ArbeitnehmerInnen im Netz rechtspopulistischer Politik

GPA-djp Diskussionsveranstaltung

In vielen Teilen Europas und darüber hinaus ist Rechte Politik am Vormarsch. Bürgerliche Parteien nutzen in mehreren Ländern die Strategien rechtspopulistischer Bewegungen und feiern damit Erfolge bei Wahlen – mit fatalen Folgen: Sie arbeiten an der Spaltung der Gesellschaft und der Demontage des Sozialstaates.

Damit bekommen auch rechtsextreme Kräfte Aufwind.

Klar ist, Arbeitnehmer/innen und Gewerkschaften kann diese dunkle Entwicklung nicht kalt lassen. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt der Diskussion an diesem Abend.

  • Was zeichnet rechtspopulistische Strategien in ihrem Kern aus?
  • Warum sympathisieren viel zu viele Arbeitnehmer/innen – nicht nur in Österreich – mit rechten Bewegungen und Parteien?
  • Gibt es Entwicklungen in der der Wirtschaft und der Arbeitswelt, die den Rechtsruck befördern?
  • Was kann (von jedem einzelnen) getan werden, um diesen Tendenzen entgegenzutreten?

Keynotes:

Moderation: Natascha Strobl (Politikwissenschafterin, Forschungsschwerpunkt: u.a. Rechtsextremismus)

Datum: 07. November 2019, 17:00 bis 19:00 Uhr
Ort: GPA-djp, D3 Convention Center, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1030 Wien
Zielgruppe: Gewerkschaftsmitglieder und BetriebsrätInnen

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Museumsbesuch: „Das Rote Wien 1919-1934“

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums blickt diese Ausstellung im WIEN MUSEUM auf das „Rote Wien“ als umfassendes gesellschaftliches Entwicklungsprojekt der Zwischenkriegszeit. Vor dem Hintergrund der katastrophalen Situation nach dem Ersten Weltkrieg zielte die sozialdemokratische Wiener Gemeinderegierung auf eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter- und Arbeiterinnen und auf eine Demokratisierung der Gesellschaft.

Die Frage „Wie leben?“ wurde im Roten Wien mit hoher Intensität debattiert und betraf sämtliche Bereiche des Lebens. Im Rahmen eines Besuches dieser Ausstellung blicken wir auf die zentralen Debatten und Reformen des Roten Wien.

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Erfolgreich verhandeln im Betrieb (SE)

Das 1×1 der betrieblichen Verhandlungsführung in zwei Tagen

Dauernd kommt jemand aus dem Personalbereich und will „wegen des sich ändernden wirtschaftlichen Umfelds“ etwas ändern. Der Betriebsrat soll möglichst rasch zustimmen und nicht immer alles blockieren. Bestehende Betriebsvereinbarungen sollen geändert und neue verhandelt werden.

In dieser und vielen andere Situationen ist deine Verhandlungsfähigkeit als Betriebsrat gefragt. Du willst dich optimal auf Verhandlungen im Betrieb vorbereiten? Du willst die Tricks der ‚Gegenseite‘ kennen und diese erfolgreich kontern? Du bist Verhandlungsneuling oder versierter Verhandler bzw. versierte Verhandlerin?

In diesem Seminar kannst du im ‚geschützten Umfeld‘ üben und neues dazulernen. – Im Fokus: Die Betriebsvereinbarung.

Termin: 4.-5. Dezember 2019
(Beginn: 1.Tag, 9:00 Uhr; Ende: 2. Tag: 16:00 Uhr)
Ort: ÖGB-Zentrale (Catamaran), 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1

Zielgruppe: Betriebsräte/innen, die Mitglieder der GPA-djp sind und den Basiskurs 1 (BR-Grundkurs) oder die Gewerkschaftsschule absolviert haben.

 Seminarziele: Weiterlesen

Belegschaften mobilisieren – Druck im Betrieb erhöhen (SE)

Aus der Belegschaft aktive Unterstützer/innen machen

Die Durchsetzungsfähigkeit des Betriebsrates gegenüber der Unternehmensleitung hängt auch von einer guten Beziehung und Kommunikation mit der Belegschaft ab. So die Grundthese dieses Seminares, aus der sich die Frage ergibt: Wie schaffe ich es als Betriebsrat, die Belegschaft ‚zu sammeln‘, ‚hinter mich zu bringen‘ und so zu aktiven Unterstützer/innen zu machen?

In diesem Seminar werden Methoden erfolgreicher Mobilisierungsprojekte vermittelt und daran gearbeitet, das oft verbreitete ‚Einzelkämpfertum‘ zu verdrängen. Wie kann das Interesse an Themen von Betriebsrat und Gewerkschaft erhöht werden? Wie die Mobilisierungsbereitschaft der Kollegen/innen geweckt werden? – Im Betrieb soll wieder diskutiert werden – Wie kann das gelingen?

Anhand eines eigenen (gewerkschaftlichen) Themas sollen die Teilnehmer/innen einen konkreten Umsetzungsplan für ihre gewünschte Kampagne erarbeiten.

