10 Jahre Finanzmarktkrise

10 Jahre Finanzcrash – Krise des Systems dringt weiter vor

CC BY-NC 2.0 Christian Voigt

„Die Insolvenz der viertgrößten Investmentbank der Welt brachte das globale Finanzsystem ins Wanken. Ein Beben, dessen Schockwellen die weltweit größte Rezession seit der Großen Depression von 1929 auslöste.“ (Ö1 – Epizentrum Wallstreet. 10 Jahre Finanzcrash) In der Nachbetrachtung können die Geschehnisse des Jahres 2008, der Ausbruch der Krise des globalen Finanzsystems, als eines der wichtigsten Ereignisse der jüngeren Geschichte bezeichnet werden. Sie führte dazu, dass die Krise des globalen Kapitalismus, die im „globalen Süden“ schon lange wütete, ins Zentrum vorrückte. Und so waren die Schockwellen, die der Financrash 2008 auslöste, waren bald auch in Europa bzw. ganz konkret auch in Österreich als Wirtschaftskrise spürbar.

„Die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise werden für immer mehr Menschen spürbar. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Hiobsbotschaften über Firmenzusammenbrüche und Rekordzahlen bei der Arbeitslosigkeit. Zur Tagesordnung kann niemand mehr übergehen. Die bisherigen Wirtschaftsstrukturen, die uns in diese Krise geführt haben, müssen neu gestaltet werden, auch wenn manche immer noch glauben, man könne danach einfach so weitermachen wie bisher. […] Die von den Unternehmen angesichts der Krise geforderten Gehalts- und Lohnkürzungen gestalten die aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen äußerst schwierig. Für uns ist klar: Lohn- und Gehaltsdumping ist wirtschaftlich der falsche Weg. Es würde die Krise prolongieren und die Spirale nach unten weiter beschleunigen. Daher verlangen wir gerade jetzt faire Kollektivvertragsabschlüsse für alle Branchen. Sollten die Arbeitgeber das verweigern, wird es in der Öffentlichkeit ein kräftiges Zeichen des Protests geben.“ (GPA-djp Kompetenz, Ausgabe 5-6/2009, Seite 3.)

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Rechtsextrem-Symbole-Codes-Musik-Gesetze-Organisationen

Christa Bauer/Willi Mernyi
98 Seiten // 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage
Reihe: Zeitgeschichte // ÖGB-Verlag 2017
ISBN 978-3-99046-195-2 19,90 EUR
Bestellung im ÖGB-Verlag

Bundesweit stiegen rechtsextreme und rassistische Straftaten massiv an. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl dieser Straftaten mehr als verfünffacht. Die aktuellen Zahlen des Innenministeriums zeigen, dass es auch im Jahr 2016 bundesweit zu einem weiteren Anstieg gekommen ist.

In der rechtsextremen Szene hat ein Wandel stattgefunden. Die Kleidung wird „cooler“ – modische Accessoires und Mainstream-Produkte versus Schläger-Outfits. Mit jugendkulturellen Codes auf der Kleidung, deren Bedeutung in der Regel nur in der Szene bekannt ist, outet man sich szeneintern.  Weiterlesen

Was ist Rechtspopulismus und wie wirkt er? (SE)

Wie der Rechtspopulismus Politik und Gesellschaft nach rechts rückt und was das für ArbeitnehmerInnen und Gewerkschaften bedeutet

Während rechtspopulistische Parteien und Bewegungen mit fremdenfeindlichen Aussagen und klar antidemokratischer Ausrichtung in ganz Europa Erfolge feiern, nehmen nicht nur in Österreich auch rechtsextreme und rassistische Straftaten zu. „Rechtsextreme und rassistische Straftaten steigen seit den letzten Jahren bundesweit an. 2013 wurden um 175 Prozent mehr Delikte in Österreich verzeichnet als noch 2005. Darüber hinaus werden sie immer brutaler und gewalttätiger. Die rechte Szene bedient sich
neuer Codes auf der Suche nach neuen Zielgruppen.“*

Doch Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Europaskepsis sind keine Randthemen mehr, sondern längst in der Mitte der Gesellschaft angelangt – sie sind damit in der ArbeitnehmerInnenschaft verankert und auch in den Betrieben spürbares Thema. Dabei lehrt uns die Geschichte eines: Dort wo dieses Gedankengut an Fahrt aufnimmt, werden schnell die Gewerkschaftsbewegung und damit die Rechte der ArbeitnehmerInnen bedroht – zunächst jene bestimmter Herkunft und bald jene aller Arbeitenden. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat der ÖGB hat eine klare Beschlusslage zu rechtsextremen Organisationen und Parteien und eine lange Tradition in antifaschistischen Aktivitäten. Doch was ist „rechts“, was ist „rechtspopulistisch“ und welchen Unterschied machen Unterscheidung wie diese?

In diesem Seminar beschäftigen wir uns unter anderem mit den Fragen, wie sich (Rechts-)Populismus definieren lässt und wo es Anknüpfungspunkte zum Rechtsextremismus gibt. Wir bieten Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch, um den Blick für Rechtspopulismus und rechtpopulistische Tendenzen im (betrieblichen) Alltag zu schärfen.

Termin: 08.06.2017, 09:00 bis 16:00 Uhr
Ort: ÖGB-Catamaran, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien, Raum „Amalie Seidel“
Zielgruppe: Mitglieder der GPA-djp sowie insbesondere BetriebsrätInnen, die Mitglied der GPA-djp sind.

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Gewerkschaften für ein offenes und solidarisches Europa (Doku)

Rechts aussenDokumentation der Veranstaltung von 2. bis 4. Dezember 2015 im Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien. Erich Foglar sagt im Vorwort zur Seminarokumentation:

Die Geschichte lehrt uns außerdem eines: Dort wo Rechtsextremismus an Fahrt aufnimmt, werden mitunter als allererstes die Gewerkschaftsbewegung und damit die Rechte der Arbeitnehmerinnen bedroht. Wir vertreten Werte, die rechtsextremen Ideologien diametral gegenüberstehen. Während Rechtsextreme versuchen, mit Gewalt die Gesellschaft zu spalten, wollen wir Gewerkschaften eine demokratische, friedliche, soziale und solidarische Gesellschaft. Insbesondere angesichts der aktuellen Asylsituation dürfen wir Gewerkschaften nicht zulassen, dass Menschen auf der Flucht zu Sündenböcken für wirtschaftliche und soziale Probleme gemacht werden.

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Dschihadismus und Rechtsextremismus (VÖGB-WS)

VÖGBEin Angriff auf unsere demokratische Grundordnung aus zwei Richtungen?
Termin: 30.03.2016 von 10:00-16:00 Uhr
Ort: Bildungszentrum der AK Wien; Theresianumgasse 16-18; 1040 Wien
Anmeldung: über die Homepage des VÖGB

Auf den ersten Blick trennt Dschihadisten und Rechtsextremisten eine wechselseitige Feindschaft. Auf den zweiten Blick offenbaren sie aber charakteristische Gemeinsamkeiten.
Ebenso wie der Rechtsextremismus eingebettet ist in rechtskonservative, autoritäre politische Strömungen – und sich doch von diesen abhebt –, trifft dies auf den Dschihadismus zu. Beiden gemeinsam ist der Kampf gegen unsere demokratische Grundordnung. Weiterlesen