Befreiung des KZ-Mauthausen – Befreiungsfeier 2011

Sonntag, 8. Mai 2011, 11 Uhr
Die Feiern im Gedenken an die Befreiung des KZ-Mauthausen widmen sich 2011 dem Thema „Netzwerk des Terrors“.

Programmübersicht der Befreiungsfeiern
Mauthausenkomitee

Die Nationalsozialisten überzogen Europa mit einem Netz an Konzentrations- und Vernichtungslagern, Verfolgungsbehörden und –dienststellen sowie einer Reihe von weiteren Instrumenten, die alle ein gemeinsames Ziel hatten:

  • Die Ausgrenzung, Verfolgung und auch Vernichtung politisch Andersdenkender, rassistisch Verfolgter und von Menschen, die aus welchen Gründen auch immer außerhalb der Gesellschaft standen.

Neben dem institutionalisierten Netzwerk der Lagersystems der Nazi, mit seinem Gefelcht aus KZ, ZwangsarbeiterInnenlager, OstarbeiterInnenlager, Sonderlager für Juden/Jüdinnen oder Straflager der Gestapo gab es auch das informelle Netzwerk der Spitzel und DenunziantInnen, der MitläuferInnen und MittäterInnen.
Die historischen Forschungen der letzten Jahre haben ganz deutlich gezeigt, dass das institutionalisierte Netzwerk des Terrors niemals ohne dieses informelle Netzwerk funktioniert hätte.
Die Beschäftigung mit diesem informellen Netzwerk führt uns unweigerlich zu den Begriffen der „Zivilcourage“ und der „Entscheidungsfreiheit“ jedes Einzelnen – die Mittäterschaft in diesem Netzwerk basierte (fast) immer auf freiwilliger Basis.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Veranstaltung von Werner Drizhal. Permanenter Link des Eintrags.

Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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