Termin: 3.-5. Dezember 2019
(Beginn: 1. Tag 9:30 Uhr, Ende: 3. Tag ca. 15:00 Uhr, inkl. Abendprogramm am 3.12.)

Ort: Jägermayerhof, Römerstraße 98, 4020 Linz

Zielgruppe und Teilnahmevoraussetzung:

  • Betriebsratsvorsitzende und stv. Betriebsratsvorsitzende, die GPA-djp Mitglied sind, und die den Basiskurs I (Grundkurs) od. die Gewerkschaftsschule absolviert haben.
  • Die Teilnahme von zwei Mitgliedern aus einem Betriebsratsteam wird empfohlen (eine/r davon der/die Betriebsratsvorsitzende od. der/die Vorsitzstellvertreter/in).
  • Ein geplantes betriebliches/gewerkschaftliches Mobilisierungsprojekt, das in naher Zukunft umgesetzt werden soll, wird zum Seminar mitgebracht.

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Was ändert sich im Jahr 2020 in der Sozialversicherung?

Mit den gesetzlichen Eingriffen im Zuge der sog. Reform der Sozialversicherung (SV)wurden gut funktionierende Strukturen zerschlagen. Das betrifft die Gesundheitsversorgung gleichsam wie die Unfallversicherung. Systematisch wurde dabei auch empfindlich in das bewährte System der Selbstverwaltung der Versicherten eingegriffen.

In diesem Seminar erfahren die Teilnehmer/innen nicht nur Grundlegendes zu Geschichte und Funktion der Sozialversicherung sowie deren Grundprinzipien (Selbstverwaltung, Pflichtversicherung, solidarische Finanzierung und Risikotragung, Gemeinwohl- statt Gewinnorientierung). Sie erfahren aus erster Hand auch, mit welchen Auswirkungen des SV-Umbaus auf die Patienten/innen, die Versicherten, die Beschäftigten in den SV-Einrichtungen und generell für die Gesellschaft gerechnet werden muss.

Termin: 28. Oktober 2019 (Seminarzeiten: 9:00 – 16:30 Uhr)
Ort: ÖGB Zentrale (Catamaran), Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Zielgruppe: Betriebsräte und Betriebsrätinnen, die Mitglied der GPA-djp sind

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Grundlagen des Sozialstaates – Argumentationstraining (Doku)

Der Sozialstaat kann enorm viel: wenn man ihn lässt

Obwohl den meisten klar ist, dass der Sozialstaat in seiner heutigen Form wohl eine der größten demokratischen Errungenschaften ist, ist er laufend undifferenzierten Angriffen ausgesetzt: Unfinanzierbarkeit, Überbürokratisierung, vermeintliche Lücken und Ungerechtigkeiten im System – das und noch mehr wird zunehmend in der politischen Debatte strapaziert, um sozialstaatliche Leistungen zu diffamieren.  

In diesem politischen Gesprächstraining arbeiteten engagierte BetriebsrätInnen daran, ihre Schlagfertigkeit und Überzeugungskraft beim Widerlegen dieser Angriffe zu stärken. Am Ende standen jede Menge guter Argumente für einen aktiven und solidarischen Sozialstaat.

  • Adi Buxbaum aus der Sozialpolitischen Abteilung der AK Wien lieferte schlagende sozial- und wirtschaftspolitische Argumente für „mehr Sozial- und Wohlfahrtsstaat, unterlegt mit Zahlen und Fakten.
  • Christian Kraxner als politischem Gesprächstrainer lieferte kommunikatives Rüstzeug, um im Betrieb wie auch in Stammtischrunden Angriffen auf Leistungen und bewährte Institutionen des Sozialstaates gut begegnen zu können.

Der Sozialstaat verfolgt ein primäres Ziel: den solidarischen Ausgleich in Wirtschaft und Gesellschaft

Der Ausgangspunkt aller Überlegungen: Wäre ein Leben in Würde überhaupt denkbar, wenn es beispielsweise kein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem gäbe, wenn die öffentlichen Pensionen nicht pünktlich ausbezahlt würden, wenn das Bildungssystem nicht weitgehend kostenlos im Zugang wäre?

Auch in schwierigen Wirtschafts- und Lebenslagen Zeiten hält er seine Versprechen: er bietet Sicherheit für die nächsten Schritte und macht so den Wirtschaftsstandort insgesamt krisenfester. Wie schafft er all das?

