Und plötzlich wollen alle agil sein

Mitbestimmung im agilen Unternehmen

„Wir leben in einem unaufhörlichen Wettbewerb, der Wert der Kooperation wird uns viel zu wenig beigebracht. Uns wurde klar: Eigenständiges und kooperatives Arbeiten muss auch in einem Wirtschaftsunternehmen möglich sein!“ (Paul Habbel, Geschäftsführer  Gutmann Aluminium Draht GmbH)*

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Begegnest du seit einiger Zeit „Scrum-Mastern“ in deinem Betrieb? Sind die Beschäftigten in deinem Betrieb immer öfter auf „Customer Journeys“ und mit „Design Thinking“ beschäftigt? Sind Projekte zunehmend nicht mehr einfach Projekte, sondern agile Prozesse? Falls dem so ist, sei nicht verwundert: „Agilität“ liegt im Trend. Immer mehr Unternehmen setzen agile Methoden wie zum Beispiel Scrum ein. Sie sollen schnelle Entwicklung von Neuem und Anpassungsfähigkeit ermöglichen. Meist werden sie heute überwiegend auf Projektebene eingesetzt. Allerdings gibt es zunehmend auch vollständig agil organisierte Unternehmen.

In diesem Seminar gehen wir der Agilität auf den Grund, das heißt wir ergründen, was es mit agilen Methoden und Organisationen auf sich hat, warum jetzt alles agil sein will oder muss und wie sich agile von herkömmlichen Unternehmen unterscheiden. Wir sehen uns an, was Agilität den ArbeitnehmerInnen bringen kann und worauf der Betriebsrat dabei achten sollte.

Datum: 08. bis 09. April 2019, Seminarzeiten: Beginn am 1. Tag um 10:00 Uhr, Ende am 2. Tag um 16:30 Uhr
Ort: Markhof, Markhofgasse 19, 1030 Wien
Zielgruppe: Betriebsratsmitglieder, die Mitglied der GPA-djp sind.

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„Agilstabil – Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation“

Podiumsdiskussion und Buchpräsentation „Agilstabil – Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation“

am 13. November 2018, 18:00 bis 20:00 Uhr
an der Fachhochschule des bfi Wien, Festsaal, Wohlmutstraße 22, 1020 Wien.

Bild: Vahlen

Das zentrale Thema Digitalisierung nimmt auch an den Hochschulen eine wesentliche Rolle ein. Die FH des BFI Wien greift mit der Veranstaltung „Agilstabil – Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation“ im Rahmen der Reihe „New Work – New Business“ dieses Thema auf. Basierend auf dem neu erschienen Buch „Agilstabile Organisationen“ von Richard Pircher stellen wir die Frage, wie Agilität und Stabilität zusammengehören, einander ergänzen. Wie können durch dynamische Entwicklungen der Organisationen lebendigere und organischere Formen der Zusammenarbeit verwirklicht werden? … und wie strahlen diese Entwicklungen auf Umfeld, Familien, Wirtschaft und Regionen aus?

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„Startklar für die digitale Transformation?!“

Bild: Cerillion

Podiumsdiskussion „Startklar für die digitale Transformation?! Was wir von der Logistik lernen können“
am 24. Mai 2018, 18:00 bis 20:00 Uhr
in der Fachhochschule des BFI Wien, Wohlmutstraße 22, 1020 Wien (Festsaal)

Unsere Gesellschaft ist von Veränderungen und Umbrüchen dominiert. Die einzige Konstante ist der Wandel. Das betrifft auch Unternehmen, die gefordert sind, ihre Strategien und Wertschöpfungsketten permanent zu hinterfragen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch nicht nur Unternehmen verändern sich, auch die Menschen, die darin arbeiten. Dafür braucht es ExpertInnen, die Veränderungs- und Geschäftsprozesse aktiv gestalten und erfolgreich begleiten können und dabei sowohl den Menschen als auch die Organisation in den Mittelpunkt stellen.

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Steueroasen – wie Konzerne Steuerzahlungen „optimieren“

steueroasen-zitat-kernWas können Aufsichtsrat & Co dagegen unternehmen?

Veranstaltung am 28. September 2016 um 16.30 Uhr im Bildungszentrum der AK Wien

Die zuletzt veröffentlichten Panama Papers auf Grundlage der eindrucksvollen Recherchen des Konsortiums investigativer JournalistInnen lösten international umfangreiche Diskussionen aus.

Ihre Enthüllungen bestätigen einmal mehr, dass Steuerflucht und Steueroasen ernsthafte Probleme darstellen. Für interne wie auch externe Überwachungsorgane wie z.B. den Aufsichtsrat liegt die Schwierigkeit vor allem darin, die Funktionsweise von „Steueroptimierungs-Methoden“ zu erkennen.

Welche Vorgehensweisen und welche Instrumente werden eingesetzt und welche Tricks werden nicht zuletzt aufgrund von Lücken in den Steuersystemen generell angewendet? Die Graubereiche, in denen agiert wird, sind nicht so leicht zu identifizieren. In der Regel werden Aktivitäten gesetzeskonform gesetzt, jedoch am Rande der Rechtmäßigkeit. Dabei werden Unklarheiten ausgenutzt, um entsprechende Steuervorteile zu erlangen, die vom Gesetzgeber ursprünglich nicht so beabsichtigt waren.

