Eckpunkte zum Corona-Kurzarbeitsmodell (Webinar-Doku)

Dieses Webinar zu Eckpunkten des Corona-Kurzarbeitsmodells fand in einer Situation statt, in der die zweite Phase der Corona-Kurzarbeit gerade zu laufen begonnen hat und die Verhandlungen für eine nachhaltige Kurzarbeitsregelung nach den beiden Corona-Kurzarbeitsphasen neu aufgenommen wurden.

Der Chef-Verhandler der GPA-djp bei allen Gesprächen und Aushandlungen zur Corona-Kurzarbeit, Bundesgeschäftsführer Karl Dürtscher, gab einen Einblick in die Ausgangslage, zu den Zielen des Corona-Kurzarbeitsmodells (auch im Vergleich zu bestehenden Kurzarbeitsregelungen), zur Ausgestaltung und zur Anwendung der Phasen I und II sowie einen darüber hinausgehenden Ausblick auf aktuellen Herausforderungen, auf dem Weg zu einem Modell für die Phase nach September 2020.

Hier unter diesem Link können die Folien zum Vortrag heruntergeladen werden.
(PDF, 667kb).

Du findest hier in drei Teilen die Aufzeichnung des Vortrags von Karl Dürtscher. Die umfangreichen und lebhaften Diskussionen zu den Fragen der Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind aus Datenschutzgründen herausgeschnitten.

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Das Ohr am Puls der Belegschaft (Doku)

Fokusgruppen in der Kommunikation des Betriebsrats einsetzen

„Die Macht geht von der Belegschaft aus“ – so könnte das vielzitierte Leitmotiv der repräsentativen Demokratie in abgewandelter Form für die Betriebsratsarbeit lauten. Der Betriebsrat ist das von den Arbeitnehmer*innen im Betrieb gewählte Organ, gewählt, um die Interessen der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Bereits im Vorfeld von Betriebsratswahlen wird den engagierten Held*innen der betrieblichen Demokratie klar, was einer der wesentlichen Faktoren für erfolgreiche Betriebsratsarbeit ist: gute Kommunikation.

Am Beginn der Betriebsratskommunikation stehen unter anderem folgende grundlegende Fragen:

  • Wie werden die Beschäftigten über die Arbeit des Betriebsrats informiert?
  • Wie werden Themen, die aus Sicht der Beschäftigten und/oder aus der Sicht des Betriebsrats wichtig sind, im Betrieb „zum Thema gemacht“, also kampagnisiert?
  • Wie bekundet der Betriebsrat sein Interesse an bzw. sein „offenes Ohr“ für die Anliegen, Frage- und Problemstellungen der Arbeitnehmer*innen im Betrieb?
  • Wie erfährt der Betriebsrat, wo die Kolleginnen und Kollegen der Schuh drückt?

Die hohe Bedeutung, die ein kompetenter Umgang mit Fragen der Kommunikation sowie auch eine strategische und kompetente Kommunikationspraxis haben, spiegelt sich im Bildungsprogramm der GPA-djp Bildungsabteilung in mehreren Angeboten zu diesem Themenfeld wider.

Der Ausgangspunkt unseres neuesten Seminars „Das Ohr am Puls der Belegschaft – Fokusgruppen in der Kommunikation des Betriebsrats einsetzen“ ist, dass viele Betriebsräte seit Jahren immer wieder Umfragen per (Online-)Fragebogen machen, um Anliegen der Belegschaften zu erheben. Einer Anregung von Verena Spitz, stv.-Vorsitzende des Zentralbetriebsrats der BAWAG-PSK, folgend, bettet dieses Seminarangebot eine intensive Beschäftigung mit der sozialwissenschaftlichen Methode der Fokusgruppe in die Beschäftigung mit Kommunikationsstrategien des Betriebsrats ein. Das wesentliche Ziel des Seminars ist es, eine spezielle Methode (kennen zu) lernen, um Genaueres über die Interessen der Kolleginnen und Kollegen im Betrieb zu erfahren und gleichzeitig auch im Kontakt mit den Beschäftigten zu sein.

