Und täglich grüßt der Schulweg

Auf geht’s wieder: in den Kindergarten und die Schule

Bild: Techniker Krankenkasse

Bild: Techniker Krankenkasse (Flickr)

Während für die Kinder und Jugendlichen einiger Bundesländer die Ferien noch andauern, heißt es für die ersten schon nächste Woche: Auf geht’s wieder in den Kindergarten oder die Schule! Für viele ist es der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt – und in diesen Fällen gilt das auch für die Eltern. Aber nicht nur bei den Kindergarten- oder Schulneulingen ist dieser Beginn mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Von der Anschaffung der Schulsachen über die Gestaltung der Kinderbetreuung nach den Kindergartenschluss oft zur Mittagszeit bis hin zur Begleitung am Schulweg – es gilt viel zu organisieren!

Gerade der Schulweg der Kinder ist es, der nicht selten erheblichen Aufwand, mitunter auch Stress verursacht: Das Kind oder die Kinder in den Kindergarten und/oder die Schule bringen und wieder von dort abholen, und das eventuell noch bei zwei unterschiedlichen Einrichtungen. Zuerst im morgendlichen Verkehr oder mit zwei Kindern an den Händen im vollgepackten Bus zur Schule, und dann so schnell wie möglich in die Arbeit oder zum ersten Termin: wo der Arbeitsweg oft schon reichen würde, dreht man noch extra Runden, um die Kleinen wohl behütet ans Ziel zu bringen.

Am Weg in den Kindergarten und die Schule ist zunächst vor allem und an erster Stelle Sicherheit gefragt. Diese wird in der Regel durch die eigene oder auch organisierte Begleitung der Kinder gewährleistet. Entsprechendes Vertrauen auf die Gewährleistung von Sicherheit vorausgesetzt, wird irgendwann schließlich auch der Schritt gewagt, das Kind – eventuell gemeinsam mit SchulkollegInnen – den Schulweg selbstständig zurücklegen zu lassen. Dann ist der Schulweg oft der erste Weg, den Kinder alleine im Straßenverkehr zurücklegen. Es gibt unterschiedliche Maßnahmen, die dieses Vertrauen fördern und Sicherheit gewährleisten sollen, indem sie die Kinder selbst für die sichere Bewältigung des Schulwegs rüsten und/oder Begleitstrukturen für die Kinder organisieren.

Die sichere Organisation des Schulwegs – zwei Beispiele

Wien

Mit dem Wiener Projekt „Sicherheit auf dem Schulweg“ sollen Kinder und Eltern bei der Orgasanisation des Schulwegs zu unterstützt werden. Kern des Projekts ist sind Schulwegpläne, bei deren Erstellung Eltern und Lehrkräfte miteinbezogen wurden und in denen die sichersten Schulwege zu Wiener Volksschulen dargestellt sind.

Neben den Schulwegplänen werden auch ein Schulwegtraining mit den Kindern empfohlen.

„Eltern sind die wichtigsten Verkehrserzieherinnen und Verkehrserzieher für das Kind – vor allem durch ihre Vorbildfunktion. Gehen Sie daher gemeinsam mit Ihrem Kind von Anfang an den sichersten und nicht den kürzesten Weg zur Schule. Kleine Umwege lohnen sich und bedeuten oft einen erheblichen Sicherheitsgewinn.“

Oberösterreich

Der Sicherheitsgedanke spielt auch beim Projekt „Elternhaltestellen – sicher bewegt“ in der Gemeinde Wilhering bei Linz eine zentrale Rollen. Doch es gibt noch weitere mit dem Projekt verbundene Überlegungen zur Gestaltung des Schulwegs, durch die über den Sicherheitsaspekt hinaus die geforderte Mobilität auch bewusst genutzt werden soll. Der Schulweg wird nicht nur sicher organisiert, sondern er wird auch zum Erlebnis, mit dem soziale und pädagogische Aspekte berücksichtigt und fördert. Es geht um körperliche Bewegung, Entlastung der Eltern, Gemeinschaft und die Erfahrungen der Kinder, die diese auf dem Schulweg sammeln.

Ein Beitrag über das Projekt ist in der Ö1 Sommerserie „Innovation.Leben“ im Rahmen von Open Innovation erschienen und kann hier nachgehört werden:

Schulwegorganisation österreichweit – Bitte um Hinweise!

Die beiden kurz dargestellten Beispiele sind nur ein Auszug aus einer möglicherweise großen Vielzahl an Initiativen, Maßnahmen und Projekte, die Eltern und Kinder bei der Organisation des täglichen Schulwegs unterstützen. Wenn euch weitere Beispiele bekannt sind freuen wir uns über entsprechende Hinweise hier im Blog per Kommentar zu diesem Beitrag, um die Sammlung von Informationen für Eltern österreichweit zu ergänzen. DANKE!

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