Steueroasen – wie Konzerne Steuerzahlungen „optimieren“

steueroasen-zitat-kernWas können Aufsichtsrat & Co dagegen unternehmen?

Veranstaltung am 28. September 2016 um 16.30 Uhr im Bildungszentrum der AK Wien

Die zuletzt veröffentlichten Panama Papers auf Grundlage der eindrucksvollen Recherchen des Konsortiums investigativer JournalistInnen lösten international umfangreiche Diskussionen aus.

Ihre Enthüllungen bestätigen einmal mehr, dass Steuerflucht und Steueroasen ernsthafte Probleme darstellen. Für interne wie auch externe Überwachungsorgane wie z.B. den Aufsichtsrat liegt die Schwierigkeit vor allem darin, die Funktionsweise von „Steueroptimierungs-Methoden“ zu erkennen.

Welche Vorgehensweisen und welche Instrumente werden eingesetzt und welche Tricks werden nicht zuletzt aufgrund von Lücken in den Steuersystemen generell angewendet? Die Graubereiche, in denen agiert wird, sind nicht so leicht zu identifizieren. In der Regel werden Aktivitäten gesetzeskonform gesetzt, jedoch am Rande der Rechtmäßigkeit. Dabei werden Unklarheiten ausgenutzt, um entsprechende Steuervorteile zu erlangen, die vom Gesetzgeber ursprünglich nicht so beabsichtigt waren.

Diese Schnittstellen gilt es zu erkennen und wirksam entgegen zu wirken. Daher wollen wir mit konkreten Beispielen und Modellen versuchen, Ansatzpunkte aufzuzeigen, derartige Steuervermeidungsstrategien zu erfassen. Ziel der Veranstaltung ist es, Mandatare in Überwachungsgremien zu sensibilisieren und bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen. Weiterlesen

Aktionstag gegen CETA/TTIP – gemeinsam ein klares Zeichen setzen!

ceta-so-nicht-klagerechte

„Mit TTIP & Co. droht ein Angriff auf vieles, was über Jahrzehnte hart erkämpft wurde: Soziale Sicherheit, öffentliche Daseinsvorsorge, Arbeitsrechte, Umweltschutz und Demokratie – für Konzerne offensichtlich nicht mehr als sogenannte Handelshemmnisse, die ihre Profitmöglichkeit einschränken und deswegen abgebaut werden sollen.“ (Wolfgang Katzian)

Aktionstag gegen CETA und TTIP am 17. September in Wien, Linz, Graz, Salzburg

Am 17. September 2016 findet ein europaweiter Aktionstag gegen CETA & TTIP statt. In Österreich wird an diesem Tag in Wien, Linz, Graz und Salzburg demonstriert. Dieses Datum wurde gewählt, da wenige Tage später, am 22. und 23. September, in Bratislava die Unterzeichnung von CETA durch die europäischen Staaten beschlossen werden soll. Die österreichische Regierung hat es in der Hand, dort mit einem Nein das Handelsabkommen zu Fall zu bringen. CETA ist die Vorlage für TTIP. Weiterlesen

Österreich muss fitter für die Zukunft werden!

Zum vierten Mal veröffentlichte die
deutsche Bertelsmannstiftung die Sustainable
imagesANY30NOM
Governance Indicators und bewertet damit die Zukunftsfähigkeit aller 41 Staaten der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sowie der Europäischen Union.

An diesem internationalem Monitoring-Instrument arbeiten mehr als 100 internationale Expertinnen und Experten, die anhand von rund 140 quantitativen und qualitativen Indikatoren die Entwicklungen der vergangenen Jahre bewerten und untersuchen, wie gut die Länder für die Herausforderungen von morgen vorbereitet sind.

Weiterlesen

Das Staatsbudget – in Zahlen gegossene Politik (Doku)

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC

Bild: Thomas Kreiml, CC BY-NC


Im Rahmen unseres Workshops zum Staatsbudget geht es um eine eingehende Beschäftigung mit den Grundlagen zur österreichischen Budgetpolitik. Neben grundsätzlichen Fragen und Zusammenhängen liegt das Interesse auf der Diskussion und Auseinandersetzung mit gewerkschaftlich und auch arbeitsrechtlich relevanten Aspekten von Steuerpolitik, Ausgaben der öffentlichen Haushalte, Staatsverschuldung, Wirtschaftswachstum und Vielem mehr. Georg Feigl, Referent für öffentliche Haushalte und europäische Wirtschaftspolitik in der Arbeiterkammer Wien und Redakteur des Blogs Arbeit & Wirtschaft, und Alexandra Strickner, Ökonomin, Obfrau von Attac Österreich und politische Koordinatorin der Allianz „Wege aus der Krise“, die seit 2010 das Zivilgesellschaftliche Zukunftsbudget erstellt, gestalten den Workshop. Weiterlesen

Podiumsdiskussion zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“

GeldscheineIn der Science Fiction Satire Zero Crash stellen Außerirdische alle
Guthaben und Schulden auf Null. Um dem drohenden Kollaps zu entgehen,
wird ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt und es
stellt sich heraus, dass genug für alle da ist.

