Das Black-Box-Prinzip

Warum Fehler uns weiterbringen  – Mattew Syed
384 Seiten, dtv 2016, ISBN 978-3-423-26130-2, 17,40 EUR
Bestellung im ÖGB-Verlag

Lernen aus Fehlern hat den Status eines Klischees, aber Matthew Syed zeigt im aktuellen „Buch der Woche“, was hinter der erfolgreichsten Lernmethode der Menschheit steckt. Er gibt Einblick in die Bandbreite der Techniken, die die innovativsten und erfolgreichsten Organisationen der Welt nutzen. Denn der wichtigste Faktor des Erfolgs ist eine positive Einstellung zum Scheitern. 

Positive Fehlerkultur

Die Luftfahrt hat eine besondere, positive Fehlerkultur. Misserfolge und Fehler werden ernst genommen und – mit Hilfe der Black Box – analysiert. So kann man nachvollziehen, welche Kommunikation im Vorfeld stattfand und inwiefern falsche Entscheidungen getroffen wurden. Der erstaunliche Sicherheitsgrad der Luftfahrt resultiert daraus.

Erfolgsgarant Fehleranalyse

Menschen, die gezielt aus Fehlern lernen, anstatt sie zu vertuschen oder anderen in die Schuhe zu schieben, nennt Matthew Syed »Black-Box-Denker«. Dazu sind jedoch nur wenige in der Lage. Auch in vielen Unternehmen geht man mit Misserfolgen nicht offen und ohne Schuldzuweisungen um. Matthew Syed bietet aufschlussreiche Analysen für dieses Verhalten. Zu welchen Erfolgen hingegen ein offensiver Umgang mit Fehlern führen kann, führt er uns anhand konkreter Beispiele vor Augen, aus der Welt des Sports oder von erfolgreichen Unternehmen wie Google, Pixar oder Dropbox. Positive Fehlerkultur ist ein wichtiges Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. ›Das Black-Box-Prinzip‹ zeigt, was Einzelne ebenso wie Institutionen konkret tun können, um tatsächlich aus Misserfolgen zu lernen.

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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