„Die erste im Büro und auch die Letzte“

„Die erste im Büro und auch die Letzte
Egal was sie macht, sie ist die Beste
Sie ist ein Vorbild für die Firma
War es auch schon immer und wird es immer sein
Nur fühlt sie sich allein, weil sie hackelt jeden Tag
Und hat keine Freizeit, früher war das egal aber
Mittlerweile ist sie Mitte dreißig und findet es richtig…“ (Scheibsta & die Buben: Gerda)

In Österreich werden pro Jahr mehr als 250 Millionen Überstunden geleistet. 54 Millionen davon werden nicht in Geld oder Zeit abgegolten.

„Es geht um den Streit zwischen Kapital und Arbeit, wer über die Arbeits- und Lebens-Zeit der Träger der Arbeitskraft verfügt. Dieser Konflikt ist ein Kernkonflikt der kapitalistischen Moderne. Und das ist kein Zufall, denn: Wer über Zeit verfügt, herrscht.“ (Hans-Jürgen-Urban: [Arbeits-]Zeit – Schanier zwischen Arbeit, Leben und Gesundheit. Konturen eines humanen Arbeitszeitregimes. In: Lothar Schröder / Hans-Jürgen-Urban [Hrsg.]: Gute Arbeit. Streit um Zeit – Arbeitszeit und Gesundheit. Frankfurt/M. 2017: Bund Verlag, Seite 35-53, Seite 35.)

Mehr Informationen, Daten und Materialien zum Thema Arbeitszeit und Arbeitszeitrecht findet ihr in unserer Seminardoku „Arbeitszeitrecht“.

„Steuertricks der Konzerne, Steueroasen und Vermögensverteilung in Österreich“ (WS)

Nicht nur die „Panama Papers“, sondern auch „Lux Leaks“ zeigte, dass multinationale Konzerne durch augesklügelte Unternehmenskonstrukte großflächig Steuerzahlungen vermeiden. Diese Modelle dienen v.a. dazu den Gewinn (innerhalb des Konzerns) zwischen Tochterunternehmen länderübergreifend solange hin und her zu schieben, bis davon auf dem Papier nichts bzw. wenig übrig bleibt. Diesen Restposten als Gewinn machen sie in einem Niedrigsteuerland geltend, um möglichst wenig an Steuern zu zahlen. Diese Praxis wird als „aggressive Steuerplanung“ bzw. „profit shifting“ bezeichnet.

Im ersten Block des Workshops bilden die Steuervermeidungsstrategien von multinationalen Konzernen den Schwerpunkt. Dabei werden folgende Fragen behandelt:
Weiterlesen

Liebe in Zeiten des Kapitalismus

Unsere Gesellschaft in zehn Thesen
Misik, Robert – Brandstätter Verlag, ISBN 978-3-7106-0132-3
Preis: 19,90 EUR – Bestellung im ÖGB-Verlag

Wie funktioniert die Liebe in Zeiten des Kapitalismus? Warum sehnen wir uns nach Sicherheit? Was wird uns die Zukunft bringen? An welchen Gott wollen wir noch glauben? Warum finden wir Geiz geil? Was bedeutet uns Freiheit? Welche Konsequenzen hat Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung? Weiterlesen

„Steuertricks der Konzerne, Steueroasen und Vermögensverteilung in Österreich“ (WS)

Nicht nur die „Panama Papers“, sondern auch „Lux Leaks“ zeigte, dass multinationale Konzerne durch augesklügelte Unternehmenskonstrukte großflächig Steuerzahlungen vermeiden. Diese Modelle dienen v.a. dazu den Gewinn (innerhalb des Konzerns) zwischen Tochterunternehmen länderübergreifend solange hin und her zu schieben, bis davon auf dem Papier nichts bzw. wenig übrig bleibt. Diesen Restposten als Gewinn machen sie in einem Niedrigsteuerland geltend, um möglichst wenig an Steuern zu zahlen. Diese Praxis wird als „aggressive Steuerplanung“ bzw. „profit shifting“ bezeichnet.

Im ersten Block des Workshops bilden die Steuervermeidungsstrategien von multinationalen Konzernen den Schwerpunkt. Dabei werden folgende Fragen behandelt:
Weiterlesen

Eine Branche schrumpft sich groß

Die Konzerne treiben die Industrialisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Acker bis zur Ladentheke voran.

Bayer will Monsanto kaufen und zum
weltgrößten Hersteller von Agrarchemikalien werden.

Die gesellschaftlich relevante Frage „Wann ist groß eigentlich zu groß?“ ist nicht leicht zu beantworten. Die Umsetzung ökologischer und sozialer Werte wie Menschenrechte, Arbeitsrechte, Klima- oder Umweltschutz hängt nicht unbedingt an der Größe eines Unternehmens. Aber in vielen Bereichen des Agrar- und Lebensmittelsektors haben einzelne Akteure durch ihre Marktmacht auch viel Gestaltungsmacht und politischen Einfluss.

Die Daten Fakten zur Lebensmittelindustrie und den Konzernatlas findest du hier