Die Praxis von Europäischen Betriebsräten und SE-Vertretungsgremien

Das Europäische Kompetenzzentrum für Mitbestimmung (EWPCC) und die Bildungsabteilung des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) laden Dich zu einer in Wien (Österreich) organisierten Schulung ein.

Termin: Dienstag, den 28. Januar bis Donnerstag, den 30. Januar 2014
Ort: Austria Trend Eventhotel Pyramide in Wien statt, wo auch die Unterbringung erfolgt. Eventhotel Pyramide, Parkallee 2, 2334 Vösendorf

An- und Abreise: Die Teilnehmer sollten am Montag, den 27. Januar abends anreisen. Die Abreise ist für Donnerstag, den 30. Januar nach dem Mittagessen geplant.

Anmeldung: Bitte fülle für jeden Teilnehmer ein Exemplar des beiliegenden Formulars aus und schicke es so bald wie möglich, spätestens jedoch bis zum 18. Dezember 2013, an das Sekretariat der ETUI-Abteilung Bildung (Fissa Kizizie, fkizizie@etui.org).

Arbeitssprachen: Englisch, Deutsch, Litauisch und Slowenisch.

Ziele

  1. Ziel ist es, Arbeitnehmervertreter aus verschiedenen Unternehmen und EU-Mitgliedstaaten zusammenzubringen, um ein besseres Verständnis von Rechtsgrundlage, Zweck und Praxis der Europäischen Betriebsräte und SE-Vertretungsgremien (im Folgenden SE-BR) zu bekommen. Sofern dies möglich ist, empfehlen wir Vertretern aus den verschiedenen Ländern eines EBR oder SE-BR sich gemeinsam für eine Teilnahme zu bewerben.
  2. ‪Im Rahmen dieses Seminars können die Teilnehmer Erfahrungen austauschen, das Verständnis ihrer Rolle als Arbeitnehmervertreter in Kooperation mit Vertretern aus anderen Mitgliedstaaten vertiefen und konkrete Schritte für die Zukunft ins Auge fassen.

Programm

  • Beleuchtung der rechtlichen Grundlagen der Arbeit des EBR/SE-BR;
  • Diskussion mit EBR-Sachverständigen der europäischen und nationalen Gewerkschaftsverbände und Erfahrungsaustausch über die Praxis von EBR/SE-BR;
  • Möglichkeit, anhand von Fallstudien Strategien für transnationale Arbeitnehmervertretung zu entwickeln;
  • Besseres Verständnis der Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Bereich der Arbeitnehmervertretung in Europa;
  • Erörterung erfolgversprechender künftiger Schritte für die EBR/SE-BR.

Zielgruppe

Mitglieder oder stellvertretende Mitglieder von EBR oder SE-BR aus dem Vereinigten Königreich, Österreich, Litauen, Liechtenstein oder Slowenien. Wir empfehlen die gemeinsame Teilnahme von mehreren Mitgliedern desselben EBR oder SE-BR. Demzufolge können EBR- oder SE-BR-Kollegen die einen anderen als die oben genannten Mitgliedstaaten vertreten, sofern sie eine der Arbeitssprachen beherrschen, ebenfalls einen Teilnahmeantrag stellen. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Bei der Auswahl der Teilnehmer wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen sowie zwischen den verschiedenen Ländern und Sektoren geachtet.

Recht auf Schulungen

EBR- und SE-BR-Mitglieder haben grundsätzlich das Recht auf Dienstfreistellung, um an Schulungen teilzunehmen. In Art. 10 Abs. 4 der EBR-Richtlinie (2009/38/EG) steht, dass die EBR-Mitglieder in dem Maße, wie dies zur Wahrnehmung ihrer Vertretungsaufgaben in einem internationalen Umfeld erforderlich ist, Schulungen erhalten müssen, ohne dabei Lohn- bzw. Gehaltseinbußen zu erleiden. In der SE-Richtlinie (2001/86/EG) gibt es ähnliche Regeln für die Mitglieder des SE-BR. Darüber hinaus sehen viele EBR-/SE-BR-Vereinbarungen ein Recht auf Schulungen vor und auch in nationalen Rechtsvorschriften in Bezug auf Arbeitnehmervertreter ist oft ein Weiterbildungsanspruch festgeschrieben. Wenn Du Hilfe benötigst, um Dein Recht auf Schulungen durchzusetzen, kannst Du Dich jederzeit an Deine Gewerkschaft oder das ETUI wenden.

Erstattung der Reise- und Übernachtungskosten

‪Die Reise- und Übernachtungskosten werden zur Gänze vom Europäischen Kompetenzzentrum für Mitbestimmung (EWPCC)/ETUI übernommen. Die Reisekosten werden gemäß den EU-Bestimmungen auf der Grundlage des günstigsten verfügbaren Tarifs (Economy-/APEX-/PEX-Tarife) vergütet. Das heißt:

  • Es ist die kürzeste Strecke bei Benutzung des angemessensten Verkehrsmittels zu wählen.
  • Bahnfahrkarten werden unter Zugrundelegung des Preises für eine Hin- und Rückfahrt in 1. Klasse für herkömmliche Züge bzw. in 2. Klasse für Eurostar, Thalys, TGV o. Ä. erstattet.
  • Business-Class-Flüge werden nicht erstattet. Flugreisen werden nur für Entfernungen über 400 km (Hin-/Rückflüge über 800 km) akzeptiert. Für die Überprüfung der Flugkosten werden Economy-Class-Tarife als Maßstab herangezogen.
  • Bei Pkw-Benutzung werden die Fahrtkosten unter Zugrundelegung des Eisenbahnfahrpreises für eine Hin- und Rückfahrt erstattet (1. Klasse für herkömmliche Züge bzw. 2. Klasse für Eurostar, Thalys, TGV o. Ä.).
  • Die Teilnehmer werden gebeten, nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Taxifahrten werden grundsätzlich nicht erstattet. Im Falle von triftigen Gründen kann eine Ausnahme gewährt werden.

Die Teilnehmer werden ersucht, ihre Reisebuchungen selbst vorzunehmen. Wenn dies aus praktischen Gründen nicht möglich ist, kannst Du das Sekretariat der ETUI-Bildungsabteilung um Hilfe bitte. Bei Ticketpreisen über 375 Euro muss eine vorherige Genehmigung eingeholt werden.

Weitere Informationen

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt bis spätestens 20. Dezember. Deine Anmeldung ist erst dann fix, wenn Du von uns die Bestätigung erhalten hast, dass Du ausgewählt wurdest. Reisebuchungen können erst nach dieser Bestätigung vorgenommen werden.

Für weitere Informationen kannst Du Dich jederzeit an das Sekretariat der ETUI-Abteilung Bildung wenden: Fissa Kizizie, Tel.: +32 2 224 04 56, E-Mail: fkizizie@etui.org.

ETUI-Ausschreibung

ETUI-Anmeldung

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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