Recht auf Arbeit oder Arbeit ohne Rechte?

Bild: www.undok.at

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Tagung: Recht auf Arbeit oder Arbeit ohne Rechte?

Ob Rufe aus der Wirtschaft nach Ausnahmen vom Mindestlohn oder Forderungen nach einer Aushöhlung der Mindestsicherung – Lohn- und Sozialstandards geraten in Krisenzeiten wieder stärker unter Druck. Das, was als Angriff auf einzelne gesellschaftliche Gruppen beginnt, stellt auch Arbeitsrechte aller Beschäftigten sowie das System der sozialen Sicherheit insgesamt in Frage und betrifft damit uns alle.

Eines der zentralen Themen dabei ist die Integration von Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt. Die aktuelle Situation zeigt, solange AsylwerberInnen keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben, müssen diese (schein)selbstständig und undokumentiert arbeiten. ArbeitgeberInnen nutzen diese Situation häufig aus, indem sie Lohn- und Sozialdumping betreiben. Dies stellt auch Gewerkschaften vor neue Herausforderungen.

Es stellen sich folgende Fragen: Wie kann der Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen geöffnet werden, ohne Lohn- und Sozialdumping zu befördern? Wie können MigrantInnen als Gewerkschaftsmitglieder gewonnen werden? Welche innovativen Methoden bieten sich dafür an? Wie müssen sich Gewerkschaften verändern, um den damit verbundenen Herausforderungen wirksam begegnen zu können?

Zeit: Montag, 29. Februar 2016, 16:00 bis 21:00 Uhr
Ort: ÖGB Catamaran, Grete-Rehor-Saal, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Programm

16:00 Uhr: Workshops für BetriebsrätInnen und MultiplikatorInnen
Arbeiten ohne Papiere, aber nicht ohne Rechte!

17:00 Uhr: Austausch bei einem Buffet von BOEM* feat. Migrating Kitchen

18:00 Uhr: Podiumsdiskussion
Arbeitsmarktzugang: Abschotten? Regulieren? Öffnen?

Studienpräsentation
Julia Bock-Schappelwein, Peter Huber (WIFO)

Diskussion
Zoheir Sameri, Filiz Kalayci (UNDOK)
Gernot Mitter (AK Wien, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Integration)
Aurora García (Migrationssekretärin Gewerkschaft Unia)
Othmar Danninger (Betriebsratsvorsitzender der Fa. Leube Baustoffe, Gewerkschaft Bau-Holz)

Moderation: Karin Jović, Sandra Stern (UNDOK)

Um Anmeldung bis Freitag, 26.02. wird gebeten – Online-Anmeldeformular unter diesem Link!

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