Von A wie Arbeit bis Z wie Zukunft

Die Erde erhitzt sich immer schneller. Wir leben, arbeiten und produzieren auf Kosten anderer und auf Kosten unserer Zukunft. Was muss sich an der Arbeitswelt und der Wirtschaft verändern? Vor welchen Herausforderung und Aufgaben stehen Beschäftigte in Betrieben und Gewerkschaften, um gute Arbeit und ein gutes Leben für alle zu ermöglichen?

Die Broschüre „Von A wie Arbeit bis Z wie Zukunft“ beleuchtet die Arbeitswelt und Wirtschaftsweise auf eindringliche Art: Das Konzept der imperialen Lebensweise hilft dabei, zu verstehen, warum sich sowohl soziale Ungleichheit als auch Umweltkrise weiter zuspitzen, obwohl es kaum an Wissen darüber fehlt. Es umschreibt jene Produktions- und Konsummuster, die tief in unserem Alltag und Denken verankert sind, und auf der grenzenlosen Aneignung von Natur und Arbeitskraft beruhen.

Schreibwerkstatt imperiale Lebensweise

Die Broschüre entstand in einem kollektiven Schreibprozess im Rahmen der Schreibwerkstatt imperiale Lebensweise. Diese fand von Jänner bis August 2019 statt, veranstaltet vom Kollektiv Periskop gemeinsam mit Ulrich Brand, Professor für internationale Politik an der Universität Wien und gefördert unter anderem durch die AK Wien: Fünf Wochenenden, zwölf Autor*innen, drei Prozessbegleiter*innen und viele Feedback-Schleifen (unter anderem mit GewerkschafterInnen) später ist nun das Resultat da.

Die Schreibwerkstatt bestand sowohl aus einer Fortbildung für die Teilnehmer*innen, als auch einem partizipativen Arbeits- und Schreibprozess. Das Team aus interessierten Studierenden, zivilgesellschaftlich Engagierten und Multiplikator*innen, setzte sich 2019 intensiv mit der “imperialen Lebensweise” auseinander. Das Format der Schreibwerkstatt war bewusst offen gehalten. So sollen die Teilnehmer*innen gemäß ihren Interessen und Fähigkeiten über die thematischen Schwerpunkte sowie die konkrete Gestaltung des Outputs mitentscheiden können. Über allem stand die Auseinandersetzung mit den Fragen, wie österreichische Institutionen mit der imperialen Lebensweise verwoben sind, wie das Verständnis einer sozial-ökologischen Transformation stärker in bestimmten Institutionen wie Gewerkschaften verankert werden könnte und welche Ansatzmöglichkeiten es gibt. Zudem beschäftigten wir uns mit einem verständlichen und attraktiven „Framing“ des Konzepts der „imperialen Lebensweise“ und der sozial-ökologischen Transformation: Wie lässt sich das wissenschaftliche Konzept in Bildern, Metaphern und Geschichten verständlich und emotional überzeugend transportieren, um nicht weiterhin nur Akademiker*innen anzusprechen?

Unter folgendem Link stehen sowohl die Broschüre als auch weitere Informationen und Materialien zum Download zur Verfügung: periskop – Wandel braucht neue Perspektiven

Weitere Materialien/Informationen zum Thema

Klimakrise und Arbeitswelt – gemeinsam handeln! (Bericht zum gemeinsamen Workshop von GewerkschafterInnen, KlimaaktivistInnen von Fridays for Future, Workers for Future und vielen Interessierten am 20. September 2019 im ÖGB.)

Ulrich Brand /Markus Wissen: Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Zeiten des globalen Kapitalismus. München 2017: oekom Verlag

Ulrich Brand / Kathrin Niedermoser (Hrsg.): Gewerkschaften und die Gestaltung einer sozial-ökologischen Gesellschaft. Wien 2017: ÖGB Verlag

„Wir sind jenseits dessen, was dieser Planet verträgt.“ (Interview mit der Meteorologin und Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb in der Kompetenz Online.)

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