Bildung, nicht Geld, verlängert Leben

WU-Forscher widerlegen eine alte Weisheit: Nicht steigendes Pro-Kopf-Einkommen sorge für höhere Lebenserwartung, sondern gute Ausbildung.
Was sind die Lehren für die Politik?

Es klang so plausibel, fast schon trivial: Mit wachsendem Wohlstand ernähren sich die Menschen gesünder und können sich eine bessere medizinische Versorgung leisten. Steigender Lebensstandard bewirkt eine höhere Lebenserwartung: Davon ging die Wissenschaft bisher aus. Aber dieses Dogma haben zwei in Österreich tätige Forscher nun zum Einsturz gebracht: Bessere Bildung ist es, die beides kausal bewirkt – sowohl längeres Leben als auch mehr Wohlstand. Zu diesem Ergebnis kommen Wolfgang Lutz und Endale Kebede, nach der Analyse von Daten aus 174 Ländern von 1970 bis 2015. Der Demograf und der Ökonom arbeiten an der WU Wien und am IIASA (Internationales Institut für Angewandte Systemanalyse) in Laxenburg.

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Qualität ist kein Zufall

Tagung: Qualität ist kein Zufall. Qualität in Bildungsorganisationen: Aus der Praxis lernen.

am 22. März 2018, 9.30-13.00 Uhr (Registrierung ab 09:00 Uhr)
in der Arbeiterkammer Wien, Plößlgasse 2, 1040 Wien, 6. Stock, Vortragssaal

Bild: Elisabeth Steinklammer

Qualitätsvolle Bildungsarbeit fällt weder vom Himmel noch kann sie einfach vorausgesetzt werden. Es können auf Organisationsebene zahlreiche Maßnahmen gesetzt werden, um eine gelebte Kultur der Qualität zu entwickeln und zu leben. In der ersten „Qualität ist kein Zufall“-Tagung 2017 stand die Qualitätssicherung in Bildungsangeboten und -prozessen im Mittelpunkt. In der zweiten Auflage der Tagung 2018 beschäftigen wir uns mit Maßnahmen, die auf Organisationsebene, also im Bildungsmanagement, gesetzt werden können.

In ihrer Keynote gibt Maria Gutknecht-Gmeiner einen Überblick über Maßnahmen der Qualitätsentwicklung in Bildungsorganisationen. Im Anschluss präsentieren und diskutieren VertreterInnen von drei Organisationen aus unterschiedlichen Bildungssektoren ihren Qualitäts-Ansatz: der Frauenstiftung Steyr (Gewinnerin des Staatspreises für Erwachsenenbildung 2017, Kategorie: Qualitätsentwicklung), der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), und der Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus. Die Diskussion bietet auch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch der TeilnehmerInnen untereinander.

Der Austausch der TeilnehmerInnen untereinander ist dabei eines der erklärten Ziel der Tagung.

Programm (PDF) Weiterlesen

Arbeit: Wer sucht, der findet?

Tagung: „Wer sucht, der findet? Anpassungsbedarf und Matching am Arbeitsmarkt“

am 12. April 2018, 09:30-13:00 Uhr
im ÖGB Catamaran, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2-Station „Donaumarina“)

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Im Rahmen einer gemeinsamen jährlichen Fachtagung (Rückblick: 2014, 2015, 2016, 2017) widmen sich das Forschungsinstitut abif, das AMS Österreich und die GPA-djp Bildungsabteilung aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt und mit diesen zusammenhängenden Bildungsfragen, insbesondere mit arbeitsmarktpolitischem und betrieblichem Fokus.

Bei der diesjährigen Tagungskooperation widmen wir uns einem aktuellen Thema im Zusammenhang mit aktiver Arbeitsmarktpolitik: den Bedingungen, Mechanismen und Problemstellen des Suchens und Findens von Arbeit im Verhältnis zwischen ArbeitgeberInnen und Erwerbslosen. (Programmdetails siehe unten! Direkt zur Anmeldung mit diesem Link!)

Das Tagungsthema: Matching und Mismatch am Arbeitsmarkt Weiterlesen

„Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung“ – ein Aufruf in eigener Sache

Wir arbeiten derzeit an einem kleinen aber feinen Spezialprojekt, für das wir kurzentschlossene Unterstützerinnen suchen, und zwar: wir werden die Tätigkeiten der GPA-djp Bildungsabteilung, unsere Herangehensweise und unsere Tätigkeiten der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit im Rahmen eines kurzen Films darstellen. Für den Dreh von Seminarszenen laden wir BetriebsrätInnen ein in die – vielen ohnehin bekannte – Rolle von SeminarteilnehmerInnen zu schlüpfen.

Was bedeutet das konkret? Weiterlesen

Was denken die Angestellten? (8/10)

Eine Befragung von Handels- und Bankenbeschäftigten zu Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Entwicklungen

7. SOZIALE VERUNSICHERUNG

Bild: GPA-djp, fotolia.com

Johannes Buggelsheim, Monika Pock, Bernhard Silberbauer

Verunsicherung ist ein Schlagwort, das immer wieder in österreichische Medien vorkommt, sei es in Bezug auf die Entwicklung der Wirtschaftslage, am Arbeitsmarkt oder in Zusammenhang mit politischen Entwicklungen und Entscheidungen. Doch was ist eigentlich unter Verunsicherung zu verstehen? Man kann Verunsicherung als einen Zustand verstehen, der durch eine andere Person oder durch einen Umstand herbeigeführt wird. Zwar kann man sich selbst auch verunsichern, doch sind es meist äußerer Umstände, die diesen Zustand beeinflussen. Des Weiteren kann eine Person nur verunsichert sein, wenn sie schon einmal Sicherheit verspürt hat. Erst danach können Umstände dazu führen, dass man sich verunsichert fühlt (vgl. Humar 2016, S.23-24). Weiterlesen