Das Ohr am Puls der Belegschaft (Doku)

Fokusgruppen in der Kommunikation des Betriebsrats einsetzen

„Die Macht geht von der Belegschaft aus“ – so könnte das vielzitierte Leitmotiv der repräsentativen Demokratie in abgewandelter Form für die Betriebsratsarbeit lauten. Der Betriebsrat ist das von den Arbeitnehmer*innen im Betrieb gewählte Organ, gewählt, um die Interessen der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Bereits im Vorfeld von Betriebsratswahlen wird den engagierten Held*innen der betrieblichen Demokratie klar, was einer der wesentlichen Faktoren für erfolgreiche Betriebsratsarbeit ist: gute Kommunikation.

Am Beginn der Betriebsratskommunikation stehen unter anderem folgende grundlegende Fragen:

  • Wie werden die Beschäftigten über die Arbeit des Betriebsrats informiert?
  • Wie werden Themen, die aus Sicht der Beschäftigten und/oder aus der Sicht des Betriebsrats wichtig sind, im Betrieb „zum Thema gemacht“, also kampagnisiert?
  • Wie bekundet der Betriebsrat sein Interesse an bzw. sein „offenes Ohr“ für die Anliegen, Frage- und Problemstellungen der Arbeitnehmer*innen im Betrieb?
  • Wie erfährt der Betriebsrat, wo die Kolleginnen und Kollegen der Schuh drückt?

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Was Macht macht

Aktionsforschungsworkshop

am 17. März 2020 von 10:00 bis 13:00 Uhr
PROGES, Fabrikstraße 32, 4020 Linz

„Macht aber besitzt eigentlich niemand, sie entsteht zwischen Menschen, wenn sie zusammen handeln, und sie verschwindet, sobald sie sich wieder zerstreuen.“ (Hannah Arendt)

Demnach können Macht und Ohnmacht als dynamische Prozesse gelesen werden, die im Aufeinandertreffen von Akteur*innen gebildet werden. Bleibt die Frage, wie Macht heute organisiert, benutzt und gesteuert wird.

Wir laden ein, in Begegnung und Auseinandersetzung zur Frage der Macht als sozialer Dynamik zu gehen, Figuren des Aufeinandertreffens zu analysieren und zu diskutieren.

Basis für das Gespräch sind die ersten Seiten des Buches von Wolfgang Sofsky und Rainer Paris (1994): Figuration sozialer Macht. Autorität – Stellvertretung – Koalition. Frankfurt/Main: Suhrkamp, Seiten 9-13.

Der Text wird nach Anmeldung zur Teilnahme am Workshop zugesandt.

Zum Aktionsforschungsworkshop sind alle eingeladen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, Teilnehmer*innen der vergangenen Aktionsforschungsseminare, Interessent*innen am Aktionsforschungsseminar 2020, Berater*innen, Personen in Leitungspositionen, Betriebsräte und Betriebsrätinnen, Studierende, Pädagogen*innen, Sozialarbeiter*innen, Gruppendynamiker*innen.

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Betriebsrat – Macht – Gewerkschaft (SE)

Orientierung als Betriebsrat in Gewerkschaft und Gesellschaft

„Macht aber besitzt eigentlich niemand, sie entsteht zwischen Menschen, wenn sie zusammen handeln, und sie verschwindet, sobald sie sich wieder zerstreuen.“ (Hannah Arendt)

Das gemeinsame Handeln der ArbeitnehmerInnen ist der Ursprung der Gewerkschaftsbewegung, so haben unsere VorgängerInnen Rechte errungen. Doch das gemeinsame Handeln wird schwieriger – BetriebsrätInnen/GewerkschafterInnen stehen vor enormen Herausforderungen:

  • Du hörst, dass die Sozialpartnerschaft zunehmend aufgekündigt wird und fragst dich, was das für dich als Betriebsrat bedeutet?
  • Du engagierst dich für deine KollegInnen, merkst aber, dass sich die Situation der Belegschaft in deinem Betrieb nicht wirklich verbessert?
  • Du findest, dass sich sowohl im Betrieb als auch „draußen“ in der Welt wahnsinnig viel verändert und es schwierig ist, hier noch den Überblick zu bewahren und mitzugestalten?
  • Du merkst, dass Meinungsverschiedenheiten und Konflikte zunehmen und fragst dich wie du auf diese Entwicklung als Betriebsrat reagieren sollst? (Was ist hier eigentlich los?)

Wir laden dich ein, diese und viele weitere Fragen in unserem neuen Seminar in einer Art „Gewerkschaftslabor“ offen zu diskutieren, Meinungen auszutauschen, Fragen zu stellen, Sorgen und Probleme zu benennen und gemeinsam Ideen für Lösungen zu formulieren.

Datum: 10. bis 11.03.2020, Seminarzeiten: Beginn 1. Tag: 09:00 Uhr, Ende 2. Tag: 16:30 Uhr (bitte beachte: die durchgehende Anwesenheit ist unbedingt erforderlich)
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Theresianumgasse 16 – 18, 1040 Wien, Seminarraum 21
Zielgruppe: Betriebsräte/Betriebsrätinnen, die Mitglieder der GPA-djp sind und die einen Basiskurs I (Grundkurs) oder die Gewerkschaftsschule absolviert haben.

