Flüchtling sein in Wien (Doku)

Foto: Sandra Stern

Foto: Sandra Stern

Hier einige Informationen, die den TeilnehmerInnen beim Workshop „Flüchtling sein in Wien“ zur Verfügung gestellt wurden.

  • Ein Kurzfilm zu Daten und Fakten bezüglich der Ursachen der derzeitigen Flüchtlingsbewegung mit UNHCR-Quellen.
  • Einem Video und Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.
  • Dem PP-Vortrag von Lukas Neissl beim Workshop.
  • Eine Darstellung aus der Zeitung „Die Zeit“ zu den Möglichkeiten eines Passes.
  • Entwicklung der Kriminalitätsrate in Grenzgebieten
  • Weitere Fakten
  • Reportagen zum Thema Flucht

Beim Seminar „Flüchtling sein in Wien“ gabs einen Kurzfilm mit deutschen Untertiteln mit Daten und Fakten zu den Ursachen der derzeitigen Asylbewegungen.

lSüddeutsche ZeitungFlüchtlingsstrom, Flüchtlingswelle? Die Ankunft der Menschen wird als Bedrohung dargestellt. Einfache Zahlen zeigen, warum das nicht stimmt.

Die Seminarunterlagen vom Seminar am 3. Dezemeber 2015

Flucht und Asyl - NeisslDie Power-Point-Präsentation von Lukas Neissl beim Seminar vom 21. Oktober 2015

Hier der Link zum Downloaden:
flucht_und_asyl_03122015

Globale Fluchtbewegungen

Zum Downloaden: flüchtling_sein_in_wien_unterlage_neissl

PässePasst nicht immer

Manche Reisepässe sind wertvoller als andere: Sie ermöglichen den Besuch vieler Länder, ohne dass man Geld und Zeit in ein Visum investieren müsste. Eine Rangfolge, von Deutschland bis Afghanistan.

Einreisemöglichkeiten durch Pässe (Grafik aus der Zeit vom 10. September)


ÖGB und EWSA zu Flucht und Asyl


Kriminalitätsraten aus dem Standard vom 10.12.2015 anläßlich einer aktuellen Stunde im Parlament ( Daten aus dem Innenministerium):
Vergleicht man die Kriminialitätsrate im Grenzgebiet Spielfeld aus den Monaten  September bis November mit dem Vergleichszeitraum aus dem Vorjahr, so ist diese um 3,3 % gesunken – in Bad Radkersburg um 24,9 %. Im Raum Salzburg, wo besonders viele AsylwerberInnen auf die Weiterreise nach Deutschland warten, sank die Kriminalitätsrate um 14,6 %.

Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge unter 14 Jahren:
Bis Ende Oktober 2015 sind beteits 459 Kinder in Österreich gelandet. Im gesamten Vorjahr wurden 129 unmündige Jugendliche gezählt.

Daten aus Wien: (Falter 50/15)
Anfang 2015 gab es 8000 Asylwerber in Wien – jetzt (Dez.2015) sind es 20000. Der Bund hat binnen acht Wochen trotz Durchgriffsrecht nur 3000 Plätze geschaffen – lächerlich.
Wien hat alleine 2014 dreimal soviel Geld für Deutschkurse ausgegeben als Herr Kurz für ganz Österreich.

243.000 Schülerinnen haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Das ist jede/r 5. SchülerIn.
66.290 Asylanträge gab es von Jänner bis Oktober lt. Innenministerium – 95.000 werden erwartet.
19.000 anerkannte Flüchtlinge sind derzeit lt. AMS arbeitslos, davon sind 7.000 in Schulingen, 4.700 fanden in den ersten drei Quartalen einen Job.
29 Jahre ist eine Mutter bei ihrer ersten Geburt durchschnittlich alt. Frauen, die nicht in Österreich geboren wurden, bekommen ihr erstes Kind durchschnittlich mit 27.
1 von 4 Österreicherinnen engagiert sich persönlich in der Flüchtlingshilfe
alle Daten aus der Zeitschrift des Österreichischen Integrationsfonds

Wie sozial ist Wien wirklich?
Kronen Zeitung, 29.01.2016 (S. 26)

19.000 Flüchtlinge leben derzeit in Wien – täglich sorgen diese in der Arbeit oder am Stammtisch für hitzige Diskussionen. Oft gehörter Satz: „Noch keinen Tag bei uns gearbeitet, bekommen aber von der Stadt mehr Geld als wir Wiener.“ Der „Krone“-Faktencheck.

