Teste deine DigiSkills

Die unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Krise treffen auch die Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit mit voller Wucht. Ein großer Teil dessen, was vor Kurzem noch auf der Agenda des betrieblichen bzw. betriebsrätlichen Alltags stand, ist abgesagt oder verschoben. Mit (drohenden) Kündigungen, Kurzarbeit und allen sonstigen Fragen rund um www.jobundcorona.at sind wir alle seit einigen Wochen gut beschäftigt.

Krise als Chance

In dieser Situation werden jedoch auch Anforderungen sichtbar, die bislang in vielen Bereich als nicht so wichtig behandelt wurden, etwa bei der Verlagerung von Kommunikation in den virtuellen Bereich und den Umgang mit digitalen Tools, um die gemeinsame Arbeit weiterhin gut zu organisieren. Hier bietet die Krise die Chance auf einen Entwicklungsschub, denn Vieles, das bislang nicht so wichtig war, ist plötzlich eine gute und effektive Lösung.

Digitale Kompetenzen (DigiSkills)

In der GPA-djp Bildungsabteilung haben wir bereits seit einiger Zeit Projekte gefördert vom Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 der AK Wien in der Pipeline, die sich der Förderung digitaler Kompetenzen („DigiSkills“) widmen. In nächster Zeit werden wir dich diesbezüglich mit Updates und Angeboten versorgen.

An dieser Stelle möchten wir kurzfristig noch zur Unterstützung eines Projektes zu diesem Thema aufrufen:

Der Verein fit4internet führt gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern derzeit einen Feldtest zu digitalen Kompetenzen durch und sucht dafür noch kurzentschlossene TeilnehmerInnen.

Hier die Informationen und die Einladung der KollegInnen: Weiterlesen

Information zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Aufgrund der aktuellen amtlichen Empfehlungen, nahezu alle Veranstaltungsorte für die kommenden Wochen geschlossen zu halten, kommen selbstverständlich auch wir unserer Verantwortung im Zuge der gegenwärtigen Infektionslage nach.

Daher sind alle Bildungsveranstaltungen der GPA-djp Bildungsabteilung bis Ende Juni 2020 abgesagt.

Wir werden der Situation entsprechend weiter informieren, wie es mit unseren Bildungsangeboten weitergeht. Vielen Dank für dein Verständnis!

Wenn du dich arbeitsrechtlich informieren möchtest, schau bitte auf die extra zur Situation eingerichteten Website des ÖGB und der Arbeiterkammer www.jobundcorona.at

Alles Gute für dich und dein persönliches Umfeld in dieser herausfordernden Zeit.

Das Team der GPA-djp Bildungsabteilung

Quo Vadis Partizipation und Solidarität?

Tagung: „Quo Vadis Partizipation und Solidarität?“

am 07. Oktober 2016, 10:00 bis 17:00 Uhr
in der Technisch-Gewerblichen Abendschule (TGA), Hörsaal B 402, 4. Stock, Plößlgasse 13, 1040 Wien

„Auf sehr allgemeiner Ebene bezeichnen Solidarität oder solidarisches Handeln eine soziale Beziehung zwischen Personen oder Personengruppen, die kooperations- und kollektivitätsfördernd ausgerichtet sind und – wenn nötig – wechselseitige Hilfe und Unterstützung umfasst. Sie basiert auf einer gemeinsamen Lage sowie auf geteilten Werten und Normen.“ (Saskja Schindler / Carina Altreiter / Jörg Flecker: Entsolidarisierung – Erosion gesellschaftlichen Zusammenhalts. In: Julia Hofmann / Thomas Kreiml / Hilde Weiss: Umbrüche – Umdenken. Arbeit und Gesellschaft aus wissenschaftlicher und betrieblicher Perspektive. Wien 2019: ÖGB Verlag, Seite 188-197, Seite 191.)

