Wertschöpfungsabgabe (SE)

Der österreichische Sozialstaat wird großteils über lohnsummenbezogene Abgaben finanziert. Damit ist die derzeitige Finanzierung des Sozialsystems maßgeblich an die Entwicklung der Löhne- und Gehälter gekoppelt. Die Idee einer Wertschöpfungsabgabe wurde von der Gewerkschaftsbewegung entwickelt, um die Finanzierungslast vom Faktor Arbeit in Richtung Kapital zu verschieben, in dem man andere bzw. weitere Wertschöpfungskomponenten (z.B. Gewinn, Fremdkapitalzinsen, Mieten und Pachten sowie Abschreibungen) in die Bemessungsgrundlage – für Sozialversicherungsbeiträge – miteinbezieht, und diese dadurch verbreitert.

Termin: Montag, 24.04.2017, 10.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien (SR 21)

Im Rahmen des Seminars werden u.a. folgende Fragen bzw. Themen behandelt:

  • Was wird derzeit über die Lohnsumme finanziert? Probleme und Vorteile einer lohnsummenbezogenen Finanzierung.
  • Was ist die Lohnquote und wie hat sie sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt?
  • Was versteht man unter einer Wertschöpfungsabgabe? Wer hat die Idee wann und warum entwickelt? Welche Modelle gibt es?
  • Warum wird die Wertschöpfungsabgabe in der öffentlichen Debatte regelmäßig als „Maschinensteuer“ bezeichnet und welche Argumente lassen sich dagegen einwenden?
  • Vor- und Nachteile einer Wertschöpfungsabgabe.
  • Berechnungen zur Wertschöpfungsabgabe: Wer würde mehr zahlen, wer weniger?
  • Wie würde sich die Wertschöpfungsabgabe in meinem Betrieb auswirken?

Referenten:
Mag. Florentin Döller (GPA-djp Grundlagenabteilung)
Mag. Markus Oberrauter (AK Wien Abteilung Betriebswirtschaft)

Anmeldung online unter diesem Link!

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