  • Eine vierköpfige Familie mit Kleinkindern erhält die Mindestsicherung (insgesamt max. 1688,76 €) und Familienbeihilfe.
  • 903,32 € bekommt eine Flüchtlingsfamilie mit zwei Klein-kindern. Sobald sie anerkannt sind, sind sie Wienern gleichgestellt.
  • Meist werden die Jugendlichen in Einrichtungen betreut. Die Stadt zahlt dem Trägerverein 95 € pro Tag. Davon muss alles bezahlt werden (Miete, Betreuung, Lebensmittel usw.). Zur freien Verfügung hat der Flüchtling 40 € pro Monat.
  • Entscheidet sich eine Mutter, bis zur Vollendung des 15. Lebensmonats ihres Kindes zu Hause zu bleiben, erhält sie zumindest 800 €. 
  • Eine Wiener Mindestpensionistin erhält maximal 882,78 €. Zusätzlich kann sie Mietbeihilfe (maximal 309 €) beantragen. Außerdem hat sie Anspruch auf einen Mobilpass.
  • Eine vierköpfige Flüchtlingsfamilie, deren Verfahren noch läuft und die in einer Wohnung lebt, erhält einen Mietzuschuss (240 €), Verpflegungsgeld (580 €), Bekleidungshilfe (50 €) sowie Schulbedarf für die Kinder (33,32 €). In Summe 903,32 € pro Monat. Ist der Status anerkannt und die Eltern arbeitslos, haben sie den gleichen Anspruch wie eine österreichische Familie, insgesamt auf 1941,76 €/Monat.
  • Für minderjährige Flüchtlinge, die in einer Einrichtung leben, zahlt die Stadt pro Monat 2945 € an die Organisation. Zur freien Verfügung stehen dem Jugendlichen 40 € pro Monat zu.

 


Migration nach Österreich – Studie: Mehrheit dafür

Migration01

Vor rund 25 Jahren, am 18. Dezember 1990, haben die UNO die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten/Menschen, die von einem Wohnsitz/Land zu anderen (dauerhaften) Wohnsitzen/Ländern wandern. Ab dem Zeitpunkt der (neuerlichen) Niederlassung sind die Personen genau genommen keine MigrantInnen mehr, sondern Menschen mit Migrationshintergrund. Eine Person kann zu- und abwandern. Die Wanderung kann rechtlich in verschiedene Bereiche fallen, wie dem Asyl, der Arbeitskräftewanderung oder des Familiennachzugs. und ihrer Familienangehörigen angenommen. Zehn Jahre später rief die UNO den 18. Dezember zum “Internationalen Tag der Migranten” aus. Mehr…


Was geht – was fehlt?

Eine Umfrage der Zeitschrift „DIE  ZEIT“ unter 3486 ehrenamtlichen  Flüchtlingshelfern über einen Zeitraum von 19.11. bis 2.12. 2015 in Deutschland.

Haben die Anschläge von Paris Ihre  Bereitschaft, sich zu engagieren, beeinflusst?  71,2 % nein gar nicht, – 23,2 % Ich bin motivierter als zuvor – 3,7 % Ich bin ängstlicher geworden – 1,9 % Ich bin misstrauisvher geworden.

Wie erleben Sie Ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe grundsätzlich? 55,7% positiv – 31,3% sehr positiv – 9,5% unentschieden – 2,3% überwiegend negativ – 1,2% sehr negativ.

Werden Sie in kommender Zeit Ihr Engagement ändern? 71,9% keine Veränderung – 13,8% erhöhen – 11,9% reduzieren – 2,4% beenden.

 

Reportagen zum Thema Flucht

  • Meine Flucht, eure Flucht – DIE ZEIT, 1.10.2015 – Der eine floh vor 32 Jahren aus der DDR, der andere vor 5 Jahren aus Eritrea. Und doch hattben ihre Geschichten erstaunliche Ähnlichkeiten.
  • Flüchtlinge: Kann man Werte lernen – DER STANDARD, 3.12.2015 von Beate Littig – Nach acht Stunden Werteschulung können viele Migranten sicher etwas Auswendiggelerntes wiedergeben. Aber was bringt das bei der Integration von Flüchtlingen? Viel klüger ist es, Begegnungsräume für Zuwanderer und Einheimische zu schaffen.

Weshalb fliehen Menschen aus:

  • Eritrea : Nach 30 Jahren Krieg mit Äthiopien errang Eritrea 1993 die Unabhängigkeit. Seitdem wird das Land von Präsident Isayas Afewerki und seiner Partei PFD geführt. 2002 wurde der „Nationale Dienst“ eingeführt, ein Militärdienst, den alle Eritreer im Alter von 18 Jahren anzutreten haben. Jenseits von Verteidigungsaufgaben werden sie zum Straßen- und Bergbau und in der Landwirtschaft eingesetzt und leben in Arbeitslagern. Offiziell dauert der Dienstb18 Monate, meist öäuft er aber unbefristet. Wahlen hat es noch nie gegeben. Ausreise ist illegal. Trotzdem fliehen viele Menschen. Laut UN leben von sechs Millionen Einwohnern 360 000 als Flüchtlinge im Ausland.
Print Friendly, PDF & Email
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Hintergrundinfos, SeminarDokumentation und verschlagwortet mit , , , , von Werner Drizhal. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.