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Atemlos?! Zeitverhältnisse sind Machtverhältnisse

Aktionsforschungsworkshop

am 13. November 2019 von 10:00 bis 13:00 Uhr
PROGES, Fabrikstraße 32, 4020 Linz

Wir bewegen uns wie selbstverständlich in immer schneller werdenden Zeitnormen. Hartmut Rosa spricht von „Beschleunigungszwängen, die eine fast totalitäre Macht entfalten“. In ihrer Wirkung vereinzeln sie und machen atemlos. In der Atemlosigkeit verlieren wir den Blick auf ihre strukturellen und institutionellen Ursachen.

Das Team der Aktionsforschung Linz lädt ein, in Begegnung und Auseinandersetzung den meist als dringlich erlebten Zeitverhältnissen nachzugehen und sie unter dem Gesichtspunkt machtvoller sozialer Prozesse zu diskutieren. Weiterlesen

Let’s Organize (Konferenz)

Internationale Erfahrungswerkstätte der AK Oberösterreich zu Organizing


Datum:
04. bis 05. Juli 2019, Beginn am 1. Tag um 9:00 Uhr, Ende am 2. Tag um 13:00 Uhr
Ort: AK-Bildungshaus Jägermayrhof, Römerstraße 98, 4020 Linz
Programm zum Downloaden:
Programm Organizing Konferenz AK OOE

Organizing wurde zunächst als neue und stark konfliktorientierte gewerkschaftliche Strategie in den USA wahrgenommen. Bei uns angekommen, hat sich im letzten Jahrzehnt ein großer Erfahrungsschatz dazu entwickelt. 2008 wurde im AK-Bildungshaus Jägermayrhof der österreichweit erste „Organizing“-Lehrgang für Gewerkschaftssekretäre/-innen durchgeführt.

Erfahrungen mit Organizing gibt es inzwischen in vielen Gewerkschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Tagung geht der Frage nach, welche Organizing-„Kulturen“ sich inzwischen in Europa und speziell im deutschsprachigen Raum entwickelt haben und wie sie in den Gewerkschaften verankert sind.

Organizing fasziniert, Organizing samt seiner Werkzeuge und Strategien hat inzwischen unbestritten viele Erfolge aufzuweisen. Daher weisen wir gerne auf diese Tagung der AK Oberösterreich hin, die auch einen Austausch von best-practice Modellen der Umsetzung von Organizing-Strategien ermöglichen wird.

Veranstaltungsziele: Weiterlesen

Let’s Organize (Konferenz)

Internationale Erfahrungswerkstätte der AK Oberösterreich zu Organizing

Organizing wurde zunächst als neue und stark konfliktorientierte gewerkschaftliche Strategie in den USA wahrgenommen. Bei uns angekommen, hat sich im letzten Jahrzehnt ein großer Erfahrungsschatz dazu entwickelt. 2008 wurde im AK-Bildungshaus Jägermayrhof der österreichweit erste „Organizing“-Lehrgang für Gewerkschaftssekretäre/-innen durchgeführt.

Erfahrungen mit Organizing gibt es inzwischen in vielen Gewerkschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Tagung geht der Frage nach, welche Organizing-„Kulturen“ sich inzwischen in Europa und speziell im deutschsprachigen Raum entwickelt haben und wie sie in den Gewerkschaften verankert sind.

Organizing fasziniert, Organizing samt seiner Werkzeuge und Strategien hat inzwischen unbestritten viele Erfolge aufzuweisen. Daher weisen wir gerne auf diese Tagung der AK Oberösterreich hin, die auch einen Austausch von best-practice Modellen der Umsetzung von Organizing-Strategien ermöglichen wird.

Datum: 04. bis 05. Juli 2019, Beginn am 1. Tag um 9:00 Uhr, Ende am 2. Tag um 13:00 Uhr
Ort: AK-Bildungshaus Jägermayrhof, Römerstraße 98, 4020 Linz

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Freiheit sichten! Aktionsforschung zu Macht und Partizipation

Workshops
am 21. November 2017 und
24. April 2018 / PROGES Linz

Aktionsforschungsseminar
von 25. bis 29. Juni 2018 / LFI Linz Austria

Post-Lecture
am 11. September 2018 / PROGES Linz

Die Fragestellung

Das Ideal des selbstbestimmten Lebens hat sich mehr oder weniger unbemerkt in eines verwandelt, das Freiheit im Kern als Freiheit von Bindungen und Zugehörigkeiten begreift. Jede und jeder ist für das eigene Leben, den Erfolg oder Misserfolg selbst verantwortlich geworden.

Losgelöst aus Abhängigkeiten und auf dem Weg von der Selbstbestimmung zur Selbstoptimierung geraten die Angewiesenheit und Rückbezogenheit auf andere
aus dem Blick. Das Verhältnis Individuum und Gruppe, Gruppen und Gesellschaft wie auch die Bedeutung von Bindungen für die Freiheit bedürfen einer neuen Auseinandersetzung.

➔ Wie viel Freiheit – für uns und für andere – ist uns zumutbar, wie viel Bindung notwendig?
➔ Wie organisieren wir Freiheit?
➔ Wie wird Freiheit in Gruppen, Organisationen und in der Gesellschaft (aus)verhandelt?
➔ Wer spricht von Freiheit und zu welchem Zweck?

Zielsetzungen Weiterlesen