Das Ohr am Puls der Belegschaft (Doku)

Fokusgruppen in der Kommunikation des Betriebsrats einsetzen

„Die Macht geht von der Belegschaft aus“ – so könnte das vielzitierte Leitmotiv der repräsentativen Demokratie in abgewandelter Form für die Betriebsratsarbeit lauten. Der Betriebsrat ist das von den Arbeitnehmer*innen im Betrieb gewählte Organ, gewählt, um die Interessen der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Bereits im Vorfeld von Betriebsratswahlen wird den engagierten Held*innen der betrieblichen Demokratie klar, was einer der wesentlichen Faktoren für erfolgreiche Betriebsratsarbeit ist: gute Kommunikation.

Am Beginn der Betriebsratskommunikation stehen unter anderem folgende grundlegende Fragen:

  • Wie werden die Beschäftigten über die Arbeit des Betriebsrats informiert?
  • Wie werden Themen, die aus Sicht der Beschäftigten und/oder aus der Sicht des Betriebsrats wichtig sind, im Betrieb „zum Thema gemacht“, also kampagnisiert?
  • Wie bekundet der Betriebsrat sein Interesse an bzw. sein „offenes Ohr“ für die Anliegen, Frage- und Problemstellungen der Arbeitnehmer*innen im Betrieb?
  • Wie erfährt der Betriebsrat, wo die Kolleginnen und Kollegen der Schuh drückt?

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Belegschaften mobilisieren – Druck im Betrieb erhöhen (SE)

Aus der Belegschaft aktive Unterstützer*innen machen

Bild: Peter M. Hoffmann, www.kompetenz-online.at

Die Durchsetzungsfähigkeit des Betriebsrates gegenüber der Unternehmensleitung hängt auch von einer guten Beziehung und Kommunikation mit der Belegschaft ab. So die Grundthese dieses Seminares, aus der sich die Frage ergibt: Wie schaffe ich es als Betriebsrat, die Belegschaft „zu sammeln“, „hinter mich zu bringen“ und so zu aktiven Unterstützer*innen zu machen? Dass die Bedeutung dieser Fragestellung aktueller denn je ist, zeigt sich gerade an den großen Konfliktthemen der letzten Monate wie zum Beispiel beim SWÖ-KV oder im Falle von Lauda Motion.

In diesem Seminar werden Methoden erfolgreicher Mobilisierungsprojekte vermittelt und daran gearbeitet, das oft verbreitete „Einzelkämpfertum“ zu verdrängen. Wie kann das Interesse an Themen von Betriebsrat und Gewerkschaft erhöht werden? Wie kann die Mobilisierungsbereitschaft der Kollegen*innen geweckt werden?

Betriebsprojekt: Anhand deines eigenen (gewerkschaftlichen) Themas erarbeitest du einen konkreten Umsetzungsplan für deine Kampagne.

cc: blog.refak.at

Datum: 23. bis 25. September 2020, Seminarzeiten: Beginn am 1. Tag um 9:30 Uhr, Ende am 3. Tag um 15:00 Uhr, inkl. Abendprogramm am 23.09.)
Ort: Seminar-Park-Hotel Hirschwang, Trautenberg-Straße 1, 2651 Hirschwang

Zielgruppe und Teilnahmevoraussetzung:

  • Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die Mitglied der GPA-djp sind, und die den Basiskurs I (Grundkurs) oder die Gewerkschaftsschule absolviert haben.
  • Die Teilnahme von zwei Mitgliedern aus einem Betriebsratsteam wird empfohlen (eine/r davon sollte der/die Betriebsratsvorsitzende oder der/die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende sein.)
  • Ihr habt ein betriebliches/gewerkschaftliches Mobilisierungsprojekt (Kampagne, Aktion, Veranstaltung etc.), das ihr umsetzen und für dessen Umsetzung ihr das Seminar nutzen möchtet.

Seminarziele: Weiterlesen

Quo Vadis Partizipation und Solidarität?

Tagung: „Quo Vadis Partizipation und Solidarität?“

am 07. Oktober 2016, 10:00 bis 17:00 Uhr
in der Technisch-Gewerblichen Abendschule (TGA), Hörsaal B 402, 4. Stock, Plößlgasse 13, 1040 Wien

„Auf sehr allgemeiner Ebene bezeichnen Solidarität oder solidarisches Handeln eine soziale Beziehung zwischen Personen oder Personengruppen, die kooperations- und kollektivitätsfördernd ausgerichtet sind und – wenn nötig – wechselseitige Hilfe und Unterstützung umfasst. Sie basiert auf einer gemeinsamen Lage sowie auf geteilten Werten und Normen.“ (Saskja Schindler / Carina Altreiter / Jörg Flecker: Entsolidarisierung – Erosion gesellschaftlichen Zusammenhalts. In: Julia Hofmann / Thomas Kreiml / Hilde Weiss: Umbrüche – Umdenken. Arbeit und Gesellschaft aus wissenschaftlicher und betrieblicher Perspektive. Wien 2019: ÖGB Verlag, Seite 188-197, Seite 191.)

„Partizipation bedeutet zu teilen und darauf zu verzichten, die einzige, allgemeingültige Wahrheit zu kennen. […] Partizipation impliziert, die Komplexität und Mehrdimensionalität der Erfahrung anzuerkennen und zu würdigen. […] Partizipation ist weniger eine Methode, als eine Einstellung, eine Art, eine Arbeit anzugehen und durchzuführen.“ (Elisabeth Schmid / Anton Luger: Verstehen, was wir tun. Systematisierung von Erfahrungen als partizipativer Lernprozess. Wien 2015: Paulo Freire Zentrum, Seite 12.)