Wäre ein weltweites  bedingungsloses Grundeinkommen theoretisch überhaupt möglich?
Weiterlesen

Das Staatsbudget – in Zahlen gegossene Politik (WS)

Workshop zu Grundlagen der Budgetpolitik und alternativen gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Ansätzen

Quelle: www.wege-aus-der-krise.at

Quelle: www.wege-aus-der-krise.at

Was haben öffentliche Budgets mit Arbeitsplätzen, Verteilungsgerechtigkeit oder dem Klimawandel zu tun? Eine ganze Menge. Welche Leistungen öffentlich bereitgestellt werden und wer dafür über Steuern und Abgaben wie viel beiträgt sind Entscheidungen, die z.B. Arbeitsplätze schaffen oder den Klimawandel bekämpfen – oder eben auch nicht. Wer hat was von höheren öffentlichen Ausgaben, wen treffen Sparmaßnahmen? Sind von einer Pensionsreform oder einer Kürzung der Mindestsicherung vermehrt Männer oder Frauen betroffen?

Wenn die Abgeordneten des Nationalrats, des Landtags oder Mitglieder des Gemeinderats darüber entscheiden, wofür Geld ausgegeben wird und wer welche Steuern zu zahlen hat, dann beeinflusst dies immer auch unsere Lebenssituation. Öffentliche Budgets gehen also uns alle an, sie sind in „Zahlen gegossene Politik“. Weiterlesen

Weniger arbeiten – mehr leben. Sag’s mit Musik!

Arbeit oder Leben? Belastungsfaktor Arbeit

Arbeitsverdichtung und -druck nehmen zu, Arbeits- und Freizeit verschwimmen, während die einen von ihrer Arbeit kaum leben können („working poor“), die anderen unzufrieden mit ihrer Arbeit sind, sind Dritte verzweifelt auf der Suche nach Arbeit, was angesichts der aktuellen Rekordarbeitslosigkeit eine enorme Belastung darstellt. Am Arbeitsmarkt, in der Arbeitswelt kracht es gewaltig, wirtschaftliche Krisen und betriebliche Problemstellungen unterschiedlichster Art machen ArbeitnehmerInnen vielfach zu schaffen. Dabei bestimmt die Erwerbsarbeit unser Leben in hohem Maße, sodass die Bewältigung anderer Schwierigkeiten, die das Leben so bereit hält, zur zusätzlichen übergebührlichen Belastung werden können – von gravierenden Angelegenheiten wie zu pflegenden Angehörige bis hin zu grundsätzlich banal erscheinenden Dingen wie defekten Haushaltsgeräten. Und ganz abgesehen von diesen Problemlagen, sind es doch eigentlich die Lebensfreuden, nach denen wir streben, für die aber wegen der vielen überhand nehmenden Anforderungen unserer Arbeit, oft kaum mehr Energie und/oder Zeit bleibt.

Das System ist krank!

Weiterlesen

Ökonomin gegen den Mainstream: „Fortschrittsmotor Staat“

Unternehmen-WachstumIn Zeiten, in denen gesellschaftlicher Wohlstand vor allem anderen mit dem Ruf nach wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlichem Wachstum verknüpft ist, werden innovative Unternehmen als Schlüssel für die Eroberung neuer Märkte und Schaffung von Arbeitsplätzen so gut wie nicht mehr in Frage gestellt.

„Für eine solche Innovationskultur sind die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) entscheidend, die in den vergangenen Jahren ihre Rolle als Motoren für wirtschaftliches Wachstum und wichtigste Quelle neuer Arbeitsplätze unter Beweis gestellt haben.“ („Innovation und KMU – Schlüssel zum Wohlstand“, Europäische Union)

Formulierungen wie diese gelten als ausgemacht, fast so, als handle es sich um ein unverrückbares ökonomisches Naturgesetz. Vielfach ist dann noch ganz hip und modern von den „Start-Ups“ die Rede, von risikofreudigen UnternehmerInnen, die an den innovativsten Ideen arbeiten, um irgendwann die Märkte (= gleichbedeutend mit Welt) zu erobern. (Etwas übertrieben bzw. zugespitzt formuliert, zugegeben!)

Wirtschaftsverbände und wirtschaftsliberale PolitikerInnen beschwören dieses Weltbild des Wirtschaftstreibens, und das nicht zuletzt, um einen damit strikten Gegensatz zwischen „Wirtschaftstreiben“ und ArbeitnehmerInnen, sowie insbesondere der Beschäftigung im öffentlichen Sektor zu begründen. Die Rolle des Staats in Bezug auf wirtschaftliches Handeln bzw. als wirtschaftlicher Akteur wird weitgehend in Frage gestellt.

Doch aktuell stellt die Ökonomin Marianne Mazzucato dieses Weltbild vehement in Frage und kratzt mit ihren Forschungsergebnissen an der glorreichen UnternehmerInnenfassade. Sie zeigt, dass die Beschwörung der smarten Start-Ups und innovativen ErfinderInnen, die unternehmerisches Risiko auf sich nehmen und durch ihre hartnäckige Arbeit Unternehmenswerte und Arbeitsplätze schaffen, einen großen und entscheidenen Teil der volkswirtschaftlichen Wirklichkeit ausblendet. Weiterlesen