Jura Soyfer und die Banken (WS)

Jura Soyfer 1Einer der SchriftstellerInnen, die sich mit Geld, Banken literarisch auseinandersetzte, ist Jura Soyfer. Das Stück über Geld in modernen gesellschaftlichen Verhältnissen schlechthin – gerade auch zur Bankenkrise – ist Soyfers Stück „Astoria“.
Seine theatralen Aufführungen seit 1936, seine Präsenz in Radio, Film, Internet werden vorgestellt. Nachgedacht und diskutiert werden soll darüber, welche Handlungsstrategien sich aus dem Stück gerade heute für BetriebsrätInnen ergeben.

Termin: 11. November 2014, 9:30 bis 16:30
Ort: ÖGB-Catamaran, Johann Böhm Platz 1, 1020 Wien
Anmeldung: mit diesem Link (wird in den nächsten Tagen aktiviert)
Referent: Dr. Herbert Arlt

Bereits seit der Antike sind in literarischen Werken Darstellungen des Geldes als gesellschaftliches Phänomen zu finden. Diese literarischen Darstellungen  (z.B. Sophokles, Goethe, Shakespeare, Pink Floyd) haben Eingang in zentrale Werke der ökonomischen Literatur wie das „Kapital“ gefunden. Nicht zuletzt baut der Neoliberalismus auf kulturellen Strategien auf und war gerade deshalb siegreich, weil Sprachen, Literaturen, Künste seit einiger Zeit in ihrer sozialen, gesellschaftlichen Bedeutung nicht mehr erkannt bzw. beachtet wurden.

Ziele des Workshops:

  • Kunst, Politik und gesellschaftliche Kritik zu aktuellen Themen zusammenzufassen.
  • Beispiele dieses Zusammenfügens an Hand von Jura Soyfer erlebbar machen.

Inhalte des Workshops:

  • Der Versuch einer kritischen Darstellung des Geld- und Bankensystem  in der Literatur
  • Eine Einführung zu Jura Soyfer
  • Zentrale Inhalte und Aussagen im Theaterstück „Astoria“
  • Hörspiele zu „Astoria“
  • Welche Handlungsoptionen ergeben sich für uns als BR-Innen und Gewerkschafterinnen

Einer der SchriftstellerInnen, die sich mit Geld, Banken literarisch auseinandersetzte, ist Jura Soyfer, der 1912 im zaristischen Charkow (heute ukrainisch: Charkiw) geboren wurde, über Istanbul nach Wien kam und zu einem der wichtigsten politischen Schriftsteller in Zentraleuropa wurde, obwohl er mit 26 Jahren am 16.2.1939 im Konzentrationslager Buchenwald ums Leben kam. (Heute ist sein Werk in über 50 Sprachen übersetzt.)

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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