„Partizipation bedeutet zu teilen und darauf zu verzichten, die einzige, allgemeingültige Wahrheit zu kennen. […] Partizipation impliziert, die Komplexität und Mehrdimensionalität der Erfahrung anzuerkennen und zu würdigen. […] Partizipation ist weniger eine Methode, als eine Einstellung, eine Art, eine Arbeit anzugehen und durchzuführen.“ (Elisabeth Schmid / Anton Luger: Verstehen, was wir tun. Systematisierung von Erfahrungen als partizipativer Lernprozess. Wien 2015: Paulo Freire Zentrum, Seite 12.)

Weit gefasst verweist Partizipation auf die Einbeziehung von Individuen und Kollektiven in Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse. Welche Solidaritäten daraus entstehen und welche Solidaritäten zu Mitbestimmung bzw. Beteiligung beitragen, wird kontrovers diskutiert. Ziel dieser Veranstaltung ist der Austausch zwischen Forschung und Praxis zum breiten Themenfeld Partizipation und Solidarität. Es erwarten Sie Kurzpräsentationen und Diskussion wissenschaftlicher Befunde zu den Bereichen Solidarität in der Arbeitswelt und Bürgerbeteiligung. Die Basis bilden laufende oder abgeschlossene Forschungsprojekte und Dissertationen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

Anmeldung zur Veranstaltung online über diesen Link möglich.

Programm Weiterlesen

Dauernd (Finanz-)Krise?!

Die Finanzkrise 2008 und ihre Auswirkungen bis heute

2008 löste die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Weltwirtschaftskrise 1929 aus. Die europäische Politik beschloss milliardenschwere Rettungsschirme für die Banken und Kürzungsprogramme in den Staatsbudgets. Es folgten wirtschaftliche und soziale Probleme, die unter anderem einen Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Armut sowie den Abbau sozialer Rechte in weiten Teilen Europas nach sich zogen.

Ziel unserer Veranstaltung ist es, die Folgen der Krise im Allgemeinen, sowie deren weitreichende Zusammenhänge und Auswirkungen – vor allem auf unser eigenes (Arbeits-)Leben – besser zu verstehen. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen von Politik und Finanzmärkten. Und wir fragen: Hat all das etwas mit den aktuellen und wenig erfreulichen politischen Tendenzen in Österreich, der EU und weltweit zu tun? Vor allem aber bieten wir die Gelegenheit zum Austausch mit anderen BetriebsrätInnen, mit Gewerkschaftsmitgliedern und mit ExpertInnen zum Thema.

Datum: 06.11.2018, 16:30 bis 19:30 Uhr
Ort: GPA-djp, D3 Convention Center, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1030 Wien
Zielgruppe: Gewerkschaftsmitglieder und BetriebsrätInnen

Programm: Weiterlesen

Soziales Europa oder Freihandelszone für Konzerne?

ÖGB-Europadialog: Diskussion mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian

am 04. Oktober 2018, 16:30 bis 18:00 Uhr
im ÖGB, Veranstaltungszentrum Catamaran – Saal Wilhelmine Moik, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Die EU ist spätestens seit der Finanzkrise in keiner guten Verfassung mehr. Debatten über Fluchtrouten verdrängen die Diskussion über die eigentliche soziale Dimension in den Mitgliedsstaaten. Der Verdrängungswettbewerb nimmt stetig zu, Lohn- und Sozialdumping sind eine Gefahr und durch niedrige Mindeststandards droht selbst in Wohlfahrtsstaaten wie Österreich ein Abbau sozialer Rechte. Die EU hat mit der Europäischen Säule sozialer Rechte einen ersten Schritt gegen diese Entwicklung gesetzt. Weiterlesen

10 Jahre Finanzmarktkrise

10 Jahre Finanzcrash – Krise des Systems dringt weiter vor

CC BY-NC 2.0 Christian Voigt

„Die Insolvenz der viertgrößten Investmentbank der Welt brachte das globale Finanzsystem ins Wanken. Ein Beben, dessen Schockwellen die weltweit größte Rezession seit der Großen Depression von 1929 auslöste.“ (Ö1 – Epizentrum Wallstreet. 10 Jahre Finanzcrash) In der Nachbetrachtung können die Geschehnisse des Jahres 2008, der Ausbruch der Krise des globalen Finanzsystems, als eines der wichtigsten Ereignisse der jüngeren Geschichte bezeichnet werden. Sie führte dazu, dass die Krise des globalen Kapitalismus, die im „globalen Süden“ schon lange wütete, ins Zentrum vorrückte. Und so waren die Schockwellen, die der Financrash 2008 auslöste, waren bald auch in Europa bzw. ganz konkret auch in Österreich als Wirtschaftskrise spürbar.

