern.

Grafik: Welt der Arbeit

„Im 18. Jahrhundert griff der Staat mit dem Verbot von Kinderarbeit erstmals regulativ in die Arbeitsverhältnisse seiner Untertanen ein und machte damit die Lohnarbeiter zum Objekt staatlicher Politik. Davon war auch die Arbeitszeit betroffen. 1885 wurde der elfstündige Maximalarbeitstag in Fabriken eingeführt. Es war der Auftakt einer langen Erfolgsgeschichte der Arbeitszeitverkürzung, deren Meilensteine die Einführung der 48-Stunden-Woche 1919, jene der 40-Stunden-Woche 1975 und die stufenweise Ausweitung des Urlaubsanspruches auf fünf Wochen bis 1986 waren.“ (Franz Astleitner: Der Zwölf-Stunden-Arbeitstag – zurück ins 19. Jahrhundert? Wiener Zeitung 20.02.2017.)

Die Bundesregierung hat am 14.6.2018 einen Initiativantrag zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes und des Arbeitsruhegesetzes vorgelegt. Was darin als Arbeitszeitflexibilisierung bezeichnet wird, bedeutet in der betrieblichen Praxis nicht nur die Einführung des 12-Stunden-Tages, sondern bringt für ArbeitnehmerInnen eine Vielzahl von finanziellen und gesundheitsbezogenen Verschlechterungen. „Während bis dato maximal zehn Stunden am Tag gearbeitet werden darf, dürfen künftig auch eine 11. und 12. Stunde (als Überstunde) angeordnet werden. Anstatt 50 Stunden in der Woche, darf der Arbeitgeber 60 Stunden Arbeit verlangen.“ (Susi Haslinger: 12-Stunden-Tag – Mit Vollgas hundert Jahre zurück…, A&W-Blog 15.06.2018.)

Die Märchen der Industriellenvereinigung  Weiterlesen