Faire All In-Verträge gemeinsam durchsetzen! (WS)

All-in-Verträge gewinnen in unterschiedlicher Ausprägung und unter verschiedenen Namen eine immer größere Bedeutung. Für Fach- und Führungskräfte sind All In-Verträge fast schon Standard, aber zunehmend werden sie auch schon in mittleren Qualifikationsebenen angeboten – und unterschrieben.

Termin: 18.-19.10.2017 (1. Tag 10:00 bis 16:30 Uhr, 2. Tag 09:00 bis 16:00 Uhr)
Ort: ÖGB, 1020 Wien Johann Böhm Platz 1 (SR Anna Boschek)
Zielgruppe: Betriebsratsmitglieder, die Mitglied der GPA-djp sind und den GPA-djp Basiskurs I absolviert haben.

Wir wollen diesen zweitägigen Workshop nutzen, um Weiterlesen

Was denken die Angestellten? (5/10)

Eine Befragung von Handels- und Bankenbeschäftigten zu Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Entwicklungen

5. ENTGRENZUNG VON ARBEIT

Bild: GPA-djp, fotolia.com

Yma Gärber, Melanie Frötscher

Entgrenzung ist ein weit verbreitetes Phänomen in der heutigen Arbeitswelt. Ein gutes Beispiel ist die Zunahme des sogenannten „Home-Office“ und die damit einhergehende Selbstverantwortlichkeit für die eigene Arbeitszeit bei gleichzeitig notwendiger, permanenter Erreichbarkeit, etwa am Handy oder durch das Lesen von arbeitsbezogenen Mails zu jeder Tages- und Nachtzeit.

In der Sozialwissenschaft wird das Phänomen der Entgrenzung wie folgend definiert: „Wenn in der Lite- ratur von der Entgrenzung der Arbeitszeit die Rede ist, ist damit in der Regel die Aufweichung der soge- nannten Normalarbeitszeit (40-Stunden-Woche) sowie eine Flexibilisierung und Verlängerung von Arbeits- zeit gemeint. […] die Arbeitszeiten [nehmen] in Teilbereichen stark [zu] es [kommt] zu einer Vermischung zwischen Arbeitszeit und Freizeit, weil Beschäftigte Arbeit mit nach Hause nehmen oder zumindest phasen- weise zu Hause arbeiten, oder einfach nur, weil sie auch innerhalb ihrer Freizeit für ihren Arbeitgeber erreichbar sind“ (Eichmann/Hermann 2004, S. 8). Weiterlesen

Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Entwicklungen: was denken die Angestellten? (WS)

Seit einigen Jahren führt die GPA-djp Bildungsabteilung in Kooperation mit der Universität Wien Lehrveranstaltungen für Studierende durch. In einer aktuellen Lehrveranstaltungskooperation haben wir die Angestellten im Handel und in Banken über ihre Arbeitsrealität, ihre Einschätzung von Arbeitsbedingungen sowie ihre Einstellungen zu gesellschaftlichen Veränderungen mittels Fragebogen befragt. Viele BetriebsrätInnen in diesen Wirtschaftsbereichen haben uns dabei unterstützt, die Beschäftigten zu erreichen. Letztlich haben über 800 Personen an der Befragung teilgenommen.

Neben dem Kontakt mit BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen geht es bei der aktuellen Lehrveranstaltung auch darum, sich forschend mit Veränderungen in der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Arbeitsbedingungen in den Betrieben (Fragen zu Arbeitszeit, zu Leistungsdruck, zu „Digitalisierung“ etc.) aktuell verändern und wie sich das auf die Angestellten und ihre Sichtweisen (z.B. gesellschaftspolitische Einstellungen, Zukunftserwartungen etc.) auswirkt. Die Ergebnisse der Befragung sind daher auch über die beiden Branchen hinaus von Interesse, da sich überall sehr ähnliche Fragen stellen.

Die Fragebogenerhebung wurde mit Ende Februar 2017 abgeschlossen, derzeit werden die Daten ausgewertet. Die ersten Ergebnisse werden bis Mitte Juni in Form von kurzen Artikeln – sowohl hier im Blog als auch in Broschürenform – und später noch ausführlicher in einem Bericht veröffentlicht. Zusätzlich wollen wir die Untersuchungsergebnisse im Rahmen dieses Workshops präsentieren und mit BetriebsrätInnen diskutieren.

Termin: 22.06.2017, 16:00-18:30 Uhr
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien, Seminarraum 11A/B
Zielgruppe: BetriebsrätInnen, die Mitglied der GPA-djp sind

Workshopziele: Weiterlesen

Arbeitszeitrecht (SE)

AZVNeben der Straßenverkehrsordnung gehört das Arbeitszeitrecht vermutlich zu jenen Rechtsnormen, denen eine sehr breite Öffentlichkeit unterliegt. Und neben dem Straßenverkehrsrecht ist das Arbeitszeitrecht wohl gleichzeitig eine der am häufigsten übertretenen Rechtsnormen ohne dass der Übertreter Sanktionen zu befürchten hat. Gleichwohl ist das Arbeitszeitrecht ungleich komplexer als die StVO.

Aus dem Arbeitszeitrecht erschließt sich grundsätzlich, welches Entgelt AN für ihre Arbeit zu erhalten haben.  Im betrieblichen Alltag kommt es nahezu täglich zu für den fachunkundigen Rechtsanwender nahezu unbeantwortbar erscheinenden Fragestellungen im Zusammenhang mit Arbeitszeit, sowohl für Arbeitnehmer als auch Betriebsräte aber auch Betriebsinhaber. Diesen Fragestellungen immanent ist fast immer, welchen Weisungen des Arbeitgebers müssen AN Folge leisten? Welche Arbeitszeitleistung ist wie zu entlohnen? Innerhalb welcher Frist muss die Entlohnung geltend gemacht werden? Welche Möglichkeiten zum Abschluss von Arbeitszeitvereinbarungen hat der Betriebsrat?

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Der Zwölf-Stunden-Arbeitstag – zurück ins 19. Jahrhundert? 

Franz Astleithner präsentiert bei der Einleitung seines Gastkommentars in der Wiener Zeitung  die These

Die Verkürzung der Arbeitszeit geriet im Gegensatz zur Flexibilisierung ins Stocken.

Die Einführung flexiblerer Arbeitszeiten ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wünschen sich viele Beschäftigte flexiblere Arbeitszeiten und sie können tatsächlich zu einer Steigerung der Arbeitszufriedenheit führen, gleichzeitig bergen sie aber auch viele Gefahren. In diesem Artikel widmet er sich

  • der Geschichte der Arbeitszeitentwicklung
  • Auswirkungen der Flexibilisierung auf Männer und Frauen
  • den gesundheitsschädlichen Aspekten der AZ-Verlängerung
  • den geschlechtsspezifischen Aspekten der Flexibilisierung

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