„Die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise werden für immer mehr Menschen spürbar. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Hiobsbotschaften über Firmenzusammenbrüche und Rekordzahlen bei der Arbeitslosigkeit. Zur Tagesordnung kann niemand mehr übergehen. Die bisherigen Wirtschaftsstrukturen, die uns in diese Krise geführt haben, müssen neu gestaltet werden, auch wenn manche immer noch glauben, man könne danach einfach so weitermachen wie bisher. […] Die von den Unternehmen angesichts der Krise geforderten Gehalts- und Lohnkürzungen gestalten die aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen äußerst schwierig. Für uns ist klar: Lohn- und Gehaltsdumping ist wirtschaftlich der falsche Weg. Es würde die Krise prolongieren und die Spirale nach unten weiter beschleunigen. Daher verlangen wir gerade jetzt faire Kollektivvertragsabschlüsse für alle Branchen. Sollten die Arbeitgeber das verweigern, wird es in der Öffentlichkeit ein kräftiges Zeichen des Protests geben.“ (GPA-djp Kompetenz, Ausgabe 5-6/2009, Seite 3.)

Wir verzichten nicht! Weiterlesen

Wie wirken sich die Arbeitsbedingungen auf die Einstellungen von Angestellten aus?

Bild: GPA-djp Kompetenz 01-2006, Bilderbox

Viel ist derzeit die Rede von den Sorgen und Ängsten der Menschen, insbesondere auch der ArbeitnehmerInnen, die die Politik verstehen und ernst nehmen müsse. Das Thema ist derzeit so brisant wie schon lange nicht mehr, obwohl es im Grunde nicht neu ist.

„‚Nicht schon wieder‘, dachten wir uns allerdings auch, als es von Seiten der anderen Parteien wieder einmal hieß, man werde ‚die Sorgen und Ängste der kleinen Leute‘ ernst nehmen. Genau mit solchen guten Vorsätzen seiner politischen Gegner war der Aufstieg Jörg Haiders in den 80er und 90er Jahren gepflastert“ schrieben Jörg Flecker und Gudrun Hentges im Jahr 2006 in einem Artikel der KOMPETENZ (PDF). Der Frage, woher die Sorgen und Ängste der Menschen kommen und welche Ursachen sie haben könnten, sind die beiden ForscherInnen schon damals nachgegangen und haben sich dabei einem ganz bestimmten Zusammenhang gewidmet. In einem internationalen Forschungsprojekt haben sie untersucht, „ob die mit dem Erwerbsleben verbundenen Sorgen und Ängste der ArbeitnehmerInnen die politischen Erfolge der Rechtsextremen und Rechtspopulisten verständlich machen.“ Gerade in einer Zeit in, die durch Wandel bzw. Umbrüche und Unsicherheiten geprägt ist (Stichworte: Krise, Digitalisierung) sind diese Fragen auch aus gewerkschaftlicher Perspektive aktueller denn je, schließlich geht es um die Situation der ArbeitnehmerInnen und der Auswirkungen auf ihre Sichtweisen, Weltbilder und Einstellungen zu verschiedenen gesellschaftlich relevanten Themen. Weiterlesen

Die Armen von Wien

armutUwe Mauch in der  Reihe: Varia, ISBN 978-3-99046-158-7
EUR 19,90 – Bestellung im ÖGB-Verlag

Menschen, die manifest arm sind, gab und gibt es auch in einer der wohlhabendsten Städte der Welt. In Wien. In diesen Tagen sind rund 184.000 Menschen betroffen. Es fehlt ihnen das Geld und auch die Möglichkeiten, um ein halbwegs selbstbestimmtes Leben führen zu können. Sie sind häufiger krank und öfter einsam. Gleichzeitig steigt der Reichtum der obersten 5% der Bevölkerung; wenige haben viel, viele haben wenig.

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