Die österreichische Sozialversicherung (WS)

Ein Einblick in das System der sozialen Absicherung und seine Hintergründe

Die Sozialversicherung umfasst drei Sparten: Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung. Für den Fall des Eintrittes von bestimmten Ereignissen, den sogenannten Versicherungsfällen (z.B.: Krankheit, Unfall, Mutterschaft, Alter etc.) soll durch das System der Sozialversicherung vorgesorgt werden. Da Menschen auf sich alleine gestellt solche Lebenssituationen nicht bewältigen können, sondern unterschiedlichste Formen der Unterstützung brauchen, wurde die (Sozial-)Versicherung geschaffen. „Sozial“ deshalb, weil diese Versicherung von allen Erwerbstätigen getragen wird und weil sie für alle (egal ob reich oder arm, jung oder alt) geschaffen wurde.

Im Zusammenhang mit der Sozialversicherung geistern in der Öffentlichkeit eine Menge Begriffe herum, wie zum Beispiel „Selbstverwaltung“, „Pflichtversicherung“, „Antragsprinzip“ und viele andere mehr. Meist werden sie zwar erwähnt bzw. wird über diese Sachverhalte gesprochen, doch wird kaum erklärt, was sich hinter all diesen Begriffen genau versteckt.

Aufgrund des Vorgehens der amtierenden Regierung wird aber auch klar: „Die Sozialversicherung ist ein Spielball der Politik“. Die Diskussion über die Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen, die Sparvorgaben bei der AUVA oder Inhalte und Aufgaben der Sozialversicherung überhaupt, zeigt uns, dass es sich bei dem Thema SV um ein wichtiges, hochpolitisches Thema handelt. Dahinter liegt aber, auch wenn es in der Öffentlichkeit kaum so auf den Punkt gebracht wird, die Verteilungsfrage in unserer Gesellschaft. Wer finanziert, wer profitiert?

In diesem Seminar gehen wir auf die Details ein, warum das so ist. Wir widmen uns den Interessen der Gewerkschaft als Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen und wodurch sie begründet sind. Dafür sind neben Hintergrundinformationen zur Organisation und den Leistungen der Sozialversicherung auch die wichtigsten Begriffsbestimmungen Inhalt des Seminars.

Termin: 03.10.2018, 9.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Wiener Gebietskrankenkasse, Wienerbergstraße 15-19, 1100 Wien, Veranstaltungsraum 10. Stock.
Zielgruppe: Betriebsratsmitglieder, die Mitglied der GPA-djp sind.

Seminarziele:  Weiterlesen

Wertschöpfungsabgabe (SE)

Der österreichische Sozialstaat wird großteils über lohnsummenbezogene Abgaben finanziert. Damit ist die derzeitige Finanzierung des Sozialsystems maßgeblich an die Entwicklung der Löhne- und Gehälter gekoppelt. Die Idee einer Wertschöpfungsabgabe wurde von der Gewerkschaftsbewegung entwickelt, um die Finanzierungslast vom Faktor Arbeit in Richtung Kapital zu verschieben, in dem man andere bzw. weitere Wertschöpfungskomponenten (z.B. Gewinn, Fremdkapitalzinsen, Mieten und Pachten sowie Abschreibungen) in die Bemessungsgrundlage – für Sozialversicherungsbeiträge – miteinbezieht, und diese dadurch verbreitert.

Termin: Montag, 24.04.2017, 10.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien (SR 21)

Im Rahmen des Seminars werden u.a. folgende Fragen bzw. Themen behandelt: Weiterlesen

Die Armen von Wien

armutUwe Mauch in der  Reihe: Varia, ISBN 978-3-99046-158-7
EUR 19,90 – Bestellung im ÖGB-Verlag

Menschen, die manifest arm sind, gab und gibt es auch in einer der wohlhabendsten Städte der Welt. In Wien. In diesen Tagen sind rund 184.000 Menschen betroffen. Es fehlt ihnen das Geld und auch die Möglichkeiten, um ein halbwegs selbstbestimmtes Leben führen zu können. Sie sind häufiger krank und öfter einsam. Gleichzeitig steigt der Reichtum der obersten 5% der Bevölkerung; wenige haben viel, viele haben wenig.

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Perspektiven für sozialen Fortschritt

SozialpolitikBuxbaum Adi
Sozialinvestitionen haben eine Mehrfachdividende

Nach dem Scheitern des vorherrschenden Austeritätskurses in Europa sind progressive Antworten auf aktuelle und anstehende sozialpolitische Herausforderungen gefragt. Fortschritte in der Sozialpolitik stehen keineswegs in Konkurrenz zu wirtschaftlichem Fortschritt oder Wirtschaftswachstum – im Gegenteil. An Themen wie Kinderbetreuung, überbetriebliche Lehrausbildung, schulische Tagesbetreuungsangebote etc. wird aufgezeigt, dass mit zielgerichteten Investitionen in den Sozialstaat nicht nur soziale Probleme adäquat adressiert werden, sondern dass damit auch ein signifikanter Beitrag zur nachhaltigen Budgetkonsolidierung geleistet werden kann.

Kostenloser Download

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Wege aus der Krise: Zukunftsbudget 2015

Wege aus der KriseZivilgesellschaftliches Zukunftsbudget 2015: Arbeitslosigkeit bekämpfen!

Arbeitsplätze schaffen und soziale Grundrechte absichern durch eine sozialgerechte Steuerreform sowie Arbeitszeitverkürzung und Zukunftsinvestitionen

Die Arbeitslosigkeit steigt seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise unaufhörlich. Mit der EU-weiten Kürzungspolitik, mit der vorgeblich die öffentlichen Haushalte saniert werden sollen, wird genau das Gegenteil erreicht: ein EU-Land nach dem anderen kippt in die wirtschaftliche Rezession und damit steigen Arbeitslosigkeit und die Staatsschulden, denn die Steuereinnahmen sinken und die Ausgaben steigen. Weiterlesen