Tagung: Wirtschaftsdemokratie – ein Ausweg (nicht nur) aus der Krise?

WIDEM Logo IIIn den letzten zwei Jahrzehnten hat sich auf politischer Ebene die Entdemokratisierung verschärft, wodurch sich die Demokratielosigkeit der Wirtschaft noch gravierender auswirkt.

  • Haben diese Entwicklungen die aktuelle Wirtschaftskrise ausgelöst bzw.
  • wie stark haben sie dazu beigetragen?
  • Öffnet sich durch die Wirtschaftskrise ein Zeitfenster, um die Demokratisierung der Wirtschaft neu zu diskutieren und sie anzugehen?

Auf dieser Tagung werden Fragen nach Grenzen und Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Hindernissen sowie der Demokratisierung anlässlich der Wirtschaftskrise ergründet.

Termin: Samstag, 16. Oktober 2010, 09:30 – 17:00 Uhr
Ort: Renner Institut, Europasaal, Gartenhotel Altmannsdorf, Hotel 2, Hoffingergasse 33, 1120 Wien
Anmeldung: http://www.gbw-wien.at/list83.htm

Workshops:
1. Wirtschaftsdemokratie als gesamtgesellschaftliches Konzept
2. Gewerkschaftliche Gestaltungsansprüche und Handlungsstrategien
3. Solidarische Ökonomie – Gesellschaftsveränderung oder Selbsthilfe?
4. Besetzte Betriebe – und was nun?

ReferentInnen/ DiskutantInnen:

Die Tagung wird veranstaltet von:
BEIGEWUM –  Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik – Grüne Bildungswerkstatt Wien – Grüne Bildungswerkstatt Bundesvorstand – Renner Institut – Attac – Studienvertretung Doktorat an der WU – Studienvertretung VWL an der WU – Zeitschrift „mitbestimmung“ – GPA-djp Bildungsabteilung – PRO GE- Die Produktionsgewerkschaft – VIDA –  Juridikum  – Institut für Wissenschaft und Kunst – Kritische und Solidarische Universität (KriSU) –  /bin – Basisgruppe Informatik – GeWi – Fakultätsvertretung der Geistes- und Kulturwissenschaften

Inhaltliche Beschreibung der Workshops:

  1. Wirtschaftsdemokratie als gesamtgesellschaftliches Konzept
    Worin besteht die gesellschaftliche Dimension von Wirtschaftsdemokratie? Was sind ihre essenziellen Inhalte? Welche Bedeutung hat die Betriebsverfassung für die Demokratisierung der Wirtschaft? Waren die gemeinwirtschaftlichen Anstalten im Österreich der Ersten Republik, die auf den wirtschaftsdemokratischen Konzepten des Austromarxismus beruhten, ein Weg zur „wirtschaftlichen Selbstverwaltung des ganzen Volkes“? Wodurch hat die Aushöhlung der Demokratie im politischen Bereich aufgrund des Neoliberalismus die Demokratielosigkeit der Wirtschaft verstärkt? Wie könnte heute eine Umkehr in Richtung
    Demokratie in der Wirtschaft erfolgen?
  2. Gewerkschaftliche Gestaltungsansprüche und Handlungsstrategien
    Im Austrokorporatismus haben sich spezifische Formen der betrieblichen Mitbestimmung herausgebildet. Gemeinsam werden in diesem Workshop Im ersten Teil des Workshops die Auswirkungen und Zusammenhänge der neoliberalen Globalisierung auf              Arbeitsverhältnisse und Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften analysiert.
    Der zweite Teil ist der Erarbeitung und Diskussion von gewerkschaftlichen Gestaltungsansprüchen für mehr Wirtschaftsdemokratie im Kontext der Krise und der Frage nach „Erneuerung in der Krise“ gewidmet.
  3. Solidarische Ökonomie – Gesellschaftsveränderung oder Selbsthilfe?
    Die Solidarische Ökonomie hat sich überwiegend aus den sozialen Bewegungen und den ökonomischen Krisen in Lateinamerika in den 1980/90er Jahren entwickelt und findet nun auch im öffentlichen Diskurs in Europa immer mehr Beachtung. Welche Rahmenbedingungen haben in Lateinamerika zur Institutionalisierung Solidarischer Ökonomie beigetragen? Wie könnte Solidarische Ökonomie in Europa etabliert werden?
  4. Besetzte Betriebe – und was nun?
    Haben besetzte Betriebe im Zuge der Wirtschaftskrise einen Aufschwung erlebt? Welche Möglichkeiten und Chancen, aber auch Hindernisse und Schwierigkeiten entstehen, nachdem Betriebe besetzt worden sind und um ihr langfristiges Bestehen kämpfen?
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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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