Einige der wichtigsten Argumente ‚pro Sozialstaat‘ in diesem Seminar:

  • Soziale Sicherheit wirkt gegen Polarisierung und Ausgrenzung. Das trägt zu einem Mehr an Chancengleichheit bei.
  • Das führt auch auch zu größerem Sicherheitsgefühl und gegenseitigem Vertrauen bei, das für das Funktionieren der Wirtschaft unumgänglich ist.
  • Der Sozialstaat glättet durch Arbeitsmarkt- und Konjunkturpakete konjunkturelle Schwankungen.
  • Stabilisierend wirkt er dabei auch durch die Lebensstandardsicherung in schwierigen Lebenslagen.
  • Das öffentliche Angebot bzw. die öffentliche Finanzierung von Dienstleistungen für Gesundheit, Pflege, Kinderbetreuung und Bildung schafft außerdem direkt Arbeitsplätze.
  • Sozial-, arbeitsmarkt-, bildungs- und familienpolitische Maßnahmen erhöhen die Arbeitsmarktchancen zahlreicher Bevölkerungsgruppen.
  • Sozialstaatliche Investitionen sichern über einen hohen Beschäftigungsstand wiederum die Finanzierungsgrundlage des Sozialstaats.

Diese und zahlreiche weitere gute Argumente und Fakten für en Sozialstaat finden sich aufbereitet – mit zahlreichen Möglichkeiten zu Downloads – auf der neuen Online-Plattform „Sozialstaat und Sozialleistungen im Überblick“ der AK Wien.


Weiterführende Information:

www.sozialleistungen.at
AK Wien, Online Plattform: Sozialstaat und Sozialleistungen im Überblick

Sozialstaat in Österreich: Ziele, Funktionen, Geschichte, Finanzierung

Ansprüche: Eltern/Kinder, Menschen in Ausbildung, bei Arbeitslosigkeit, im Krankheitsfall

Sozialleistungen im Überblick

100 Jahre Betriebsrätegesetz – Erfolgsmodell Mitbestimmung (SE)

Ein Streifzug durch Geschichte und Gegenwart betrieblicher Mitbestimmung

Im Mai 1919 wurde in Österreich das Betriebsrätegesetz im Rahmen der sozialpolitischen Offensive zu Beginn der Republik beschlossen. Es brachte für Arbeiter/innen und Angestellte erstmals die rechtliche Grundlage zur Mitwirkung im Betrieb. Es war zu dieser Zeit das weitreichendste Gesetz zur Mitbestimmung im Europa der Zwischenkriegszeit. Zur Zeit von Austrofaschismus und Nationalsozialismus wurde die betriebliche Mitbestimmung abgeschafft und zahlreiche Betriebsräte/innen verfolgt.

Nach 1945 konnte das Betriebsrätegesetz erneut gesetzlich verankert und im Zuge des sozialpolitischen Reformschubs der 1970er Jahre substanziell erweitert werden. Die aufkommende neoliberale Politik seit den 1990er Jahre und v.a. auch die Sparpolitik im Zuge der Finanzmarktkrise ab 2008 greift in immer mehr europäischen Ländern bestehende Standards der Mitbestimmung an. Auch in Österreich wurde diese Politik mit Antritt der letzten Regierung salonfähig: demokratische Errungenschaften, die uns bisher als selbstverständlich erschienen, werden wieder in Frage gestellt und angegriffen.

In diesem Seminar stehen die wichtigsten historischen Zäsuren in der Entwicklung der betrieblichen Mitbestimmung von dessen Einführung 1919 bis zur Gegenwart im Mittelpunkt. Wo stehen wir heute und welche Herausforderungen begegnen wir als Betriebsräte/innen und Gewerkschaften aktuell?

Termin: 24.10.2019, Seminarzeiten: 09:00 – 16:00 Uhr
Ort: Bildungszentrum der AK-Wien, Theresianumgasse 16 – 18, 1040 Wien
Zielgruppe: Betriebsräte und Betriebsrätinnen, die Mitglied der GPA-djp sind.

Seminarziele: Weiterlesen

Netzwerken – der Schlüssel für deinen Erfolg als Betriebsrat (SE)

Durch persönliche Beziehungen deine Legitimation & Durchsetzungskraft stärken

Wie schaffe ich es, als Betriebsrat / als Betriebsrätin in der Belegschaft dauerhaft präsent zu sein? Wie gelingt es mir, mehr Rückhalt in der Belegschaft zu gewinnen? Wie kann ich neue Verbündete in der Belegschaft ausfindig machen? Wie baue ich ein persönliches Beziehungs- und Informationsnetzwerk im Betrieb auf? Welche Instrumente können mir dabei helfen?

„Wer alleine arbeitet ‚addiert‘, wer zusammen arbeitet ‚multipliziert‘.“

In diesem Seminar versuchen wir, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Du lernst die Bedeutung von persönlicher Beziehungsarbeit in der Betriebsratsarbeit kennen und bekommst einen Überblick, wie du ein erfolgreicher „Netzwerker“/eine erfolgreiche „Netzwerkerin“ werden kannst.

Termin: 01. – 02. Oktober 2019
(Beginn: 1. Tag um 10:00 Uhr, Ende 2. Tag um 16:00 Uhr)
Ort: ÖGB-Zentrale (Catamaran), 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 2
Zielgruppe: Betriebsräte/Betriebsrätinnen, die Mitglieder der GPA-djp sind und die einen Basiskurs I (Grundkurs) oder die Gewerkschaftsschule absolviert haben.

Seminarziele: Weiterlesen