Weit gefasst verweist Partizipation auf die Einbeziehung von Individuen und Kollektiven in Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse. Welche Solidaritäten daraus entstehen und welche Solidaritäten zu Mitbestimmung bzw. Beteiligung beitragen, wird kontrovers diskutiert. Ziel dieser Veranstaltung ist der Austausch zwischen Forschung und Praxis zum breiten Themenfeld Partizipation und Solidarität. Es erwarten Sie Kurzpräsentationen und Diskussion wissenschaftlicher Befunde zu den Bereichen Solidarität in der Arbeitswelt und Bürgerbeteiligung. Die Basis bilden laufende oder abgeschlossene Forschungsprojekte und Dissertationen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

Anmeldung zur Veranstaltung online über diesen Link möglich.

Programm Weiterlesen

Freiheit sichten! Aktionsforschung zu Macht und Partizipation

Workshops
am 21. November 2017 und
24. April 2018 / PROGES Linz

Aktionsforschungsseminar
von 25. bis 29. Juni 2018 / LFI Linz Austria

Post-Lecture
am 11. September 2018 / PROGES Linz

Die Fragestellung

Das Ideal des selbstbestimmten Lebens hat sich mehr oder weniger unbemerkt in eines verwandelt, das Freiheit im Kern als Freiheit von Bindungen und Zugehörigkeiten begreift. Jede und jeder ist für das eigene Leben, den Erfolg oder Misserfolg selbst verantwortlich geworden.

Losgelöst aus Abhängigkeiten und auf dem Weg von der Selbstbestimmung zur Selbstoptimierung geraten die Angewiesenheit und Rückbezogenheit auf andere
aus dem Blick. Das Verhältnis Individuum und Gruppe, Gruppen und Gesellschaft wie auch die Bedeutung von Bindungen für die Freiheit bedürfen einer neuen Auseinandersetzung.

➔ Wie viel Freiheit – für uns und für andere – ist uns zumutbar, wie viel Bindung notwendig?
➔ Wie organisieren wir Freiheit?
➔ Wie wird Freiheit in Gruppen, Organisationen und in der Gesellschaft (aus)verhandelt?
➔ Wer spricht von Freiheit und zu welchem Zweck?

Zielsetzungen Weiterlesen

Praxis der Zugehörigkeit – wie wir einander helfen

Aktionsforschungsseminar Zugehörigkeit Aktionsforschungsworkshop „Praxis der Zugehörigkeit – wie wir einander helfen“

am 20. April 2016 von 10:00 bis 13:00 Uhr
im Priesterseminar Linz, Raum Severin, 4020 Linz, Harrachstraße 7

Zugehörigkeit beeinflusst unser Verhalten anderen gegenüber: Wem helfen wir, warum und wann tun wir dies und was gewinnen wir in der so gestalteten Begegnung? Wir laden zu einem Aktionsforschungsworkshop ein, um durch Begegnung und Auseinandersetzung eine gemeinsame Suche nach und Orientierung an Verständnissen von Zugehörigkeit und damit zusammenhängenden Fragen und Aspekten zu ermöglichen. Weiterlesen

Die Schule vielfältig erneuern!

cc by digiom.wordpress.com

cc by digiom.wordpress.com

Das 5. Internationale Alfred-Dallinger-Symposium, das im Jänner 2014 stattfand, stand unter dem Motto „Gemeinsam Lernen – Vielfalt leben!“ Warum wir dem Themenfeld Vielfalt, Bildung und Inklusion gerade auch aus gewerkschaftlicher Sicht hohe Aufmerksamkeit schenken und es auch weiterhin eine maßgebliche Rolle in unseren bildungspolitischen Positionen spielen wird, erklärt sich aus unserem Bildungs- und Gesellschaftsverständnis und den Verknüpfungen mit der Arbeitswelt. Denn wie heißt es so schön: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“

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Seminar: Der Betriebsrat als demokratische Keimzelle im Betrieb

Wirtschaft DemokratieDer Betriebsrat ist ein Gremium, das nach demokratischen Prinzipien funktioniert. In der Praxis wird das demokratische Potenzial oft nicht voll ausgeschöpft. Uneinigkeit im Betriebsratsteam kann viel Energie kosten, durch mangelnde Einbindung der MitarbeiterInnen bleiben wichtige Ressourcen ungenutzt. Weiterlesen

Spezialworkshop: Der Betriebsrat als Demokratiewerkstatt

Wie im Betriebsrat demokratisch gearbeitet werden kann und welche Medien dabei unterstützend eingesetzt werden können

sbsmcamp-Logo Viele BetriebsrätInnen leisten durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt stellt der Betriebsrat ein demokratisches Gremium innerhalb von unternehmerischen Strukturen dar, die nicht nach demokratischen Prinzipien funktionieren. Der Partizipationsbegriff hat in viele Managementkonzepte als Schlagwort Eingang gefunden, aber entscheidend sind das Ausmaß an Mitwirkungs- und Mitentscheidungsrechten sowie die Selbstbestimmungsmöglichkeiten der betroffenen Beschäftigten. Weiterlesen