Mächtige Gewerkschaften!?

Diskussionsveranstaltung zum Abschluss der Ringvorlesung am 27.01.2011, 18.00 bis 19.30 Uhr in der GPA-djp, Vista 3, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien.

Was sind mächtige Gewerkschaften?
Welche Gestaltungsmacht haben Gewerkschaften heute (noch)?
Werden sie als gestaltende Kräfte wahrgenommen?
Hatten sie schon einmal mehr Einfluss auf die wirtschaftliche, politische etc. Entwicklung?
Wie müssen sie heute „aufgestellt“ sein, um als starke Bewegung gesehen zu werden?

Diese und sicher auch noch weitere Fragen sowie die Antworten darauf gehören für gewerkschaftlich Interessierte bzw. Aktive zum Grundstock ihrer Handlungsausrichtung. Zudem gehören sie zum Reflexionrepertoire gewerkschaftlichen Handelns.

Gewerkschaften entstanden als Gegenbewegung. Sie bildeten sich als kritische und gestaltende „Selbsthilfeorganisationen der entgeltabhängigen Bevölkerung gegen die Zumutungen der kapitalistischen Produktionsweise.“ (Allespach et al.: Politische Erwachsenenbildung. Ein subjektwissenschaftlicher Zugang am Beispiel der Gewerkschaften. Marburg 2009, S. 18.) Seit ihren Anfängen haben sich Gewerkschaften zwar regional unterschiedlich entwickelt, sich aber im Laufe des 20. Jahrhunderts in vielen Ländern zu einer entscheidenden gesellschaftlichen Gestaltungskraft etabliert. Mit ihrer Etablierung wurden sie von verschiedenen Seiten auch als mächtige Bewegungen wahrgenommen, sowohl von den ArbeitnehmerInnen als auch von Seiten der Unternehmen und nicht zuletzt der Poltitik.

Im Zuge der gemeinsam von der GPA-djp und dem Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien veranstalteten Ringvorlesung „Globale Arbeitsverhältnisse – gewerkschaftliche Perspektiven?“ wurden verschiedene verschiedene Herausforderungen behandelt, mit denen Gewerkschaften heute konfrontiert sind. Hintergrund dieser Herausforderungen ist zunächst die Annahme, dass sich durch die Globalisierung die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen gewerkschaftlichen Handelns ändern. Ausgehend von diesen Änderungen drängt sich immer wieder auch die Frage auf, ob Gewerkschaften immer noch als starke Bewegung mit Gestaltungsmacht anzusehen sind, ob sie als solche wahrgenommen werden und welche Perspektiven für etwaige Neuausrichtungen eingenommen werden können.

Unter der Leitfrage „Wie muss/soll die strategische Ausrichtung für mächtige Gewerkschaften aussehen?“ widmen wir uns in einer abschließenden gemeinsamen Diskussionsrunde aller VorlesungsteilnehmerInnen (Studierende, BetriebsrätInnen, WissenschafterInnen, GewerkschafterInnen) folgenden Fragestellungen:

Welche Organisationsmodelle für Gewerkschaften sind erfolgversprechend/erforderlich?

  • Wie sehen die Machtverhältnisse innerhalb der Gewerkschaften aus und wie wirken sie auf ihre institutionellen Strukturen?
  • Wie wirken sich neue Arbeitsverhältnisse auf die internen Machtstrukturen der Gewerkschaften aus?

Wie ist es aktuell um Macht und Stärke der Gewerkschaften bestellt?

  • Was sind mächtige Gewerkschaften?
  • Woraus schöpfen sie Macht und Stärke?
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