Ein wesentliches Moment, das Gewerkschaften und Betriebsräte nutzen können, um sich in ihren Aktivitäten von den Logiken und Mechanismen der rationalisierten, verdichteten, profitgetriebenen Arbeitswelt zu unterscheiden, ist es, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, mit ihnen im Kontakt zu sein und in Begegnung zu kommen. Während auch Umfragen ihre Berechtigung haben, sollten sie nicht als vorrangiges Mittel zur Erkundung unter Arbeitnehmer*innen und Belegschaften eingesetzt werden, da sie die Kommunikation erst recht wieder in anonymes Zahlenmaterial gießen. Dadurch gehen Potenziale der Organisierung durch emotionale Bindung, die eine zentrale gewerkschaftliche Gegenbewegung zur ökonomisierenden Verwertungslogik darstellt, verloren.

Kommunikationskompetenz

Die Kommunikation den Betriebsrats einerseits durch eine auffrischende Befassung mit den Grundlagen sowie andererseits durch Anwendung einer neuen Methode weiterzuentwickeln und zu verbessern, war demnach eine wesentliche Erwartung der Teilnehmer*innen im ersten Durchgang dieses Seminars am 17. und 18. Juni 2020 – bedingt durch die Coronakrise im Format eines Onlineworkshops.

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Fit für die Betriebsratswahl (SE)

Schritt für Schritt durch den Vorschriftendschungel

BR-WahlBei Betriebsratswahlen steht vieles auf dem Spiel. An diesem Seminartag machen wir uns an den Kern der Betriebsratswahl und beantworten alle relevanten Fragen, um deine nächste Wahl erfolgreich und fehlerfrei durchzuführen. Du verschaffst dir einen umfassenden Überblick über die Grundlagen zur Wahl und reicherst sie an mit Wissen über gesetzliche Regelungen, Fristen und wichtige Unterlagen. Mit diesem praktischen Wegweiser gehst du deine nächste Betriebsratswahl entspannt, rechtlich abgesichert und gut geplant an.

„Eine Betriebsratswahl ist kein Honiglecken. Rüste dich rechtzeitig mit Wissen über Formvorschriften, Fristen und Tipps aus der Praxis.“

Datum: 09. September 2020, 09:00 bis 16:00 Uhr
Ort: ÖGB Catamaran, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
Zielgruppe: BetriebsrätInnen und (potentielle) Wahlvorstandsmitglieder sowie AssistentInnen des Betriebsrates, die Mitglied der GPA-djp sind.

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Webinar-Doku: ArbeitnehmerInnenschutz im Coronavirus-Check-Up

Dieses GPA-djp-Webinar beleuchtete die wichtigsten Bestimmungen zum ArbeitnehmerInnenschutz im Kontext der aktuellen Corona-Situation und des schrittweisen Wiederhochfahren vieler Unternehmen inkl. zunehmender Lockerungen von Corona-Maßnahmen.

Wichtige Kernbotschaft zum Einstieg der Veranstaltung:

  • Normalität ist aufgrund der bleibenden Infektionsgefahr keinesfalls eingekehrt. Abstandsregeln sowie Hygienevorgaben bleiben bestehen.
  • Daher kommt es nun auf betrieblicher Ebene darauf an, wirksame Gesundheitsschutzmaßnahmen sicherzustellen.

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Belegschaften mobilisieren – Verhandlungsmacht im Betrieb aufbauen (SE)

Aus der Belegschaft aktive Unterstützer*innen machen

Bild: Peter M. Hoffmann, www.kompetenz-online.at

Die Durchsetzungsfähigkeit des Betriebsrates gegenüber der Unternehmensleitung hängt auch von einer guten Beziehung und Kommunikation mit der Belegschaft ab. So die Grundthese dieses Seminares, aus der sich die Frage ergibt: Wie schaffe ich es als Betriebsrat, die Belegschaft „zu sammeln“, „hinter mich zu bringen“ und so zu aktiven Unterstützer*innen zu machen? Dass die Bedeutung dieser Fragestellung aktueller denn je ist, zeigt sich gerade an den großen Konfliktthemen der letzten Monate wie zum Beispiel beim SWÖ-KV oder im Falle von Lauda Motion.

In diesem Seminar werden Methoden erfolgreicher Mobilisierungsprojekte vermittelt und daran gearbeitet, das oft verbreitete „Einzelkämpfertum“ zu verdrängen. Wie kann das Interesse an Themen von Betriebsrat und Gewerkschaft erhöht werden? Wie kann die Mobilisierungsbereitschaft der Kollegen*innen geweckt werden?