Diese Schnittstellen gilt es zu erkennen und wirksam entgegen zu wirken. Daher wollen wir mit konkreten Beispielen und Modellen versuchen, Ansatzpunkte aufzuzeigen, derartige Steuervermeidungsstrategien zu erfassen. Ziel der Veranstaltung ist es, Mandatare in Überwachungsgremien zu sensibilisieren und bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen. Weiterlesen

BR-Abenteuer Change Management (Doku)

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BR-Innen aus ganz Österreich beschäftigten sich bei diesem Seminar zu Fragen des Change Management.  Wir bedanken uns bei den TN-Innen für ihren Erfahrungsschatz, den sie zur Verfügung gestellt haben und vor allem bei unseren Experten  Dr. Reinhard Günzl und Helmut Russ für ihre Unterstützung.

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Österreichs Unternehmern mauern bei kritischen Themen im Betrieb

RohreManche fragen sich oft „Wieso wissen die da oben nicht, was da eigentlich im Betrieb passiert?“ Da wird lieber manipuliert ob bei den Abgaswerten oder anderen notwendigen Veränderungen im Unternehmen bis hin zu Mißständen.
Die schönen Zeilen in den Hochglanzbroschüren bei den Leitbildern, wo Teamarbeit, Kreativität und eine offene Unternehmenskultur angepriesen wird, täuschen über die wahren Verhältnisse hinweg. Bei der Befragung von 532 Führungskräften und Mitarbeitern unterschiedler Branchen sagten 45 % die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur steht ganz oben auf der HR-Agenda. Die dazugehörenden Maßnahmen wurden insgesamt nur als befriedigend bewertet. Nur 15 % der Befragten sagten, dass der offene Umgang mit kritischen Themen bereits gelebte Praxis ist.

Widerspruch wird oft nicht geduldet, wird persönlich genommen und ist hinderlich für die Karriere. Entscheiden in kleinen Zirkeln und die Reaktionen auf die Fragen der MitarbeiterInnen versanden irgendwo zwischen den Hierarchien. Es liegt dann an den BetriebsrätInnen für eine Widerspruchskultur zu sorgen und um die notwendigen Fragen zu stellen. In Wirklichkeit im Interesse des Fortbestehens des Unternehmens. Leider wird es nicht gedankt, sondern bekritelt und vielfach erschwert. Kluge Unternehmer fördern dies – die anderen naja.

Diese Untersuchung ist im Standard vom 16./17.1.2016 nachzulesen.

Ökonomin gegen den Mainstream: „Fortschrittsmotor Staat“

Unternehmen-WachstumIn Zeiten, in denen gesellschaftlicher Wohlstand vor allem anderen mit dem Ruf nach wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlichem Wachstum verknüpft ist, werden innovative Unternehmen als Schlüssel für die Eroberung neuer Märkte und Schaffung von Arbeitsplätzen so gut wie nicht mehr in Frage gestellt.

„Für eine solche Innovationskultur sind die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) entscheidend, die in den vergangenen Jahren ihre Rolle als Motoren für wirtschaftliches Wachstum und wichtigste Quelle neuer Arbeitsplätze unter Beweis gestellt haben.“ („Innovation und KMU – Schlüssel zum Wohlstand“, Europäische Union)

Formulierungen wie diese gelten als ausgemacht, fast so, als handle es sich um ein unverrückbares ökonomisches Naturgesetz. Vielfach ist dann noch ganz hip und modern von den „Start-Ups“ die Rede, von risikofreudigen UnternehmerInnen, die an den innovativsten Ideen arbeiten, um irgendwann die Märkte (= gleichbedeutend mit Welt) zu erobern. (Etwas übertrieben bzw. zugespitzt formuliert, zugegeben!)

Wirtschaftsverbände und wirtschaftsliberale PolitikerInnen beschwören dieses Weltbild des Wirtschaftstreibens, und das nicht zuletzt, um einen damit strikten Gegensatz zwischen „Wirtschaftstreiben“ und ArbeitnehmerInnen, sowie insbesondere der Beschäftigung im öffentlichen Sektor zu begründen. Die Rolle des Staats in Bezug auf wirtschaftliches Handeln bzw. als wirtschaftlicher Akteur wird weitgehend in Frage gestellt.

Doch aktuell stellt die Ökonomin Marianne Mazzucato dieses Weltbild vehement in Frage und kratzt mit ihren Forschungsergebnissen an der glorreichen UnternehmerInnenfassade. Sie zeigt, dass die Beschwörung der smarten Start-Ups und innovativen ErfinderInnen, die unternehmerisches Risiko auf sich nehmen und durch ihre hartnäckige Arbeit Unternehmenswerte und Arbeitsplätze schaffen, einen großen und entscheidenen Teil der volkswirtschaftlichen Wirklichkeit ausblendet. Weiterlesen