Der Kampf um das Netz

„Das WWW ist ein Öffentlichkeitsraum, den Unternehmen kontrollieren wollen. Während das einigermaßen thematisiert wird, wenn es um Kundenbeziehungen oder um Freiheitseinschränkungen durch Unternehmen geht, so ist ein Aspekt bislang fast unbeachtet. Der Großteil der Weltbevölkerung ist lohnabhängig und arbeitet. Unternehmen versuchen aber laufend jede nicht von ihnen geplante Äußerung von Lohnabhängigen über ihre Arbeit und Arbeitsbedingungen zu unterbinden. Das führt zu oftmals bizarren Maßnahmen und Verfahren. Selbst die potentiell interessierte Öffentlichkeit der Datenschützer_innen und Netzaktivist_innen bekommt diesen Ausschnitt kaum mit. Wenn ein Unternehmen zB einen Antrag auf Entlassung eines Betriebsratsvorsitzenden damit begründet, dass dieser mit Fotos vom Betriebsausflug die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter_innen verletzt hätte, so ist das nur die Spitze eines Eisbergs, den alle Beteiligten gern ganz unter Wasser halten würden.“ (Metalab)

Hans Christian Voigt Hans Christian Voigt, Herausgeber des Handbuchs Soziale Bewegungen und Social Media (ÖGB Verlag), wird am

Freitag, den 10. Februar 2012, 19:30 (Beginn 20:00 Uhr) im Metalab, Rathausstraße 6, 1010 Wien (Eintritt frei!)

nicht nur über das #sbsm-Projekt sprechen, sondern vor allem auch Einblicke zu Fällen geben, die nicht publiziert werden können.
Es geht dabei um den oben angesprochenen Hintergründe eines Kampfs um „das Netz“, der sich in Unternehmen in zunehmendem Maße bemerkbar macht. Der Interessenkonflikt zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen hat sich längst auch auf die Sphäre des Internets ausgebreitet.

Mehr Infos zum Metaday 48: „Das #sbsm Projekt – ein web 2.0 Handbuch gegen die „Gutes tun und darüber reden“-Ideologie … und was zu heiß für das Buch war“.

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Ein Gedanke zu „Der Kampf um das Netz

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