Betriebsprojekt: Anhand deines eigenen (gewerkschaftlichen) Themas erarbeitest du einen konkreten Umsetzungsplan für deine Kampagne.

cc: blog.refak.at

Datum: 23. bis 25. September 2020, Seminarzeiten: Beginn am 1. Tag um 9:30 Uhr, Ende am 3. Tag um 15:00 Uhr, inkl. Abendprogramm am 23.09.)
Ort: Seminar-Park-Hotel Hirschwang, Trautenberg-Straße 1, 2651 Hirschwang

Zielgruppe und Teilnahmevoraussetzung:

  • Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die Mitglied der GPA-djp sind, und die den Basiskurs I (Grundkurs) oder die Gewerkschaftsschule absolviert haben.
  • Die Teilnahme von zwei Mitgliedern aus einem Betriebsratsteam wird empfohlen (eine/r davon sollte der/die Betriebsratsvorsitzende oder der/die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende sein.)
  • Ihr habt ein betriebliches/gewerkschaftliches Mobilisierungsprojekt (Kampagne, Aktion, Veranstaltung etc.), das ihr umsetzen und für dessen Umsetzung ihr das Seminar nutzen möchtet.

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Corona-Kurzarbeit: Eckpunkte zum Corona-Kurzarbeitsmodell (Webinar)

Mit dem Modell der Corona-Kurzarbeit haben die Sozialpartner in der wirtschaftlichen Ausnahmesituation der letzten Monate wesentlich dazu beigetragen, eine noch höhere Arbeitslosigkeit zu verhindern. Zugleich bietet sie Unternehmen eine sinnvolle Perspektive, durch die Krise zu kommen und möglichst bald wieder mit eingespielter Belegschaft „hochzufahren“. Kurzarbeit lohnt sich somit nicht nur für betroffene Arbeitnehmer/innen, sondern auch für Betriebe und die Volkswirtschaft als Ganzes.

In diesem Webinar wird die Entstehung der Corona-Kurzarbeit vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie dargestellt und ein Vergleich mit dem Modell der Kurzarbeit in der Vergangenheit vorgenommen. Darüber hinaus werden die verschiedenen Phasen der Corona-Kurzarbeit in den Blick genommen und der Frage nachgegangen, wie es weitergehen kann, wenn die Lage am Arbeitsmarkt längerfristig derart angespannt bleibt.

Wir bieten dafür 2 Termine an: Weiterlesen

Webinar: Wirtschaftspolitik & Mitbestimmung in der Corona-Krise (Doku)

In diesem Online-Seminar der GPA-djp Veranstaltungsreihe „Betriebsratsarbeit in Corona-Zeiten“, an dem am 26. bzw. 28.5.2020 etwa 70 Betriebsräte und Betriebsrätinnen aus ganz Österreich teilnahmen, ging es

  1. zum einen um die wirtschaftlichen Einschätzungen zur Corona-Ausnahmesituation und darum, welche wirtschaftspolitischen Forderungen sich daraus aus Gewerkschaftssicht ergeben.
  2. zum anderen darum, wie diese Auswirkungen der letzten Wochen in den Unternehmen angekommen sind und worauf es für den Betriebsrat im Zuge der wirtschaftlichen Mitbestimmung jetzt besonders ankommt.

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Stadtspaziergang Brigittenau

Der Verein „Rote Spuren – Verein zur Förderung der ArbeiterInnengeschichte“ veranstaltet gemeinsam mit der VHS-Brigittenau den geschichtlichen Stadtspaziergang

Die Brigittenau im Brennpunkt gesellschaftlicher Veränderungen

Bei diesem Spaziergang begeben wir uns auf die Suche nach den Lebensumständen, die unsere Vorfahren in der Brigittenau geprägt haben. Wir erforschen gemeinsam die Geschichte unserer Großväter und Großmütter und deren Vorfahren. In welchen Betrieben haben sie gearbeitet? Woher kamen sie? Wohin mussten sie fliehen vor dem Austrofaschismus und den Nazis? Wer wurde verfolgt und in die Todeslager abtransportiert? Wer hat hier in der Brigittenau Widerstand geleistet und die Demokratie verteidigt? Wer opferte sein Leben im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Mit den Spaziergängen sammeln wir Erfahrungen von über 120 Jahren Geschichte Brigittenau, um unseren Blick für die Gegenwart zu schärfen. Denn wer die Geschichte der Menschen kennt – kann bei der Gestaltung der Zukunft für die Menschen mitwirken.

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