GPA-djp Jugend bleibt bei NEIN zu Studiengebühren!

Befürworter sollen sich für Vermögenssteuer stark machen – Universitäten und Studierende brauchen mehr Geld!

Bald zwei Jahre ist es her, dass die österreichischen Universitäten die größte Protestwelle seitens der Studierenden seit Jahrzehnten erlebt haben. Die Politik hat darauf kaum bis gar nicht reagiert, die Situation an den Universitäten ist unverändert. „Lösungsvorschläge“, die immer wieder aufkommen, gehen allesamt in dieselbe Richtung: Beschränkung des Hochschulzugangs und Studiengebühren als zusätzliche Finanzierungsquelle. Diese Konzepte klingen einfach, Nebenwirkungen wie die Verschärfung der sozialen Lage der (großteils jetzt schon berufstätigen) Studierenden und auch die sozial selektiven Auswirkungen werden dabei jedoch konsequent außer Acht gelassen.

„Als ob die Kürzung der Familienbeihilfe, die Verdoppelung des Beitrages zur studentischen Selbstversicherung und steigende Preise in StudentInnenheimen nicht schon belastend genug wären, werden offenbar immer mehr Stimmen für die Wiedereinführung der Studiengebühren und auch für die Einführung von Studienbeschränkungen laut“ stellt Rene Pfister, GPA-djp Bundesjugendvorsitzender entsetzt fest.
„Anstelle den freien Hochschulzugang als illusorisch zu bezeichnen, wie das jüngst die Salzburger Landeshauptfrau Burgstaller getan hat, ist die Politik – allen voran der zuständige Minister Töchterle – aufgerufen, endlich Taten zu setzen,“ fordert GPA-djp Bundesjugendsekretär Helmut Gotthartsleitner. Rektoren, die das Streichen einzelner Studienrichtungen überlegen müssen und engagierte junge Menschen, die sich ein Studium nicht leisten können oder gar keinen Studienplatz bekommen, seien das Resultat der Versäumnisse der ÖVP-Wissenschaftsministerinnen.
„Zu groß sind die Probleme der völlig unterfinanzierten Universitäten und der Studierenden. Gerade für Kinder aus ArbeiterInnenfamilien ist es schon jetzt äußerst schwierig, es überhaupt bis auf die Universitäten zu schaffen. Der Nebenjob wird für immer mehr junge Leute zu prekären Hauptbeschäftigung, um sich das Studium überhaupt leisten zu können“.

Nach wie vor wird nicht über die nötigen Budgetmittel für die Universitäten, die derzeit in Österreich keinem internationalen Vergleich Stand halten, diskutiert. Gesellschaftlich gerecht aufgeteilte Chancen und Möglichkeiten entstehen durch die Beseitigung von volkswirtschaftlichen Schieflagen, einer Aufteilung des Steueraufkommens zugunsten einer Entlastung von Arbeit und einer stärkeren Besteuerung von Vermögen und Reichtum, um sozialstaatliche Investitionen in Bildung aber auch Gesundheit, Umwelt etc. tätigen zu können.

„Es braucht keine weiteren Hürden, sondern eine dringende Entlastung der Studierenden und ihrer Familien“, so Pfister und Gotthartsleitner abschließend: „Anstatt laut über Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren nachzudenken, sollten sich alle, die das tun, vehement für die Einführung einer Vermögenssteuer stark machen! Die Universitäten brauchen mehr Geld, Bildung muss uns etwas wert sein!“

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