6. Internationales Alfred-Dallinger-Symposium

„Schule ist keine Insel“ – von 16. bis 17. November 2016 findet in Wien das 6. Internationale Alfred-Dallinger-Symposium statt

alfred-dallinger-symposium-titelbild

Seit 2003 wird das Internationale Alfred-Dallinger-Symposium, das sich in mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen dem Themenfeld Bildung und Bildungspolitik widmet, von der Arbeiterkammer Wien, dem Stadtschulrat für Wien, der Pädagogischen Hochschule Wien, dem ÖGB und der GPA-djp veranstaltet.

Im Zentrum der sechsten Ausgabe des Symposiums steht die Frage wie Bildungseinrichtungen in ihr soziales und regionales Umfeld eingebettet sind. Im Besonderen soll das Symposium einen wertvollen Beitrag zur Zusammenarbeit von Schulen mit außerschulischen Partnern, regionalen Verwaltungen und anderen Bildungseinrichtungen von Kindergärten und Elementarpädagogik über Schulsozialarbeit bis zur Freizeitpädagogik leisten. Dazu sprechen unter anderem folgende ReferentInnen:

  • Oskar Negt
  • Angela Million
  • Klaus-Jürgen Tillmann
  • Niki Glattauer
  • Simone Breit

Neben diesen Beiträgen gibt es wieder die Möglichkeit, sich in einer Vielzahl von Workshops der Vertiefung eigener Interessensgebiete im Themenbereich Bildung – Lernen – Schule zu widmen.

Termin: 16. und 17. November 2016
Ort: AK Bildungszentrum, Großer Saal Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

PROGRAMM (PDF): Weiterlesen

Fachtagung Bildung – „Lernen! Können! Nutzen?

ak-noeZur Sichtbarkeit und Anerkennung von Kompetenzen“

Die Tagung soll mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen namhafter ExpertInnen nationale und internationale Beispiele für die Sichtbarmachung von Kompetenzen aufzeigen und eine Auseinandersetzung über ihren Nutzen in Gang bringen. Besonders freuen wir uns auf die Keynote von Dr. Ottmar Döring, der in Deutschland als Leiter der IQ Fachstelle „Beratung und Qualifizierung“ prominent an der Entstehung des Anerkennungsgesetzes mitgewirkt hat, sowie auf das Eröffnungsstatement von Bildungsministerin Mag. Dr. Sonja Hammerschmid.

Weiterlesen

Österreich: mit „Trick 17“ zum Land der BildungsaufsteigerInnen

Oder: Warum man Think Tanks kein Vertrauen schenken sollte

„Unseren Kindern soll es einmal besser gehen“ – vor allem durch bessere Bildung

Wir alle kennen ihn, diesen Spruch von Eltern: „Meinen Kindern soll es einmal besser gehen als es uns gegangen ist.“ Vielfach wird mit diesem Anliegen auch das Ziel gleich gesetzt, dass die Kinder eine besser Ausbildung erhalten bzw. einen höheren Schulabschluss machen sollen, als die Eltern das konnten. Dass es sich dabei um ein wichtiges und legitimes Anliegen von Eltern handelt, wird niemand bestreiten, insbesondere niemand, der/die selbst Kinder hat. Es stellt sich also die Frage, wie es um die Umsetzung bzw. um die Möglichkeiten der Verwirklichung dieses Anliegens bestellt ist. Um darauf eine Antwort zu geben, die nicht nur einige subjektive Erfahrungen widerspiegelt, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse und damit die Betroffenheiten der Bevölkerung in ihrer Gesamtheit betrachtet, werden statistische Untersuchungen durchgeführt.

Österreich: Starke Bildungsvererbung

Ein wesentliches Ergebnis international vergleichender Studien zu dieser Frage: Im Durschnitt der OECD-Länder übertreffen 32 Prozent der 25- bis 34-Jährigen den Bildungsabschluss ihrer Eltern (davon 22 Prozent mit einem Studium, zehn Prozent mit einer Matura). In Österreich trifft dies hingegen nur auf 21 Prozent zu: „Dies ist einer der niedrigsten Werte der OECD-Länder“, heißt es im Österreich-Report der breit angelegten OECD-Bildungsstudie “Education at a Glance” („Bildung auf einen Blick“), die Ende November 2015 veröffentlicht wurde. (Siehe dazu auch: „‚Bildung auf einen Blick 2015‘: Warum die AkademikerInnen-Quote plötzlich um 10%-Punkte in die Höhe schoss“)

Neoliberaler „Trick 17“: soziale Ungleichheit verschleiern Weiterlesen

Bei der Weiterbildung mitbestimmen – am Lernort Betrieb!

bildung - wer kämpftDie kürzlich abgehaltene Regierungsklausur brachte ein „6-Punkte-Programm zur Bildung“ als ein Ergebnis hervor. Darin enthalten ist auch die Verlängerung einer Maßnahme, die ganz besonders auf Bildung für ArbeitnehmerInnen abzielt: die „Initiative Erwachsenenbildung“, die es Erwachsenen ermöglichst, den Pflichtschulabschluss kostenlos nachzuholen, wird in den nächsten drei Jahren fortgeführt. Das erklärte Ziel der Initiative ist es, den Anteil an gering qualifizierten Personen im erwerbsfähigen Alter nachhaltig zu senken und das Qualifikationsniveau der Bevölkerung zu erhöhen. Die Umsetzung dieser Maßnahme zu Beginn des Jahres 2012 bedeutete die Erfüllung einer langjährigen Forderung von Gewerkschaften und Arbeiterkammer. Dennoch: wenn es um das Thema Bildung geht, denken viele zunächst und vor allem an „Baustellen“ und notwendige Reformen. Weiterlesen

Doppelt Benachteiligt: die Situation von MigrantInnen in Österreichs Schulen

Mevlüt Kücükyasar schreibt in einem Artikel in der Arbeit und Wirtschaft

Dass das österreichische Bildungssystem in höchstem Masse selektiv ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Bildung ist hierzulande ein Erbgut und wird von den Eltern an die Kinder weitergegeben.
Neben dem sozioökonomischen Hintergrund der Familie lässt sich etwas mehr als die Hälfe der Leistungsunterschiede der Kinder im Schulsystem mit dem Migrationshintergrund der Eltern erklären.